Helmbrechts

Helmbrechts

Eine Stadt, die allen gehört

Von Michael Ertel, Jörg Raithel (Text) und Guerilla-Verein Helmbrechts, Stadt Helmbrechts (Fotos)

Die Guerilleros fallen ein. Ihre Taktik: Leerstand besetzen – um ihn neu zu beleben. Ihre erste Okkupation: Das alte Kesselhaus einer früheren Textilfabrik. Den großen, hohen Raum mit seinem Charme industriell verblasster Zeiten, mit seinen Rohren und radgroßen Drehventilen, mannshohen Bedienschränken und einem gewaltigen, klinkerverputzten Brennofen im Zentrum, haben sie in eine Partyzone verwandelt. Von der Balustrade auf der begehbaren Fläche des Brennofens überblickt man die illuminierte Szenerie. Im gesamten Raum und am Tresen drängen sich die Menschen und der wuchtige Sound der Anlage aktiviert das Kesselhaus wieder zu einem Kraftwerk.
Die Besetzung ist geglückt – und sie ist nicht illegal. Die rund zehn Initiatoren des Helmbrechtser Guerilla-Vereins haben in Kooperation mit der Stadt ihre Vorstellungen eines partytauglichen Leerstandmanagements realisiert. Seit drei Jahren gibt es verschiedene Aktionen mit DJs, Bands und Bier-Tasting. Und: „Die Leute fahren voll drauf ab, wir haben den Nerv getroffen“, sagt Guerilla-Kommandant Jo Baumann.
Unter das Partyvolk im Kesselhaus mischt sich gerne auch Andreas Sell. Der 33-Jährige gehört zu den Gästen, die ihre Heimatstadt neu schätzen gelernt haben – nachdem er sie nach dem Abitur zunächst für einige Zeit verlassen hatte. In München hat er studiert, den Master in Gebäudetechnik gemacht und erste Berufserfahrung gesammelt. Damit in der Tasche ist er in die Region zurückgekehrt. Aus gutem Grund. Seine Familie ist Inhaber der Sell GmbH, einem Unternehmen, das 1889 gegründet wurde und seitdem von Generation zu Generation weitergegeben wird. Andreas Sell verantwortet Vertrieb, Marketing und PR. Geschäftsführer ist sein Vater Hans,dessen Frau Kathrin und Andreas´ Bruder Michael sind ebenfalls in der Geschäftsleitung. Der einstige Flaschnerbetrieb ist heute ein bundesweit tätiger Spezialist für technische Gebäudeausstattung, verwirklicht komplexe Projekte für Wasser- und Wärmeanlagen sowie Leitungssysteme für Industrie, Gewerbe und Krankenhäuser. Mit 440 Mitarbeitern erwirtschaftet das Familienunternehmen Sell einen Umsatz von jährlich fast 55 Millionen Euro. Sell schwimmt auf einer Erfolgswelle. Dass das so ist, liegt auch am Standort Helmbrechts.
„Wir haben sehr treue und loyale Mitarbeiter, die eine langfristige Bindung zu unserem Unternehmen haben“, sagt Andreas Sell. „Und das ist sicherlich eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Firmenentwicklung.“ Ein „guter Kern“ als Personalstamm, der mit seinem Engagement den Familienbetrieb wachsen lässt. Vor drei Jahren hat Sell in Helmbrechts neu gebaut, hat fünfeinhalb Millionen Euro in ein neues Fertigungs- und Logistikgebäude investiert. Das zeigt: „Wir werden auch langfristig den Standort halten, denn hier schlägt unser Herz. Dieses Zeichen haben wir mit der Investition gesetzt.“
Der München-Rückkehrer sieht die Region – und insbesondere seine Heimatstadt – gut aufgestellt. Nachdem in der Vergangenheit durch einen schmerzhaften Strukturwandel viele Firmen – vor allem im Textilbereich weggebrochen sind, „hat es Helmbrechts geschafft, diese Lücken wieder zu schließen. Wir sind auf

einem sehr guten Weg“, sagt Andreas Sell. Mittlerweile gibt es in der 9.000-Einwohner-Stadt mehr berufliche Einpendler als Auspendler. Die modernen Unternehmen sorgen dafür, dass Helmbrechts ein äußerst attraktiver Arbeitsort geworden ist.
Viele Kräfte in der Stadt arbeiten daran, dass Helmbrechts auch ein attraktiver Ort zum Leben wird. Nicht zuletzt die lokal verwurzelten Firmen haben großes Interesse daran, auch die weichen Faktoren zu stärken und sich in die Entwicklung der Stadt einzubringen. Kulturelles Aushängeschild sind die Helmbrechtser Kulturwelten. Die elfte Auflage hat fast 14.000 Besucher in die Stadt gezogen. Das anspruchsvolle Programm bietet Konzerte im Bereich Blues, Jazz, Rock, Worldmusic und Kabarett. Organisator Heinz König – in der Stadtverwaltung unter anderem für Jugend und Kultur zuständig – hat es mit viel Enthusiasmus geschafft, die ganze Stadt für die Kulturreihe zu begeistern. Zu den Sponsoren gehören so gut wie alle Helmbrechtser Unternehmen und viele Privatleute. Ohne diese Unterstützung wären die Dimensionen des Kulturevents mit knapp fünfzig Veranstaltungen nicht zu realisieren.
Für Andreas Sell ein Beleg dafür, dass „hier alle an einem Strang ziehen. Es gibt in Helmbrechts viele Leute, die neue Ideen haben und dadurch die Attraktivität steigern“, ob es nun der Guerilla-Verein mit seinen Aktionen in den industriellen Leerständen sei, oder in größerem Rahmen die Kulturwelten. „Auch deshalb ist Helmbrechts eine reiche Stadt.“
Der Gemeinsinn bringt Helmbrechts voran – in kulturellen, gesellschaftlichen, sozialen und städtebaulichen Belangen. Für Bürgermeister Stefan Pöhlmann ist das der „zentrale Begriff, bei dem alle gemeinsam versuchen, etwas zu bewegen“. Die gute Kommunikation zwischen Wirtschaft, Kommune und Bürgern macht die Marke Helmbrechts aus. Nur so entsteht ein Lebensumfeld, in dem sich alle wiederfinden und wohlfühlen. Und die stabile wirtschaftliche Lage gibt der Stadt den notwendigen Spielraum, Projekte neu zu entwickeln, aktiv anzustoßen und zu fördern. Denn: In den vergangenen sieben Jahren kam die Kommune ohne neue Kreditaufnahme aus – hat sogar Schulden getilgt und die Investitionen stetig auf einen Rekordwert erhöht. Eine konstant auf hohem Niveau sprudelnde Gewerbesteuerquelle macht das möglich.
Investiert wird beispielsweise in das Stadtumbaugebiet „Wohnen am Volkspark“. Fast in Zentrumslage hat die Stadt ein siebeneinhalb Hektar großes Baugebiet ausgewiesen, das den künftigen Bauherrn größte architektonische Gestaltungsfreiheit lässt. „Dem modernen, individuellen Bauen sind hier keine Grenzen gesetzt“, betont Pöhlmann. „Wir haben den Bebauungsplan so aufgestellt, dass alle Bauformen möglich sind. Damit liegen wir im Trend – und öffnen auch avantgardistischen Entwürfen die Tür.“
Ebenso ambitioniert konzentriert sich die Kommune auf die Innenstadt. Hausbesitzer werden durch kommunale Förderprogramme dazu animiert, ihre Häuser zu sanieren. Dort, wo einst Geschäfte waren, werden Schaufenster zurückgebaut, Wände und Fenster eingezogen, alter Bestand im Erdgeschoss in Büroraum

und in den weiteren Stockwerken in modernen Wohnraum verwandelt. Sind die alten Schaufensterflächen verschwunden, wird ein Gebäude ganz anders wahrgenommen. Es ist nicht Leerstand, es ist potenzieller Wohnraum. Pöhlmann nennt das einen "neuen Innenstadt-Standard". Einer, der vor allem junge Leute reizen kann, in eine schicke Altbauwohnung mitten in der Stadt zu ziehen.
Eigeninitiativen unterstützen, Ideen fördern, möglichst viel Engagierte aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbinden: Für Helmbrechts sind vor allem der Dialog und Austausch unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen grundlegend. Auch Axel Zuleeg, CEO des Unternehmens Kunststoff Helmbrechts (KH) und Chef von 1.700 Mitarbeitern, bringt sich gern in die Kommunikation ein. Er ist in Helmbrechts geboren, aufgewachsen und fest verwurzelt: „Wir alle wollen gemeinsam etwas für eine lebendige Stadt tun.“
Die Kulturwelten sind für Zuleeg „ein Glücksfall“. Und das rege gesellschaftliche Leben fördert sein Unternehmen mit vielfältigem Sponsoring der Vereine. Voraussetzung, sich lokal zu engagieren, ist jedoch zunächst der eigene Unternehmenserfolg: Die KH Group ist Systemanbieter für Kunststoffkomponenten mit High-Tech-Oberflächen. Als Automotive-Zulieferer belegt sie einen Spitzenplatz. Zu ihren Kunden zählen so gut wie alle renommierten Autohersteller: Audi, Bentley, BMW, Mercedes, Rolls Royce, Maserati, Jaguar, VW. Tochterunternehmen der KH Group finden sich in China, Mexiko und Tschechien.
Trotz der weltweiten Aktivitäten des Unternehmens liegt für Zuleeg die Wiege des Unternehmens in Helmbrechts. Hier ist man der bedeutendste Arbeitgeber, findet gute Rahmenbedingungen vor. Der Bedarf an jungen Nachwuchskräften ist groß. Nicht zuletzt deshalb ist Axel Zuleeg wichtig, dass „die Stadt eine sympathische Ausstrahlung hat“. Und: „Das Verhältnis von Einkommen zu Lebenshaltungskosten ist hier viel besser als in Großstädten. In Helmbrechts kann man Wohlstand entwickeln.“ Die Kombination aus Arbeits- und Lebensumfeld ist hervorragend. Dieses Umfeld schaffen junge Leute, die ihre eigenen Ideen umsetzen – mit Unterstützung der Stadt: Musikfestivals wie das „Betore-Festival“ oder „Hinterhof Rock“, das „Filmwerk-Kino“ im alten Gebäude einer Textilmanufaktur, die „Guerilla-Kneipe“. Es gibt viele Engagierte, die in ihrer Heimatstadt etwas auf die Beine stellen. Wie Jo Baumann: Als Flugbegleiter bei Air China pendelt der 32-Jährige zwischen den Welten – und doch findet der Guerillero immer wieder den Weg zurück nach Helmbrechts.

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Arzberg

Arzberg, 479 m hoch über dem Meeresspiegel gelegen hat rd. 5500 Einwohner. Deutschlands älteste Nagelfabrik, die Herstellung feinster Elisen-Lebkuchen und eine moderne Fleisch- und Wurstwarenfabrikation bilden das Hauptgewerbe der Stadt. Aus westlicher Richtung ist Arzberg über die Autobahn A9 und die Bundesstraße 303, die sogenannte Fichtelgebirgsstraße, bequem und schnell erreichbar. Aus Richtung Nord und Süd gelangt man über die Autobahn A93 und die Bundesstraßen B15 und B303 in den Ort. Arzberg besitzt einen Bahnhof an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger-Prag. Der Grenzübergang Schirnding zu Tschechien ist nur ca. 5 Kilometer entfernt. Deshalb ist Arzberg der ideale Ausganspunkt für Fahrten in das böhmische Bäderdreieck Franzensbad, Marienbad und Karlsbad. Aber auch in den Kernstock des Fichtelgebirges und in den Naturpark Steinwald ist es nicht weit. Die naturnahe Mittelgebirgslandschaft bietet vielzählige Freizeitmöglichkeiten zu allen Jahreszeiten für die ganze Familie: Skisport, ganz gleich ob alpin oder nordisch erschließen etwa im Bereich von Ochsenkopf, Kornberg oder Mehlmeisel die einmalige Winterlandschaft. Die charakteristischen Felsenlabyrinthe des Fichtelgebirges sind über ein engmaschiges Wanderwegenetz erreichbar.

Arzberg
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Münchberg

Münchberg, das ist keine Großstadt, allerdings eine Kleinstadt groß in ihrer Bedeutung, denn Münchberg, das ist:
1. das Tor zum Fichtelgebirge und Frankenwald
2. eine gewachsene und anerkannte Stadt der Textilindustrie
3. ein vielbeachtetes kulturelles Zentrum
4. eine weithin ausgewiesene Schulstadt
und zusätzlich eingebunden in eine entwickelte Infrastruktur.

Die Stadt Münchberg bietet auch ein weitgestreutes Angebot für nahezu alle Bedürfnisse der Freizeitgestaltung. Münchberg ist mit knapp 11.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Hof. Die flächenmäßige Ausdehnung von 68,79 qkm umfasst neben dem reinen Stadtbereich auch zahlreiche Ortsteile. Münchberg selbst, eingebettet inmitten der Münchberger Gneishochfläche, bildet das Tor zu Fichtelgebirge und Frankenwald, zwei Höhenzüge, die das Umland natürlich begrenzen. Somit gerät unsere Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Ausflüge und Erkundungen in diese waldreichen, von herrlichen Tälern durchzogenen, stets erholsamen Mittelgebirgszüge Nordostoberfrankens.

Zudem ist Münchberg gewachsene und anerkannte Heimstätte der Textilindustrie, die, entstanden aus der früher hier betriebenen Hausweberei, zahlreiche Textilbetriebe beherbergt, welche den Namen unserer Stadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntmachen. Münchberger Textilien und deren Herstellungsfirmen genießen einen hervorragenden Ruf. Mit Recht können wir behaupten, dass Münchberg einer der kulturellen Mittelpunkte des Landkreises Hof ist. So sind z.B. die Münchberger Sommerkonzerte oder die Bachtage weit bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Kunstbeflissene halten sich gerne im Bürgerzentrum auf, wo regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen stattfinden. Sehenswert ist der im Stadtpark gelegene GeoPark, der seine Besucher anhand von Schautafeln über den Aufbau und die Gesteinsvorkommen der Münchberger Gneismasse und der umliegenden Gebirgszüge informiert. Bei einem Spaziergang durch den Waldlehrpfad im Stadtwald erfährt man spielerisch viel Wissenswertes über den Wald im Fichtelgebirge.

Stolz sind wir in Münchberg auch auf unsere schulischen Einrichtungen: Unter anderem nehmen der Campus Münchberg der Hochschule Hof, die Staatl. Berufsschule für Textilberufe, die Staatl. Fachschule für Textiltechnik sowie die Staatl. Fachschule für Textilbetriebswirtschaft eine herausragende Stellung in Bayern ein, sind sie doch die einzigen Einrichtungen dieser Art in unserem Bundesland und unterstreichen damit unsere unmittelbare Verbindung zu allen Belangen der Textilindustrie.

Münchberg
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Bad Steben

Naturverbunden, romantisch und herzlich - so präsentiert sich die Marktgemeinde Bad Steben. Kraft tanken,ausspannen und einfach das Leben genießen gelingt spielend. Hier verbinden sich Tradition und Moderne: Das stilvolle Kurzentrum mit der Säulenwandelhalle aus dem frühen 20. Jahrhundert ist von einem blumenreichen, großzügigen Kurpark umgeben. Harmonisch fügen sich die neue Therme und die moderne Spielbank Bad Steben in das verträumte Gesamtbild des Ortes ein. Die alte Wehrkirche St.Walburga und die Lutherkirche gehören zu den kulturhistorischen bzw. architektonischen Kleinodien der weiteren Region. Bereits der große Naturforscher Alexander von Humboldt, der mehrere Jahre in Bad Steben gelebt hat und hier eine Bergbau-Schule gründete, schrieb: „Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder!"

Besonders sehenswert ist auch das Grafik Museum Stiftung Schreiner im Kurhaus. Die Sammlung setzt wichtige Akzente in der Präsentation zeitgenössischer Grafik. Abends wird das Kurhaus zur glanzvollen Bühne für Konzerte, Theater, Kabarett und Lesungen. Freunde des Spiels verbringen einen anregenden Abend in der Spielbank Bad Steben, wo das Glück in modernem Ambiente bei Roulette, Black Jack oder beim Automatenspiel gefordert wird. Darüber hinaus bieten zahlreiche Feste sowie die beiden großen Kirchweihmärkte eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten.

Das Motto in Bad Steben lautet: „mit allen Sinnen genießen."
Im luxuriösen Wellness-Zentrum der Therme Bad Steben locken wohltuende Sinneserlebnisse. Herrlicher Badespaß, wohltuende Saunafreuden, Gesundheitsvorsorge und kulinarische Erlebnisse bereiten hier Entspannung für Körper und Seele.

Bad Steben hat mehr zu bieten - Bad Steben ist ein Ort für alle Generationen!
Bad Steben ist auch ein Ort für Familien: Von Kinderkrippe über Kindergarten bis hin zum Hort stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. In einer modernen, großzügigen und erst vor kurzem sanierten Grundschule lernen die Kinder beinahe spielerisch. In zahlreichen Sportvereinen und Organisationen haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bzw. einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Jeder der fünf Ortsteile verfügt über einen Kinderspielplatz und Bus, Bahn sowie Taxi ermöglichen ohne eigenes Auto zueinander oder hinaus in die Welt zu kommen. Und auch im Herbst des Lebens ist Bad Steben ein Ort, der mit betreutem Wohnen, ambulanten Pflegediensten und einer stationären Pflegeeinrichtung alles zu bieten hat um die „goldenen Jahre" genießen zu können. Hier fühlen sich die Generationen wohl!

Bad Steben
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Höchstädt

Die Gemeinde Höchstädt, im Herzen des Fichtelgebirges gelegen, wurde erstmals im Jahre 1298 urkundlich erwähnt. Jedoch ist Höchstädt sicher älter; das Dorf wurde an einer alten Handelsstraße errichtet, die bereits im 11. Jhd. bestand. Bis zur Mitte des 19. Jhd. hatte sich der langgezogene Ortskern mit den Ortsteilen Braunersgrün, Rügersgrün, Witzlebensmühle und Tännig gebildet. Geprägt wird das Ortsbild vor allem durch die Peter-und-Paul-Kirche in der Mitte und dem Rohrer´schen Schloßgut im Oberen Dorf, welches noch als Schloßmuseum besichtigt werden kann. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, wie auch der neue grenzüberschreitende Radweg, laden zu ausgiebigen Touren durch die schöne Mitte des Fichtelgebirges ein. Über die Anbindung an die A 93 ist Höchstädt gut zu erreichen.

Höchstädt
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Rindfleischwurst

Hofer Rindfleischwurst ist eine rohe Streichwurst. In ihrer Konsistenz ist sie etwas gröber als eine Teewurst, jedoch feiner als eine Mettwurst. Als Hauptbestandteil enthält sie viel (mageres) Rindfleisch und ist deshalb besonders hochwertig. Der feine Geschmack erhält durch das Anräuchern über Buchenholz eine rauchige, schinkenähnliche Note. Diese feine Wurstspezialität wird nur in der Stadt und im Landkreis Hof / Saale hergestellt. Sie ist in Name und Herkunftsbezeichnung als regionaltypisches Produkt mit geographischer Ursprungsbezeichnung markenrechtlich geschützt.

Hofer Rindfleischwurst besitzt im abgegrenzten geographischen Gebiet von Stadt und Landkreis Hof eine über 50-jährige Tradition. Als ihr Erfinder gilt Metzgermeister Hans Militzer, der 1950 erstmals die Rezeptur der Rindfleischwurst entwickelte. Diese Tradition setzte sein ehemaliger Geselle Gottfried Rädlein fort, der die Rindfleischwurst von 1962 bis 1993 im eigenen Betrieb in Hof produzierte und diese weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte. Wegen seines äußerst fettarmen Ausgangsmaterials war und ist die Hofer Rindfleischwurst ein besonderes gut bekömmliches Produkt, das seinerzeit sogar von Ärzten für den Verzehr empfohlen wurde.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Zutaten: Rindfleisch, Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürze, Buchenholzrauch
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Quärkla

Der Quärkla ist ein fettarmer Sauermilchkäse, der nach einer längeren Reifezeit glasig-gelb wird und einen deftig-würzigen Geschmack annimmt. Im Fichtelgebirge und im Frankenwald wird er in einigen bäuerlichen Direktvermarktungsbetrieben sowie von vielen Hausfrauen noch selber hergestellt. Man isst ihn gerne mit Kümmel gewürzt zum kräftigen Landbrot. Besonders beliebt ist er als Kelleressen zum frischen Bier.

Die Herstellung des Quärkla oder Kuhkäses erinnert an die Rezeptur des bekannteren Harzer Käses. Man benötig dazu einen guten Bauernquark. Früher wurde Quark aus Rohmilch oder Vorzugsmilch in vielen Haushalten noch selber hergestellt. Heutige Hygienebestimmungen lassen aber den Verkauf der unbehandelten Milch nicht mehr zu. Man lässt den Quark gut abtropfen, formt kleine, handtellergroße Laibe daraus und legt sie auf ein mit Pergament bedecktes Holzbrett, deckt sie mit einem Küchentuch ab und lässt sie in der nicht zu warmen Küche mehrere Tage reifen. Zwischendurch werden die kleinen Käse mehrmals gewendet. Nach einer Woche schichtet man sie in eine Schüssel, deckt sie mit einem Tuch ab und stellt sie kalt.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

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Fränkische Bratwurst

Jeder kennt sie und (fast) alle liebe sie. Sie schmeckt nach unbeschwerten Stunden, ob als schnelle Zwischenmalzeit einfach auf die Hand, ob zur gemütlichen Brotzeit oder mit Kraut und Bratkartoffeln zum Mittagessen, ob auf der Kerwa, dem Bierkeller oder verlockend duftend vom Grill an einem warmen Sommerabend: die Bratwurst verführt und weckt alle Sinne. Mit gewissem Recht wird die Bratwurst seit jeher als der oberfränkische Wurstklassiker schlechthin geführt. In keiner Region ist die Geschichte der herzhaften Wurst präsenter, nirgendwo ist ihre Vielfalt größer als hier. Bratwürste sind das Aushängeschild nahezu aller oberfränkischen Metzgereien und die Leibspeise der Franken schlechthin.
Die meisten oberfränkischen Bratwürste sind relativ dick und von mittlerer Länge (15 - 20 mm Durchmesser, ca. 20 - 25 cm Länge). In Coburg beträgt das Bratwurstmaß traditionell sogar stolze 31 cm. Wie die Hofer sind sie allerdings deutlich dünner als z.B. die Bamberger mittelgrobe Bratwurst. Gefüllt werden die schmackhaften Würste mit gut ausgewähltem Schweinebauch und magerem Schweinefleisch. In manchen Regionen wird Kalb- oder Rindfleisch dazugegeben. Neben verschiedenen Fragen der Würzbeigabe - ob mit Majoran, nur mit Pfeffer und Kümmel oder aber einem Hauch von Knoblauch und Zitrone - spielt die Konsistenz der Wurstfülle eine besondere kulturgeschichtliche Rolle. So wurde die grobe Bratwurst vor allem in den evangelischen Regionen Oberfrankens angeboten; die mittelgrobe bis feine dagegen stammte aus den katholischen Gebieten.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Fränkische Bratwurst
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Hofer Wärschtlamo-Wärscht

Die Tradition der Hofer Wärschtla-Männer geht auf das Jahr 1881 zurück. Ein noch heute bestehender Fleischerbetrieb kam damals auf die Idee, einen Mitarbeiter namens Johann Georg Jahn in der Stadt mit "haßn Hofern" auf Tour zu schicken. Dazu musste aber erst noch der originale Hofer Messing-Wurstkessel erfunden und das typische "Wärschtlamo-Oziezeich" kreiert werden. Mit Fug und Recht darf also der "Jahns-Gerch" als der Stammvater der Hofer Wärschtlamänner bezeichnet werden. Der Wärschtlamo ist also ein Berufsstand, der in Hof eine lange Tradition hat, und den es nur in Hof gibt. In manchen Familien vererbte sich die Ausübung dieses Berufes von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.

Heutzutage ist der Wärschtlamo aus dem kulinarischen Leben der Stadt Hof nicht mehr wegzudenken.
Die meisten Wärschtla-Männer behaupten heute einen festen Standort. Dort stehen sie - meist ungeschützt gegen Wind und Wetter - zu jeder Jahreszeit. Früher waren ihnen jedoch feste Standorte überhaupt verboten, sie mussten "im Umherlaufen" ihre schmackhafte Ware loswerden.

Manche haben sich auf den Verkauf in Betrieben und größeren Bürohäusern spezialisiert. Mit durchdringendem Pfiff pflegen sie ihr Erscheinen kundzutun, wie es schon ihre Stammväter getan haben. Meist schallt dann auch noch der Ruf "Haaß sensa / kalt wernsa" wie ehemals durch das Treppenhaus.

Die typische Berufskleidung des Wärschtlamo ist seit eh und je eine wetterfeste zumeist "lederna Jubbm". Darunter trägt er eine "weisa Scherzn", auf dem Kopf die flachgedrückte "Patschkappn", über die linke Schulter den original Hofer Wurstkessel aus Messing und am linken Arm den Henkelkorb "voller Laabla".

Auch die Zubereitung der Wärschtla besticht durch eine besondere Note: Sie werden nicht im Wasser heiß gemacht, sondern im Dampf erhitzt, das gibt ihnen den besonderen Geschmack und das zum Genuss so anregende Aroma. Beheizt wird der Messingkessel mit glühender Holzkohle.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Hofer Wärschtlamo-Wärscht
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Weißenstadt

Im Herzen der Region Fichtelgebirge, im Tal der Eger, liegt das beschauliche Städtchen Weißenstadt. 1299 erstmals urkundlich erwähnt, ist der malerische Ort mit seinem Heilquellenkurbetrieb eine der ältesten Städte der Region und hat sich über Jahrhunderte hinweg zu einem ganz besonderen Flecken Erde entwickelt.

Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 ha der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Der allseits zugängliche See bietet dem Besucher Entspannung, Erholung und eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten. Der bequem begehbare 4 km lange Uferweg zählt bei Jung und Alt zu den meistbesuchten Spazierwegen im Fichtelgebirge und eignet sich auch bestens für Rollstuhlfahrer. Gönnen Sie sich eine Rast auf einer der Ruhebänke um den See und genießen Sie den herrlichen Blick auf den Großen Waldstein und den Schneeberg, dem höchsten Berg Nordbayerns.

In den letzten Jahren führten vor allem unsere interessanten Keller- und Stadtführungen zu großer Beliebtheit, sowie Einkaufsmöglichkeiten von Vollkornspezialitäten und Kräuterspirituosen. Weißenstadt bietet eine ausgeprägte Klimavielfalt. Hangwinde bringen gute Durchlüftung, ausreichend abendliche Abkühlung und gute Frischluftzufuhr. Im Sommer gibt es kaum Wärmebelastung, Kältereize treten häufiger auf (gut für Kurzwecke). Gem. DWD finden Sie ein gutes Bioklima.

In unserem 2007 erbauten Kurzentrum finden Sie unter anderem Radontherapien. Die medizinischen Anwendungen finden in Form von Radonwannenbädern, im Bewegungsbecken, als Inhalationen und Radontrinkkuren statt.

Weißenstadt
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Kirchenlamitz

Eingebettet im Tal der Lamitz liegt zwischen Epprechtstein und Kornberg die Stadt Kirchenlamitz. Stattliche Bürgerhäuser und drei Kirchen prägen das Ortsbild. Große Parkanlagen und Gewässer bieten dem Besucher Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung.
Sie erreichen Kirchenlamitz bequem mit der Eisenbahn aus allen Richtungen oder mit dem Auto über die A9 bzw. A 93. Zu Fuß benutzen Sie den Fränkischen Gebirgsweg. Sehenswert ist der alte, von Granit geprägte Ortskern oder die Burgruine Epprechtstein, in deren Umfeld Sie verlassene Steinbrüche und Deutschlands größtes Granitlabyrinth finden. Viele Vereine und gesellschaftliche Organisationen laden Sie gerne zu ihren Veranstaltungen ein.
Gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege führen Sie zu markanten Plätzen und in die entfernten Ortsteile. Dabei berühren Sie alte Burgen, Seen und kleine Schlösser. Ausgedehnte Touren unternehmen Sie zu den Gipfeln des Fichtelgebirges, zu kulturell bemerkenswerten Plätzen und in eine herrliche Naturlandschaft.

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Hohenberg a.d. Eger

Am östlichen Rand des Fichtelgebirges liegt das alte Sechsämterstädtchen Hohenberg an der Eger. Eine trutzige, turmbewehrte Markgrafenburg prägt das Stadtbild. Von den Türmen und dem nahe gelegenen Steinberg (653 m) bietet sich eine herrliche Fernsicht weit ins Egerland bis hin zum Erzgebirge.

Einst stand auf der Burg die Wiege der nordostbayerischen Porzellanindustrie. Karl Magnus Hutschenreuther gründete hier 1814 die erste Porzellanfabrik. Heute sorgen die Ökologische Bildungsstätte und eine Jugendherberge für Leben innerhalb der ehrwürdigen Mauern. Romantische Partien an der Eger laden zu Spaziergängen ein. Ein Besuch im Porzellanikon wird für viele zum Erlebnis. Zahlreiche gut markierte Rad- und Wanderwege führen in die schönsten Winkel des Sechsämterlandes und ins benachbarte Egerland.

Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn (Haltestelle Schirnding) oder mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 leicht zu erreichen.

Hohenberg a.d. Eger
"Das Verhältnis von Einkommen zu Lebenshaltungskosten ist hier viel besser als in Großstädten. In Helmbrechts kann man Wohlstand entwickeln."<br /> Axel Zuleeg, CEO der Kunststoff Helmbrechts AG

"Das Verhältnis von Einkommen zu Lebenshaltungskosten ist hier viel besser als in Großstädten. In Helmbrechts kann man Wohlstand entwickeln."
Axel Zuleeg, CEO der Kunststoff Helmbrechts AG

"Helmbrechts hat es geschafft, die Lücke nach dem Strukturwandel zu schließen."<br /> Andreas Sell, Mitglied der Geschäftsleitung der Sell GmbH

"Helmbrechts hat es geschafft, die Lücke nach dem Strukturwandel zu schließen."
Andreas Sell, Mitglied der Geschäftsleitung der Sell GmbH

"Die gute Kommunikation zwischen Wirtschaft, Kommune und Bürgern macht die Marke Helmbrechts aus."<br /> Stefan Pöhlmann, Bürgermeister

"Die gute Kommunikation zwischen Wirtschaft, Kommune und Bürgern macht die Marke Helmbrechts aus."
Stefan Pöhlmann, Bürgermeister

Die Helmbrechtser Kulturwelten haben längst Kultstatus erreicht. Rund fünfzig Veranstaltungen standen in der vergangenen Saison auf dem Plan, fast 14.000 Besucher kamen.

Die Helmbrechtser Kulturwelten haben längst Kultstatus erreicht. Rund fünfzig Veranstaltungen standen in der vergangenen Saison auf dem Plan, fast 14.000 Besucher kamen.

"Die Leute fahren voll drauf ab, wir haben den Nerv getroffen."<br /> Jo Baumann (links), Vorsitzender des Helmbrechtser Guerilla-Vereins und Mitorganisator Andreas Will im Kesselhaus.

"Die Leute fahren voll drauf ab, wir haben den Nerv getroffen."
Jo Baumann (links), Vorsitzender des Helmbrechtser Guerilla-Vereins und Mitorganisator Andreas Will im Kesselhaus.

Kreativer Umbau: Auf dem Gelände einer ehemaligen Weberei im Zentrum von Helmbrechts ist ein neues Areal für Open-Air-Veranstaltungen entstanden.

Kreativer Umbau: Auf dem Gelände einer ehemaligen Weberei im Zentrum von Helmbrechts ist ein neues Areal für Open-Air-Veranstaltungen entstanden.