Denkanstoß: Denken Sie groß!

Wegbereiter mit Visionen

Von Götz Gemeinhardt (Text & Fotos)

Großes polarisiert und provoziert. Großes inspiriert und irritiert. Großes konfrontiert und fasziniert. Viele sehnen sich nach Gigantischem, andere haben's gern eine Nummer kleiner. Wer groß denkt, tut das nicht nur im wörtlichen Sinn - es geht um Weitblick, um Mut und Selbstvertrauen, um Verantwortung. Um eine Vision. Wer groß denkt, geht auch Risiken ein und nimmt harte Arbeit in Kauf, um seine Pläne zu verwirklichen. Wer groß denkt, wird oft missverstanden. Schafft man Großes, erntet man Bewunderung. Scheitert man an Großem, erntet man Spott. Der große Weg ist nicht der bequemste und nicht der kürzeste. Und doch ist er reizvoll und spannend. Hochfranken hat viel Raum für große Gedanken und immer mehr Visionäre machen sich auf ihren Weg. Wir haben drei getroffen, die möglichst viele Leute mitnehmen wollen.

Eduard Stähle rechnet sich Chancen für Hochfranken aus und spürt den Aufbruch: „Die Dinge fangen an, sich zu entwickeln. Der Trend geht zum Konservativen, die Leute werden große Städte und Massenurlaubsgebiete immer mehr meiden. Wir brauchen die Stories, dann haben wir auch die Marke.“ Eine Story ist das Season, Stähles Restaurant in Hof. Eine Erfolgsstory, wenn auch ihrem Autor erst mal Gegenwind ins Gesicht bläst. Der gelernte Koch geht mit 17 in die Schweiz, arbeitet dann in den Vereinigten Staaten und in Frankreich. „Die Entscheidung, zurück nach Hof zu gehen, war für mich sehr einfach. Für die Umwelt nicht. Die hat gesagt, in Hof geht nichts, da ist alles tot. Virusbazillen waren um mich rum, die mich beeinflussen wollten.“ „Eddie“ bleibt resistent gegen die Viren. Mit Selbstvertrauen und einer Portion Mut machen er und seine Frau Eugenie ein kleines Restaurant auf, nach neun Monaten kommt ein Feinkostladen dazu, dann ein eigenes Label für Salatdressing und Suppen. 2015 investiert das Season eine Viertelmillion, zieht mit zwanzig Mitarbeitern um und wird ein richtig großes Restaurant. „Das Gesetz der Natur ist stetes Wachstum. Der Season-Baum ist stark nach oben gewachsen, jetzt müssen wir die Wurzeln festigen, Prozesse optimieren, den Jungen im Team Verantwortung und Entwicklungschancen geben.“ In den USA war Eduard Stähle mit 19 Jahren Postenchef, unter ihm ein 26- und ein 34-Jähriger. „Ich will mich von der Masse abheben, ich brauche diese Spannung, ohne macht es keinen Spaß. Wir sind noch nicht am Ende der Reise.“ Selbständig in Hochfranken? Das Schicksal habe es so gewollt. Überhaupt sei der Standort nicht entscheidend, vielmehr die Vision und die Leidenschaft, sie zu verfolgen. „Die Familie meiner Frau wohnt in Stuttgart - große Konzerne, alle haben dicke Eier und halten Hochfranken für Provinz. Ich erkläre ihnen, dass diese Provinz Porsche und Mercedes beliefert und sie fragen: Sowas habt ihr da oben?“ Stähle schätzt die hochfränkische Konstanz ohne Riesenhypes. Ein Vermarktungsproblem habe die Region zwar immer noch, aber das Bewusstsein wandle sich: „Es gibt junge Unternehmer hier, die anders denken, die groß denken, und das ist gut.“

Als sich um die Jahrtausendwende Stefan Gesell mit Projektideenin die Öffentlichkeit wagte, schlug ihm blanker Pessimismus entgegen. Heute gilt er nicht mehr als Fantast, eher als Hoffnungsträger. „Der Pessimismus hat sich abgeschwächt“, sagt Stefan Gesell. „Wir dürfen uns nicht scheuen, uns auf neue Ebenen vorzuwagen.“ Gesell verwirklicht in Weißenstadt ein 60-Millionen-Projekt - das Siebenquell Gesundzeitresort. Etwas erschrocken sei er schon, als er das Projekt kalkuliert und die Dimension erfasst hatte. „Ich will nicht den Anschein erwecken, die Bodenhaftung verloren zu haben. Habe ich auch nicht. Die Herausforderung ist groß, aber das Projekt passt hierher, an einen attraktiven Tourismusstandort mit irrem Potential.“

2007 hat Gesell das Kurzentrum Weißenstadt eröffnet, in das 18 Millionen Euro flossen. „Hast Du Dir das gut überlegt? Das ist Wahnsinn!“, bekam er während der Planung zu hören. Als die ersten Gäste vom Haus und seiner Umgebung schwärmten, schauten Weißenstädter ungläubig. Heute hat das Kurzentrum beste Auslastungszahlen. „Unsere größte Stärke sind die Mitarbeiter, und das ist keine Floskel. Die hochfränkische Gastfreundschaftist sehr ehrlich, nicht aufgesetzt oder gekünstelt. Die Gäste schätzen das ungemein. Unser Hauptpluspunkt ist, dass die Menschen hier sind, wie sie sind.“ Für das Siebenquell nimmt Stefan Gesell eine positive Grundstimmung wahr: „Das Vertrauen in das Konzept und den Markt ist stark – obwohl Projektgröße und Summen gigantisch sind. Wir haben uns über die Jahre ein gewisses Standing erarbeitet. Anfangs wurde unser Personal belächelt, heute ist unser Team stolz.“ Rund hundert neue Jobs sollen im Gesundzeitresort entstehen – in Hotellerie, Gastronomie, Therapie-, Beauty-, Schwimmbad- und Fitnessbereich. Qualifizierte Interessenten, die aus der Region stammen und im Schwarzwald oder am Bodensee leben, bewerben sich. Siebenquells Zielklientel sind Berufstätige; Angebotsschwerpunkte setzt Gesell in Entschleunigung, Stress- und Erschöpfungstherapie, Ernährung, Bewegung und betrieblicher Gesundheitsförderung. Das Projekt basiert auf einem Naturschatz des Fichtelgebirges: Thermalwasser aus 2.800 Metern Tiefe, mit hohem Fluorgehalt, Schwefel- und Salzbestandteilen. „Der Markt für Gesundheitstourismus ist so groß, und Hochfranken hat vom Kuchen nur ein Krümelchen, das größer werden soll.“ Verzahnung statt Kirchturmdenken: Die Weißenstädter tauschen sich intensiv mit Bad Steben und Bad Alexandersbad aus. „Wir müssen insgesamt größer denken und eine Strahlkraft bis nach Nürnberg entfalten, damit man Fichtelgebirge und Frankenwald als Verwöhnregion stärker wahrnimmt.“ Weißenstadt, sein Einzelhandel und seine Gastronomie haben schon vom Kurzentrum profitiert. „Die Aufbruchstimmung ist spürbar“, sagt Stefan Gesell. „Leerstände werden beseitigt, es gibt Investitionen in Wohnraum und Ferienwohnungen. Der Tourismus bringt Kaufkraft und Lebensqualität.“

Hochfranken doch gar nicht (mehr) schlecht zu finden, liegt im Trend. Aber gleich so? „Ich lebe hier so gerne wie nirgendwo sonst.“ Die euphorischen Worte kommen aus dem Mund von Martin Süß; gelebt hat er in Hamburg, Nürnberg, Frankfurt, St. Gallen und München. „Ich bin hierhergekommen, weil ich mich in meine Frau verliebt habe. Inzwischen liebe ich auch Hochfranken, sehe aber auch Gefährdungen wie demografischen Wandel oder Kommunen, die finanziell nicht gerade bewegungsfähig sind.“ Für Süß steht fest: Mit guten Köpfen geht eine Region nach vorne. Neben gut dotierten Arbeitsverträgen ist Wohnraum, der hohen Ansprüchen genügt, die entscheidende Voraussetzung für Zuzüge und für die Bindung an die Wahlheimat. „Man muss dem Glück Angriffsfläche bieten. Und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, mit Hochfranken in Kontakt zu kommen. Vielleicht kommt dann auch mal jemand mit dem großen Wurf.“ In Schauenstein haben Martin Süß und seine Frau deren Elternhaus aufwendig saniert und drei exklusive Mietobjekte geschaffen – zwei Villa-Appartements und eine 5-Sterne-Ferienwohnung, die auch als Boardinghouse gebucht wird. „Diese Nische wollten wir bedienen, sonst bleibt das Buhlen um führende Köpfe eine Mogelpackung. Ohne hochwertigen Wohnraum kommen diese Leute nicht. Wenn sie dann mal da sind und die Wohnung ganz nett finden, dann sind sie bereit, auch die Gegend nett zu finden.“ Die Nachfrage bestätigt das Konzept: Zwischen Weihnachten 2015 und März 2016 war die Ferienwohnung nur sieben Tage frei. Die Gäste reisen aus Spanien, Kolumbien, Rumänien und Frankreich an. Parkähnliches Grundstück, Döbraberg-Blick, Sauna - Martin Süß weiß um die Exklusivität des Anwesens, das er unter der Marke Hochfranken Lodging vermarktet. Er weiß, dass Großstadtyuppies nicht scharenweise in den Frankenwald strömen werden. Aber mehr Breite im 4- und 5-Sterneangebot würde er sich wünschen. „Mein Ansatz mag radikal klingen. Aber wenn jemand Ferienwohnungen anbietet, die aus Restemöbeln bestehen, mit Rüschentischdecke, Blümchentapete und Vorhängen von 1980, dann haben solche Wohnungen im Angebot des Frankenwaldes oder Fichtelgebirges nichts zu suchen. Es schadet dem Image als Tourismusregion, die in der Zukunft nach vorne kommen will, wenn man solche Ferienwohnungen noch mitschleppen möchte.“ Tatsächlich ziehen außergewöhnliche Immobilien finanzkräftige Kunden nach Hochfranken, in Geschäfte und Restaurants. Sie sind die Basis für einen Wohlfühlaufenthalt, für gute Erinnerungen und für eine Rückkehr. „Wenn passende Unterkünfte zu den Highlights Hochfrankens bereitstehen“, sagt Süß, „ist das sicher nicht von Schaden. So sehen wir unsere Rolle.“

Eduard Stähle, Stefan Gesell und Martin Süß wollen viele Hochfranken inspirieren, auch groß zu denken. „Keine falsche Bescheidenheit! Seien Sie Lokalpatrioten mit Bodenhaftung – das ist ganz entscheidend für die Außen- und Innenwirkung“, sagt Gesell. „Es gibt genug Menschen, die sich etwas Gutes tun wollen, und bereit sind, einen gewissen Preis zu zahlen.“

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Arzberg

Arzberg, 479 m hoch über dem Meeresspiegel gelegen hat rd. 5500 Einwohner. Deutschlands älteste Nagelfabrik, die Herstellung feinster Elisen-Lebkuchen und eine moderne Fleisch- und Wurstwarenfabrikation bilden das Hauptgewerbe der Stadt. Aus westlicher Richtung ist Arzberg über die Autobahn A9 und die Bundesstraße 303, die sogenannte Fichtelgebirgsstraße, bequem und schnell erreichbar. Aus Richtung Nord und Süd gelangt man über die Autobahn A93 und die Bundesstraßen B15 und B303 in den Ort. Arzberg besitzt einen Bahnhof an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger-Prag. Der Grenzübergang Schirnding zu Tschechien ist nur ca. 5 Kilometer entfernt. Deshalb ist Arzberg der ideale Ausganspunkt für Fahrten in das böhmische Bäderdreieck Franzensbad, Marienbad und Karlsbad. Aber auch in den Kernstock des Fichtelgebirges und in den Naturpark Steinwald ist es nicht weit. Die naturnahe Mittelgebirgslandschaft bietet vielzählige Freizeitmöglichkeiten zu allen Jahreszeiten für die ganze Familie: Skisport, ganz gleich ob alpin oder nordisch erschließen etwa im Bereich von Ochsenkopf, Kornberg oder Mehlmeisel die einmalige Winterlandschaft. Die charakteristischen Felsenlabyrinthe des Fichtelgebirges sind über ein engmaschiges Wanderwegenetz erreichbar.

Arzberg
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Münchberg

Münchberg, das ist keine Großstadt, allerdings eine Kleinstadt groß in ihrer Bedeutung, denn Münchberg, das ist:
1. das Tor zum Fichtelgebirge und Frankenwald
2. eine gewachsene und anerkannte Stadt der Textilindustrie
3. ein vielbeachtetes kulturelles Zentrum
4. eine weithin ausgewiesene Schulstadt
und zusätzlich eingebunden in eine entwickelte Infrastruktur.

Die Stadt Münchberg bietet auch ein weitgestreutes Angebot für nahezu alle Bedürfnisse der Freizeitgestaltung. Münchberg ist mit knapp 11.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Hof. Die flächenmäßige Ausdehnung von 68,79 qkm umfasst neben dem reinen Stadtbereich auch zahlreiche Ortsteile. Münchberg selbst, eingebettet inmitten der Münchberger Gneishochfläche, bildet das Tor zu Fichtelgebirge und Frankenwald, zwei Höhenzüge, die das Umland natürlich begrenzen. Somit gerät unsere Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Ausflüge und Erkundungen in diese waldreichen, von herrlichen Tälern durchzogenen, stets erholsamen Mittelgebirgszüge Nordostoberfrankens.

Zudem ist Münchberg gewachsene und anerkannte Heimstätte der Textilindustrie, die, entstanden aus der früher hier betriebenen Hausweberei, zahlreiche Textilbetriebe beherbergt, welche den Namen unserer Stadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntmachen. Münchberger Textilien und deren Herstellungsfirmen genießen einen hervorragenden Ruf. Mit Recht können wir behaupten, dass Münchberg einer der kulturellen Mittelpunkte des Landkreises Hof ist. So sind z.B. die Münchberger Sommerkonzerte oder die Bachtage weit bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Kunstbeflissene halten sich gerne im Bürgerzentrum auf, wo regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen stattfinden. Sehenswert ist der im Stadtpark gelegene GeoPark, der seine Besucher anhand von Schautafeln über den Aufbau und die Gesteinsvorkommen der Münchberger Gneismasse und der umliegenden Gebirgszüge informiert. Bei einem Spaziergang durch den Waldlehrpfad im Stadtwald erfährt man spielerisch viel Wissenswertes über den Wald im Fichtelgebirge.

Stolz sind wir in Münchberg auch auf unsere schulischen Einrichtungen: Unter anderem nehmen der Campus Münchberg der Hochschule Hof, die Staatl. Berufsschule für Textilberufe, die Staatl. Fachschule für Textiltechnik sowie die Staatl. Fachschule für Textilbetriebswirtschaft eine herausragende Stellung in Bayern ein, sind sie doch die einzigen Einrichtungen dieser Art in unserem Bundesland und unterstreichen damit unsere unmittelbare Verbindung zu allen Belangen der Textilindustrie.

Münchberg
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Bad Steben

Naturverbunden, romantisch und herzlich - so präsentiert sich die Marktgemeinde Bad Steben. Kraft tanken,ausspannen und einfach das Leben genießen gelingt spielend. Hier verbinden sich Tradition und Moderne: Das stilvolle Kurzentrum mit der Säulenwandelhalle aus dem frühen 20. Jahrhundert ist von einem blumenreichen, großzügigen Kurpark umgeben. Harmonisch fügen sich die neue Therme und die moderne Spielbank Bad Steben in das verträumte Gesamtbild des Ortes ein. Die alte Wehrkirche St.Walburga und die Lutherkirche gehören zu den kulturhistorischen bzw. architektonischen Kleinodien der weiteren Region. Bereits der große Naturforscher Alexander von Humboldt, der mehrere Jahre in Bad Steben gelebt hat und hier eine Bergbau-Schule gründete, schrieb: „Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder!"

Besonders sehenswert ist auch das Grafik Museum Stiftung Schreiner im Kurhaus. Die Sammlung setzt wichtige Akzente in der Präsentation zeitgenössischer Grafik. Abends wird das Kurhaus zur glanzvollen Bühne für Konzerte, Theater, Kabarett und Lesungen. Freunde des Spiels verbringen einen anregenden Abend in der Spielbank Bad Steben, wo das Glück in modernem Ambiente bei Roulette, Black Jack oder beim Automatenspiel gefordert wird. Darüber hinaus bieten zahlreiche Feste sowie die beiden großen Kirchweihmärkte eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten.

Das Motto in Bad Steben lautet: „mit allen Sinnen genießen."
Im luxuriösen Wellness-Zentrum der Therme Bad Steben locken wohltuende Sinneserlebnisse. Herrlicher Badespaß, wohltuende Saunafreuden, Gesundheitsvorsorge und kulinarische Erlebnisse bereiten hier Entspannung für Körper und Seele.

Bad Steben hat mehr zu bieten - Bad Steben ist ein Ort für alle Generationen!
Bad Steben ist auch ein Ort für Familien: Von Kinderkrippe über Kindergarten bis hin zum Hort stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. In einer modernen, großzügigen und erst vor kurzem sanierten Grundschule lernen die Kinder beinahe spielerisch. In zahlreichen Sportvereinen und Organisationen haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bzw. einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Jeder der fünf Ortsteile verfügt über einen Kinderspielplatz und Bus, Bahn sowie Taxi ermöglichen ohne eigenes Auto zueinander oder hinaus in die Welt zu kommen. Und auch im Herbst des Lebens ist Bad Steben ein Ort, der mit betreutem Wohnen, ambulanten Pflegediensten und einer stationären Pflegeeinrichtung alles zu bieten hat um die „goldenen Jahre" genießen zu können. Hier fühlen sich die Generationen wohl!

Bad Steben
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Höchstädt

Die Gemeinde Höchstädt, im Herzen des Fichtelgebirges gelegen, wurde erstmals im Jahre 1298 urkundlich erwähnt. Jedoch ist Höchstädt sicher älter; das Dorf wurde an einer alten Handelsstraße errichtet, die bereits im 11. Jhd. bestand. Bis zur Mitte des 19. Jhd. hatte sich der langgezogene Ortskern mit den Ortsteilen Braunersgrün, Rügersgrün, Witzlebensmühle und Tännig gebildet. Geprägt wird das Ortsbild vor allem durch die Peter-und-Paul-Kirche in der Mitte und dem Rohrer´schen Schloßgut im Oberen Dorf, welches noch als Schloßmuseum besichtigt werden kann. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, wie auch der neue grenzüberschreitende Radweg, laden zu ausgiebigen Touren durch die schöne Mitte des Fichtelgebirges ein. Über die Anbindung an die A 93 ist Höchstädt gut zu erreichen.

Höchstädt
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Rindfleischwurst

Hofer Rindfleischwurst ist eine rohe Streichwurst. In ihrer Konsistenz ist sie etwas gröber als eine Teewurst, jedoch feiner als eine Mettwurst. Als Hauptbestandteil enthält sie viel (mageres) Rindfleisch und ist deshalb besonders hochwertig. Der feine Geschmack erhält durch das Anräuchern über Buchenholz eine rauchige, schinkenähnliche Note. Diese feine Wurstspezialität wird nur in der Stadt und im Landkreis Hof / Saale hergestellt. Sie ist in Name und Herkunftsbezeichnung als regionaltypisches Produkt mit geographischer Ursprungsbezeichnung markenrechtlich geschützt.

Hofer Rindfleischwurst besitzt im abgegrenzten geographischen Gebiet von Stadt und Landkreis Hof eine über 50-jährige Tradition. Als ihr Erfinder gilt Metzgermeister Hans Militzer, der 1950 erstmals die Rezeptur der Rindfleischwurst entwickelte. Diese Tradition setzte sein ehemaliger Geselle Gottfried Rädlein fort, der die Rindfleischwurst von 1962 bis 1993 im eigenen Betrieb in Hof produzierte und diese weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte. Wegen seines äußerst fettarmen Ausgangsmaterials war und ist die Hofer Rindfleischwurst ein besonderes gut bekömmliches Produkt, das seinerzeit sogar von Ärzten für den Verzehr empfohlen wurde.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Zutaten: Rindfleisch, Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürze, Buchenholzrauch
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Quärkla

Der Quärkla ist ein fettarmer Sauermilchkäse, der nach einer längeren Reifezeit glasig-gelb wird und einen deftig-würzigen Geschmack annimmt. Im Fichtelgebirge und im Frankenwald wird er in einigen bäuerlichen Direktvermarktungsbetrieben sowie von vielen Hausfrauen noch selber hergestellt. Man isst ihn gerne mit Kümmel gewürzt zum kräftigen Landbrot. Besonders beliebt ist er als Kelleressen zum frischen Bier.

Die Herstellung des Quärkla oder Kuhkäses erinnert an die Rezeptur des bekannteren Harzer Käses. Man benötig dazu einen guten Bauernquark. Früher wurde Quark aus Rohmilch oder Vorzugsmilch in vielen Haushalten noch selber hergestellt. Heutige Hygienebestimmungen lassen aber den Verkauf der unbehandelten Milch nicht mehr zu. Man lässt den Quark gut abtropfen, formt kleine, handtellergroße Laibe daraus und legt sie auf ein mit Pergament bedecktes Holzbrett, deckt sie mit einem Küchentuch ab und lässt sie in der nicht zu warmen Küche mehrere Tage reifen. Zwischendurch werden die kleinen Käse mehrmals gewendet. Nach einer Woche schichtet man sie in eine Schüssel, deckt sie mit einem Tuch ab und stellt sie kalt.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

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Fränkische Bratwurst

Jeder kennt sie und (fast) alle liebe sie. Sie schmeckt nach unbeschwerten Stunden, ob als schnelle Zwischenmalzeit einfach auf die Hand, ob zur gemütlichen Brotzeit oder mit Kraut und Bratkartoffeln zum Mittagessen, ob auf der Kerwa, dem Bierkeller oder verlockend duftend vom Grill an einem warmen Sommerabend: die Bratwurst verführt und weckt alle Sinne. Mit gewissem Recht wird die Bratwurst seit jeher als der oberfränkische Wurstklassiker schlechthin geführt. In keiner Region ist die Geschichte der herzhaften Wurst präsenter, nirgendwo ist ihre Vielfalt größer als hier. Bratwürste sind das Aushängeschild nahezu aller oberfränkischen Metzgereien und die Leibspeise der Franken schlechthin.
Die meisten oberfränkischen Bratwürste sind relativ dick und von mittlerer Länge (15 - 20 mm Durchmesser, ca. 20 - 25 cm Länge). In Coburg beträgt das Bratwurstmaß traditionell sogar stolze 31 cm. Wie die Hofer sind sie allerdings deutlich dünner als z.B. die Bamberger mittelgrobe Bratwurst. Gefüllt werden die schmackhaften Würste mit gut ausgewähltem Schweinebauch und magerem Schweinefleisch. In manchen Regionen wird Kalb- oder Rindfleisch dazugegeben. Neben verschiedenen Fragen der Würzbeigabe - ob mit Majoran, nur mit Pfeffer und Kümmel oder aber einem Hauch von Knoblauch und Zitrone - spielt die Konsistenz der Wurstfülle eine besondere kulturgeschichtliche Rolle. So wurde die grobe Bratwurst vor allem in den evangelischen Regionen Oberfrankens angeboten; die mittelgrobe bis feine dagegen stammte aus den katholischen Gebieten.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Fränkische Bratwurst
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Hofer Wärschtlamo-Wärscht

Die Tradition der Hofer Wärschtla-Männer geht auf das Jahr 1881 zurück. Ein noch heute bestehender Fleischerbetrieb kam damals auf die Idee, einen Mitarbeiter namens Johann Georg Jahn in der Stadt mit "haßn Hofern" auf Tour zu schicken. Dazu musste aber erst noch der originale Hofer Messing-Wurstkessel erfunden und das typische "Wärschtlamo-Oziezeich" kreiert werden. Mit Fug und Recht darf also der "Jahns-Gerch" als der Stammvater der Hofer Wärschtlamänner bezeichnet werden. Der Wärschtlamo ist also ein Berufsstand, der in Hof eine lange Tradition hat, und den es nur in Hof gibt. In manchen Familien vererbte sich die Ausübung dieses Berufes von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.

Heutzutage ist der Wärschtlamo aus dem kulinarischen Leben der Stadt Hof nicht mehr wegzudenken.
Die meisten Wärschtla-Männer behaupten heute einen festen Standort. Dort stehen sie - meist ungeschützt gegen Wind und Wetter - zu jeder Jahreszeit. Früher waren ihnen jedoch feste Standorte überhaupt verboten, sie mussten "im Umherlaufen" ihre schmackhafte Ware loswerden.

Manche haben sich auf den Verkauf in Betrieben und größeren Bürohäusern spezialisiert. Mit durchdringendem Pfiff pflegen sie ihr Erscheinen kundzutun, wie es schon ihre Stammväter getan haben. Meist schallt dann auch noch der Ruf "Haaß sensa / kalt wernsa" wie ehemals durch das Treppenhaus.

Die typische Berufskleidung des Wärschtlamo ist seit eh und je eine wetterfeste zumeist "lederna Jubbm". Darunter trägt er eine "weisa Scherzn", auf dem Kopf die flachgedrückte "Patschkappn", über die linke Schulter den original Hofer Wurstkessel aus Messing und am linken Arm den Henkelkorb "voller Laabla".

Auch die Zubereitung der Wärschtla besticht durch eine besondere Note: Sie werden nicht im Wasser heiß gemacht, sondern im Dampf erhitzt, das gibt ihnen den besonderen Geschmack und das zum Genuss so anregende Aroma. Beheizt wird der Messingkessel mit glühender Holzkohle.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Hofer Wärschtlamo-Wärscht
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Weißenstadt

Im Herzen der Region Fichtelgebirge, im Tal der Eger, liegt das beschauliche Städtchen Weißenstadt. 1299 erstmals urkundlich erwähnt, ist der malerische Ort mit seinem Heilquellenkurbetrieb eine der ältesten Städte der Region und hat sich über Jahrhunderte hinweg zu einem ganz besonderen Flecken Erde entwickelt.

Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 ha der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Der allseits zugängliche See bietet dem Besucher Entspannung, Erholung und eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten. Der bequem begehbare 4 km lange Uferweg zählt bei Jung und Alt zu den meistbesuchten Spazierwegen im Fichtelgebirge und eignet sich auch bestens für Rollstuhlfahrer. Gönnen Sie sich eine Rast auf einer der Ruhebänke um den See und genießen Sie den herrlichen Blick auf den Großen Waldstein und den Schneeberg, dem höchsten Berg Nordbayerns.

In den letzten Jahren führten vor allem unsere interessanten Keller- und Stadtführungen zu großer Beliebtheit, sowie Einkaufsmöglichkeiten von Vollkornspezialitäten und Kräuterspirituosen. Weißenstadt bietet eine ausgeprägte Klimavielfalt. Hangwinde bringen gute Durchlüftung, ausreichend abendliche Abkühlung und gute Frischluftzufuhr. Im Sommer gibt es kaum Wärmebelastung, Kältereize treten häufiger auf (gut für Kurzwecke). Gem. DWD finden Sie ein gutes Bioklima.

In unserem 2007 erbauten Kurzentrum finden Sie unter anderem Radontherapien. Die medizinischen Anwendungen finden in Form von Radonwannenbädern, im Bewegungsbecken, als Inhalationen und Radontrinkkuren statt.

Weißenstadt
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Kirchenlamitz

Eingebettet im Tal der Lamitz liegt zwischen Epprechtstein und Kornberg die Stadt Kirchenlamitz. Stattliche Bürgerhäuser und drei Kirchen prägen das Ortsbild. Große Parkanlagen und Gewässer bieten dem Besucher Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung.
Sie erreichen Kirchenlamitz bequem mit der Eisenbahn aus allen Richtungen oder mit dem Auto über die A9 bzw. A 93. Zu Fuß benutzen Sie den Fränkischen Gebirgsweg. Sehenswert ist der alte, von Granit geprägte Ortskern oder die Burgruine Epprechtstein, in deren Umfeld Sie verlassene Steinbrüche und Deutschlands größtes Granitlabyrinth finden. Viele Vereine und gesellschaftliche Organisationen laden Sie gerne zu ihren Veranstaltungen ein.
Gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege führen Sie zu markanten Plätzen und in die entfernten Ortsteile. Dabei berühren Sie alte Burgen, Seen und kleine Schlösser. Ausgedehnte Touren unternehmen Sie zu den Gipfeln des Fichtelgebirges, zu kulturell bemerkenswerten Plätzen und in eine herrliche Naturlandschaft.

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Hohenberg a.d. Eger

Am östlichen Rand des Fichtelgebirges liegt das alte Sechsämterstädtchen Hohenberg an der Eger. Eine trutzige, turmbewehrte Markgrafenburg prägt das Stadtbild. Von den Türmen und dem nahe gelegenen Steinberg (653 m) bietet sich eine herrliche Fernsicht weit ins Egerland bis hin zum Erzgebirge.

Einst stand auf der Burg die Wiege der nordostbayerischen Porzellanindustrie. Karl Magnus Hutschenreuther gründete hier 1814 die erste Porzellanfabrik. Heute sorgen die Ökologische Bildungsstätte und eine Jugendherberge für Leben innerhalb der ehrwürdigen Mauern. Romantische Partien an der Eger laden zu Spaziergängen ein. Ein Besuch im Porzellanikon wird für viele zum Erlebnis. Zahlreiche gut markierte Rad- und Wanderwege führen in die schönsten Winkel des Sechsämterlandes und ins benachbarte Egerland.

Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn (Haltestelle Schirnding) oder mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 leicht zu erreichen.

Hohenberg a.d. Eger
"Was wir hier machen, ist bestenfalls ein Mosaikstein." Martin Süß im Schlafzimmer seiner 5-Sterne-Ferienwohnung.

"Was wir hier machen, ist bestenfalls ein Mosaikstein." Martin Süß im Schlafzimmer seiner 5-Sterne-Ferienwohnung.

"Uns muss klar werden, dass das hier kein Armenhaus ist." Stefan Gesell im Januar 2016 auf der Siebenquell Baustelle; die Eröffnung ist für Herbst 2016 geplant.

"Uns muss klar werden, dass das hier kein Armenhaus ist." Stefan Gesell im Januar 2016 auf der Siebenquell Baustelle; die Eröffnung ist für Herbst 2016 geplant.