Vom Kleiderschrank zum Hightex-Standort

Hochfränkische Unternehmer und Gründer erkennen die Potenziale technischer Textilien – und entwickeln sie zu hochleistungsfähigen Werkstoffen. Eine traditionsreiche Branche wagt den Umbruch und springt technologisch in die Moderne. Drei Beispiele.

Von Michael Ertel

Über mehr als ein Jahrhundert stand der „Kleiderschrank der Welt“ im hohen Norden Bayerns. Er wurde gefüllt von den vielen Hauswebereien im Frankenwald und rundum Hof. Angetrieben durch eine technische Revolution, den Jacquard-Webstuhl, bildeten sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts industrielle Strukturen, die zu einer Blüte der oberfränkischen Textilproduktion führten. Die mechanisch hergestellten Gewebe, meist in Form von aufwendig und kreativ gemusterten Schals und Tüchern, gingen in alle Welt– als „schwere Ponchos für die Indianer Südamerikas“, „Lendentücher für Zulus“ oder „bunte Waffeltücher für die Australierin“, wie 1921 der Chronist Hans Seiffert über die Textilstadt Helmbrechts schrieb. Diese glorreiche Epoche des einstmals die Region dominierenden Wirtschaftszweiges ist längst Geschichte. Der Beginn des Ersten Weltkrieges machte der florierenden Exportwirtschaft ein jähes Ende. Und der vielbesagte und durchlittene regionale Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte setzte die traditionsreichen Manufakturen weiter unter Druck. Billigkonkurrenz aus Fernost sorgte dafür, dass sich in Hochfranken viele Fabriktore für immer schlossen und Tausende Arbeitsplätze verloren gingen. Dennoch, totzukriegen war die heimische Textilindustrie nie. In Oberfranken arbeiten immer noch rund 11.000 Menschen in der Textilbranche. Mit fast 1,9 Milliarden Euro trägt die Region 40 Prozent des in der bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie erwirtschafteten Jahresumsatzes und macht den Freistaat, nach Nordrhein-Westfalen, in dieser Branche zum bundesweit zweitgrößten Standort. Die Qualität der Produkte ist bis heute überzeugend. Noch immer finden sie ihren Platz auf dem Weltmarkt, noch immer ist die Begeisterung im Umgang mit Garnen, Geweben und Designs vielerorts zu spüren; sei es für modische Kleidung in allen Facetten, Schals und Accessoires oder designorientierte Stoffe für Polstermöbel und Wohnungsdekoration. Es ist die Qualität, die zählt. Gleichzeitig ist sich die Branche bewusst, dass sie neue Produkte braucht und neue Wege gehen muss, um in Zukunft auf dem internationalen Markt bestehen zu können.

Technische Textilien ersetzen konventionelle Werkstoffe

Künftig wird es vor allem um die Entwicklung textiler Materialien für verschiedenste Industrieanwendungen gehen. In der Produktion technischer Textilien sehen Unternehmen wie die Sandler AG den Weg in die Zukunft. Schon heute erwirtschaftet die deutsche Textilindustrie rund 60 Prozent ihres Umsatzes mit technischen Textilien, betont der Sandler-Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Heinrich Sandler, der gleichzeitig Präsident des Verbandes der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie ist. Die Sandler AG ist mit einem Jahresumsatz von fast 300 Millionen Euro einer der großen Spiele rauf dem Weltmarkt für Vliesstoffe. Und am Unternehmenssitz in Schwarzenbach an der Saale hat man die neuen Potenziale erkannt.

Einst einfache Produkte für Polster und Reinigungsanwendungen aus Synthetik- und Naturfasern hat das familiengeführte Unternehmen zu Hightech-Werkstoffen weiterentwickelt. Vliesstoffe basieren auf einer Vielzahl feinster Fasern aus synthetischen oder nachwachsenden Rohstoffen, die zu einer offenporigen Struktur verbunden werden – mal fest miteinander verpresst, mal locker miteinander verbunden. Und eben diese Struktur ist das Geheimnis dieser Textilien, durch sie werden dem Material die unterschiedlichsten Eigenschaften verliehen: weich und anschmiegsam, schmutzaufnehmend und saugstark, formstabil und konturtreu, absorbierend und dämmend oder atmungsaktiv und rückformend. Technische Vliesstoffe von Sandler sind vertreten in der Bauindustrie, in der Filtrationstechnik, vor allem aber im Automotive-Bereich. Sie finden sich beispielsweise in der Türseitenverkleidung, dem Dachhimmel, in der Armaturentafel, als Säulenverkleidung oder im Motorraum. Durch sein geringes Gewicht leistet das Material einen enormen Beitrag zum Leichtbau. Gleiches gilt für ein neuartiges, sehr leichtes Vlies-Carbon-Verbundmaterial, das für komplette Automobil-Formteile eingesetzt werden kann. Dazu werden eigensteife Vliesplatten ein- oder beidseitig mit einer Deckschicht aus carbon- oder glasfaserverstärkten Kunststoffen versehen. So entstehen biegesteife Hightech-Materialien, die im Unterboden und Dachhimmel oder auch als Karosserieteile angewendet werden. Da sie verformbar sind, lassen sie sich den jeweiligen Bauteilkonturen optimal anpassen. Für den Baubereich hat Sandler ein technisches Textil entwickelt, dass der Isolation in Wohngebäuden, Industriehallen und Büroräumen dient. Aufgrund seiner hervorragenden Dämmwirkung kommt der Werkstoff in Fassaden, Dächern und Innenwänden zum Einsatz. Der Effekt ist ein sehr effizienter Wärmeschutz, der hilft, Energiekosten spürbar zu senken. Dr. Christian Heinrich Sandler, der das mehr als 130 Jahre alte Traditionsunternehmen in der vierten Generation führt, sieht die Zukunft der Branche in der Entwicklung textiler Innovationen. Bautextilien erschließen zunehmend Bereiche, die bisher von klassischen Werkstoffen wie Stahl, Holz oder Glas geprägt seien. „Der weltweite Vliesstoffmarkt mit neuen wirtschaftlichen und qualitativen Produkt- und Anwendungsanforderungen verlangt nach neuen Wegen.“

Neuartige textile Raumstrukturen

Neue Wege hat auch Alexander Schmidt beschritten. Zum einen leitet er gemeinsam mit seinem Bruder Andreas in der bereits fünften Generation das Familienunternehmen V. Fraas, einen renommierten Traditionshersteller modischer und hochwertiger Schals und Tücher. Zum anderen widmet er sich seit 2008 mit dem Tochterunternehmen V. Fraas Solutions in Textile dem völlig neuen Produktsegment industriell anwendbarer textiler Lösungen. Schmidt entwickelt mit seinem jungen Unternehmen gewirkte Textilien mit zwei- und dreidimensionalen Strukturen.

Deren Tragfähigkeit sei beispielsweise im Verbund mit Beton oder Kunststoff enorm. Dafür setzt man Hochleistungsfäden aus Carbon, Aramid, Glas, Basalt und Keramik ein. Als eines der lukrativsten Geschäftsfelder hat der 42-Jährige vor allem den Baubereich im Visier. Mit dem Produkt SITgrid, einem neuartigen technischen Textil mit räumlicher Struktur, lässt sich Textilbeton realisieren, der konventionellem Stahlbeton in vielen Bereichen überlegen sei.
„Diese textile Lösung ersetzt Stahl komplett als Betonbewehrung“, sagt Schmidt. Die prinzipiellen Vorteile des Textilbetons wie geringes Gewicht, Korrosionsbeständigkeit, Wasserundurchlässigkeit und extrem hohe Zugfestigkeit seien so bestechend, dass sie eine ganze Bautechnologie revolutionieren könnten. Schmidt wittert die große Chance für sein Produkt vor allem im hohen Sanierungsstau. „Allein in Deutschland müssen 70.000 Brücken dringend saniert werden. Dafür ist Textilbeton prädestiniert.“

Texlock lässt Stahl alt aussehen

Stahl durch ein neues Textil zu ersetzen, das hat sich auch Suse Brand vorgenommen. Sie hat in Halle Design studiert – doch von Hof aus treibt sie im Team mit der Textilingenieurin Roxana Miksch und dem Betriebswirtschaftler Robert Meier die Gründung eines Start- Ups voran. Unter dem Namen Texlock entwickeln die drei eine neue textile Materialkombination für aufbruchsichere Seile. „Die bisherige Logik der Diebstahlsicherung besagt, dass Sicherheit auf Kosten des Gewichtes und der Flexibilität gehe. Folglich gilt derzeit nur ein schweres Schloss als gutes Schloss“, erklärt die 31-Jährige. Diese Logik will das Gründerteam mit einem völlig neuen technischen Textil durchbrechen, das schnittfest, feuerresistent und extrem stabil ist. „Unser Schloss ist um 70 Prozent leichter als ein herkömmliches Bügel- oder Faltschloss aus Stahl – und das bei einer weit höheren Aufbruchsicherheit. Das Material hat den großen Vorteil, dass es sich nicht wie ein Stahlseil mit einem einfachen Bolzenschneider durchtrennen lässt.“ Welche Materialien dafür konkret verwendet werden, darüber schweigen sich die Gründer aus. Der flexible Strang soll bei der Sicherung von Gegenständen wie Fahrrädern und Booten Anwendung finden. Er könne aber ebenso ein echtes Lifestyle-Produkt im Outdoor- und Freizeitbereich sein. „Das Design und eine komfortable Handhabung sind dafür ebenso wichtig wie eine sehr hohe Qualität“, sagt Brand. Derzeit erhält das Start-Up ein Gründerstipendium der Hochschule Hof und Förderung vom Bundeswirtschaftsministerium. „Wir sind jetzt im Übergang von der Gründungsidee hin zu einem wirklichen Unternehmen.“ Dabei werden die Jungunternehmer von Professoren der Hochschule und externen Mentoren unterstützt. Im Moment entwickelt das Dreier- Team noch das Produkt, feilt am Businessplan und geht auf Investorensuche. „Wir sind zielstrebig und haben sehr konkrete Vorstellungen, wo wir hin wollen“, so Brand. Spätestens Ende 2016 möchte sich Texlock auf dem Hightex-Markt präsentieren.

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Arzberg

Arzberg, 479 m hoch über dem Meeresspiegel gelegen hat rd. 5500 Einwohner. Deutschlands älteste Nagelfabrik, die Herstellung feinster Elisen-Lebkuchen und eine moderne Fleisch- und Wurstwarenfabrikation bilden das Hauptgewerbe der Stadt. Aus westlicher Richtung ist Arzberg über die Autobahn A9 und die Bundesstraße 303, die sogenannte Fichtelgebirgsstraße, bequem und schnell erreichbar. Aus Richtung Nord und Süd gelangt man über die Autobahn A93 und die Bundesstraßen B15 und B303 in den Ort. Arzberg besitzt einen Bahnhof an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger-Prag. Der Grenzübergang Schirnding zu Tschechien ist nur ca. 5 Kilometer entfernt. Deshalb ist Arzberg der ideale Ausganspunkt für Fahrten in das böhmische Bäderdreieck Franzensbad, Marienbad und Karlsbad. Aber auch in den Kernstock des Fichtelgebirges und in den Naturpark Steinwald ist es nicht weit. Die naturnahe Mittelgebirgslandschaft bietet vielzählige Freizeitmöglichkeiten zu allen Jahreszeiten für die ganze Familie: Skisport, ganz gleich ob alpin oder nordisch erschließen etwa im Bereich von Ochsenkopf, Kornberg oder Mehlmeisel die einmalige Winterlandschaft. Die charakteristischen Felsenlabyrinthe des Fichtelgebirges sind über ein engmaschiges Wanderwegenetz erreichbar.

Arzberg
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Münchberg

Münchberg, das ist keine Großstadt, allerdings eine Kleinstadt groß in ihrer Bedeutung, denn Münchberg, das ist:
1. das Tor zum Fichtelgebirge und Frankenwald
2. eine gewachsene und anerkannte Stadt der Textilindustrie
3. ein vielbeachtetes kulturelles Zentrum
4. eine weithin ausgewiesene Schulstadt
und zusätzlich eingebunden in eine entwickelte Infrastruktur.

Die Stadt Münchberg bietet auch ein weitgestreutes Angebot für nahezu alle Bedürfnisse der Freizeitgestaltung. Münchberg ist mit knapp 11.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Hof. Die flächenmäßige Ausdehnung von 68,79 qkm umfasst neben dem reinen Stadtbereich auch zahlreiche Ortsteile. Münchberg selbst, eingebettet inmitten der Münchberger Gneishochfläche, bildet das Tor zu Fichtelgebirge und Frankenwald, zwei Höhenzüge, die das Umland natürlich begrenzen. Somit gerät unsere Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Ausflüge und Erkundungen in diese waldreichen, von herrlichen Tälern durchzogenen, stets erholsamen Mittelgebirgszüge Nordostoberfrankens.

Zudem ist Münchberg gewachsene und anerkannte Heimstätte der Textilindustrie, die, entstanden aus der früher hier betriebenen Hausweberei, zahlreiche Textilbetriebe beherbergt, welche den Namen unserer Stadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntmachen. Münchberger Textilien und deren Herstellungsfirmen genießen einen hervorragenden Ruf. Mit Recht können wir behaupten, dass Münchberg einer der kulturellen Mittelpunkte des Landkreises Hof ist. So sind z.B. die Münchberger Sommerkonzerte oder die Bachtage weit bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Kunstbeflissene halten sich gerne im Bürgerzentrum auf, wo regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen stattfinden. Sehenswert ist der im Stadtpark gelegene GeoPark, der seine Besucher anhand von Schautafeln über den Aufbau und die Gesteinsvorkommen der Münchberger Gneismasse und der umliegenden Gebirgszüge informiert. Bei einem Spaziergang durch den Waldlehrpfad im Stadtwald erfährt man spielerisch viel Wissenswertes über den Wald im Fichtelgebirge.

Stolz sind wir in Münchberg auch auf unsere schulischen Einrichtungen: Unter anderem nehmen der Campus Münchberg der Hochschule Hof, die Staatl. Berufsschule für Textilberufe, die Staatl. Fachschule für Textiltechnik sowie die Staatl. Fachschule für Textilbetriebswirtschaft eine herausragende Stellung in Bayern ein, sind sie doch die einzigen Einrichtungen dieser Art in unserem Bundesland und unterstreichen damit unsere unmittelbare Verbindung zu allen Belangen der Textilindustrie.

Münchberg
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Bad Steben

Naturverbunden, romantisch und herzlich - so präsentiert sich die Marktgemeinde Bad Steben. Kraft tanken,ausspannen und einfach das Leben genießen gelingt spielend. Hier verbinden sich Tradition und Moderne: Das stilvolle Kurzentrum mit der Säulenwandelhalle aus dem frühen 20. Jahrhundert ist von einem blumenreichen, großzügigen Kurpark umgeben. Harmonisch fügen sich die neue Therme und die moderne Spielbank Bad Steben in das verträumte Gesamtbild des Ortes ein. Die alte Wehrkirche St.Walburga und die Lutherkirche gehören zu den kulturhistorischen bzw. architektonischen Kleinodien der weiteren Region. Bereits der große Naturforscher Alexander von Humboldt, der mehrere Jahre in Bad Steben gelebt hat und hier eine Bergbau-Schule gründete, schrieb: „Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder!"

Besonders sehenswert ist auch das Grafik Museum Stiftung Schreiner im Kurhaus. Die Sammlung setzt wichtige Akzente in der Präsentation zeitgenössischer Grafik. Abends wird das Kurhaus zur glanzvollen Bühne für Konzerte, Theater, Kabarett und Lesungen. Freunde des Spiels verbringen einen anregenden Abend in der Spielbank Bad Steben, wo das Glück in modernem Ambiente bei Roulette, Black Jack oder beim Automatenspiel gefordert wird. Darüber hinaus bieten zahlreiche Feste sowie die beiden großen Kirchweihmärkte eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten.

Das Motto in Bad Steben lautet: „mit allen Sinnen genießen."
Im luxuriösen Wellness-Zentrum der Therme Bad Steben locken wohltuende Sinneserlebnisse. Herrlicher Badespaß, wohltuende Saunafreuden, Gesundheitsvorsorge und kulinarische Erlebnisse bereiten hier Entspannung für Körper und Seele.

Bad Steben hat mehr zu bieten - Bad Steben ist ein Ort für alle Generationen!
Bad Steben ist auch ein Ort für Familien: Von Kinderkrippe über Kindergarten bis hin zum Hort stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. In einer modernen, großzügigen und erst vor kurzem sanierten Grundschule lernen die Kinder beinahe spielerisch. In zahlreichen Sportvereinen und Organisationen haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bzw. einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Jeder der fünf Ortsteile verfügt über einen Kinderspielplatz und Bus, Bahn sowie Taxi ermöglichen ohne eigenes Auto zueinander oder hinaus in die Welt zu kommen. Und auch im Herbst des Lebens ist Bad Steben ein Ort, der mit betreutem Wohnen, ambulanten Pflegediensten und einer stationären Pflegeeinrichtung alles zu bieten hat um die „goldenen Jahre" genießen zu können. Hier fühlen sich die Generationen wohl!

Bad Steben
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Höchstädt

Die Gemeinde Höchstädt, im Herzen des Fichtelgebirges gelegen, wurde erstmals im Jahre 1298 urkundlich erwähnt. Jedoch ist Höchstädt sicher älter; das Dorf wurde an einer alten Handelsstraße errichtet, die bereits im 11. Jhd. bestand. Bis zur Mitte des 19. Jhd. hatte sich der langgezogene Ortskern mit den Ortsteilen Braunersgrün, Rügersgrün, Witzlebensmühle und Tännig gebildet. Geprägt wird das Ortsbild vor allem durch die Peter-und-Paul-Kirche in der Mitte und dem Rohrer´schen Schloßgut im Oberen Dorf, welches noch als Schloßmuseum besichtigt werden kann. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, wie auch der neue grenzüberschreitende Radweg, laden zu ausgiebigen Touren durch die schöne Mitte des Fichtelgebirges ein. Über die Anbindung an die A 93 ist Höchstädt gut zu erreichen.

Höchstädt
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Rindfleischwurst

Hofer Rindfleischwurst ist eine rohe Streichwurst. In ihrer Konsistenz ist sie etwas gröber als eine Teewurst, jedoch feiner als eine Mettwurst. Als Hauptbestandteil enthält sie viel (mageres) Rindfleisch und ist deshalb besonders hochwertig. Der feine Geschmack erhält durch das Anräuchern über Buchenholz eine rauchige, schinkenähnliche Note. Diese feine Wurstspezialität wird nur in der Stadt und im Landkreis Hof / Saale hergestellt. Sie ist in Name und Herkunftsbezeichnung als regionaltypisches Produkt mit geographischer Ursprungsbezeichnung markenrechtlich geschützt.

Hofer Rindfleischwurst besitzt im abgegrenzten geographischen Gebiet von Stadt und Landkreis Hof eine über 50-jährige Tradition. Als ihr Erfinder gilt Metzgermeister Hans Militzer, der 1950 erstmals die Rezeptur der Rindfleischwurst entwickelte. Diese Tradition setzte sein ehemaliger Geselle Gottfried Rädlein fort, der die Rindfleischwurst von 1962 bis 1993 im eigenen Betrieb in Hof produzierte und diese weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte. Wegen seines äußerst fettarmen Ausgangsmaterials war und ist die Hofer Rindfleischwurst ein besonderes gut bekömmliches Produkt, das seinerzeit sogar von Ärzten für den Verzehr empfohlen wurde.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Zutaten: Rindfleisch, Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürze, Buchenholzrauch
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Quärkla

Der Quärkla ist ein fettarmer Sauermilchkäse, der nach einer längeren Reifezeit glasig-gelb wird und einen deftig-würzigen Geschmack annimmt. Im Fichtelgebirge und im Frankenwald wird er in einigen bäuerlichen Direktvermarktungsbetrieben sowie von vielen Hausfrauen noch selber hergestellt. Man isst ihn gerne mit Kümmel gewürzt zum kräftigen Landbrot. Besonders beliebt ist er als Kelleressen zum frischen Bier.

Die Herstellung des Quärkla oder Kuhkäses erinnert an die Rezeptur des bekannteren Harzer Käses. Man benötig dazu einen guten Bauernquark. Früher wurde Quark aus Rohmilch oder Vorzugsmilch in vielen Haushalten noch selber hergestellt. Heutige Hygienebestimmungen lassen aber den Verkauf der unbehandelten Milch nicht mehr zu. Man lässt den Quark gut abtropfen, formt kleine, handtellergroße Laibe daraus und legt sie auf ein mit Pergament bedecktes Holzbrett, deckt sie mit einem Küchentuch ab und lässt sie in der nicht zu warmen Küche mehrere Tage reifen. Zwischendurch werden die kleinen Käse mehrmals gewendet. Nach einer Woche schichtet man sie in eine Schüssel, deckt sie mit einem Tuch ab und stellt sie kalt.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

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Fränkische Bratwurst

Jeder kennt sie und (fast) alle liebe sie. Sie schmeckt nach unbeschwerten Stunden, ob als schnelle Zwischenmalzeit einfach auf die Hand, ob zur gemütlichen Brotzeit oder mit Kraut und Bratkartoffeln zum Mittagessen, ob auf der Kerwa, dem Bierkeller oder verlockend duftend vom Grill an einem warmen Sommerabend: die Bratwurst verführt und weckt alle Sinne. Mit gewissem Recht wird die Bratwurst seit jeher als der oberfränkische Wurstklassiker schlechthin geführt. In keiner Region ist die Geschichte der herzhaften Wurst präsenter, nirgendwo ist ihre Vielfalt größer als hier. Bratwürste sind das Aushängeschild nahezu aller oberfränkischen Metzgereien und die Leibspeise der Franken schlechthin.
Die meisten oberfränkischen Bratwürste sind relativ dick und von mittlerer Länge (15 - 20 mm Durchmesser, ca. 20 - 25 cm Länge). In Coburg beträgt das Bratwurstmaß traditionell sogar stolze 31 cm. Wie die Hofer sind sie allerdings deutlich dünner als z.B. die Bamberger mittelgrobe Bratwurst. Gefüllt werden die schmackhaften Würste mit gut ausgewähltem Schweinebauch und magerem Schweinefleisch. In manchen Regionen wird Kalb- oder Rindfleisch dazugegeben. Neben verschiedenen Fragen der Würzbeigabe - ob mit Majoran, nur mit Pfeffer und Kümmel oder aber einem Hauch von Knoblauch und Zitrone - spielt die Konsistenz der Wurstfülle eine besondere kulturgeschichtliche Rolle. So wurde die grobe Bratwurst vor allem in den evangelischen Regionen Oberfrankens angeboten; die mittelgrobe bis feine dagegen stammte aus den katholischen Gebieten.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Fränkische Bratwurst
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Hofer Wärschtlamo-Wärscht

Die Tradition der Hofer Wärschtla-Männer geht auf das Jahr 1881 zurück. Ein noch heute bestehender Fleischerbetrieb kam damals auf die Idee, einen Mitarbeiter namens Johann Georg Jahn in der Stadt mit "haßn Hofern" auf Tour zu schicken. Dazu musste aber erst noch der originale Hofer Messing-Wurstkessel erfunden und das typische "Wärschtlamo-Oziezeich" kreiert werden. Mit Fug und Recht darf also der "Jahns-Gerch" als der Stammvater der Hofer Wärschtlamänner bezeichnet werden. Der Wärschtlamo ist also ein Berufsstand, der in Hof eine lange Tradition hat, und den es nur in Hof gibt. In manchen Familien vererbte sich die Ausübung dieses Berufes von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.

Heutzutage ist der Wärschtlamo aus dem kulinarischen Leben der Stadt Hof nicht mehr wegzudenken.
Die meisten Wärschtla-Männer behaupten heute einen festen Standort. Dort stehen sie - meist ungeschützt gegen Wind und Wetter - zu jeder Jahreszeit. Früher waren ihnen jedoch feste Standorte überhaupt verboten, sie mussten "im Umherlaufen" ihre schmackhafte Ware loswerden.

Manche haben sich auf den Verkauf in Betrieben und größeren Bürohäusern spezialisiert. Mit durchdringendem Pfiff pflegen sie ihr Erscheinen kundzutun, wie es schon ihre Stammväter getan haben. Meist schallt dann auch noch der Ruf "Haaß sensa / kalt wernsa" wie ehemals durch das Treppenhaus.

Die typische Berufskleidung des Wärschtlamo ist seit eh und je eine wetterfeste zumeist "lederna Jubbm". Darunter trägt er eine "weisa Scherzn", auf dem Kopf die flachgedrückte "Patschkappn", über die linke Schulter den original Hofer Wurstkessel aus Messing und am linken Arm den Henkelkorb "voller Laabla".

Auch die Zubereitung der Wärschtla besticht durch eine besondere Note: Sie werden nicht im Wasser heiß gemacht, sondern im Dampf erhitzt, das gibt ihnen den besonderen Geschmack und das zum Genuss so anregende Aroma. Beheizt wird der Messingkessel mit glühender Holzkohle.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Hofer Wärschtlamo-Wärscht
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Weißenstadt

Im Herzen der Region Fichtelgebirge, im Tal der Eger, liegt das beschauliche Städtchen Weißenstadt. 1299 erstmals urkundlich erwähnt, ist der malerische Ort mit seinem Heilquellenkurbetrieb eine der ältesten Städte der Region und hat sich über Jahrhunderte hinweg zu einem ganz besonderen Flecken Erde entwickelt.

Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 ha der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Der allseits zugängliche See bietet dem Besucher Entspannung, Erholung und eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten. Der bequem begehbare 4 km lange Uferweg zählt bei Jung und Alt zu den meistbesuchten Spazierwegen im Fichtelgebirge und eignet sich auch bestens für Rollstuhlfahrer. Gönnen Sie sich eine Rast auf einer der Ruhebänke um den See und genießen Sie den herrlichen Blick auf den Großen Waldstein und den Schneeberg, dem höchsten Berg Nordbayerns.

In den letzten Jahren führten vor allem unsere interessanten Keller- und Stadtführungen zu großer Beliebtheit, sowie Einkaufsmöglichkeiten von Vollkornspezialitäten und Kräuterspirituosen. Weißenstadt bietet eine ausgeprägte Klimavielfalt. Hangwinde bringen gute Durchlüftung, ausreichend abendliche Abkühlung und gute Frischluftzufuhr. Im Sommer gibt es kaum Wärmebelastung, Kältereize treten häufiger auf (gut für Kurzwecke). Gem. DWD finden Sie ein gutes Bioklima.

In unserem 2007 erbauten Kurzentrum finden Sie unter anderem Radontherapien. Die medizinischen Anwendungen finden in Form von Radonwannenbädern, im Bewegungsbecken, als Inhalationen und Radontrinkkuren statt.

Weißenstadt
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Kirchenlamitz

Eingebettet im Tal der Lamitz liegt zwischen Epprechtstein und Kornberg die Stadt Kirchenlamitz. Stattliche Bürgerhäuser und drei Kirchen prägen das Ortsbild. Große Parkanlagen und Gewässer bieten dem Besucher Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung.
Sie erreichen Kirchenlamitz bequem mit der Eisenbahn aus allen Richtungen oder mit dem Auto über die A9 bzw. A 93. Zu Fuß benutzen Sie den Fränkischen Gebirgsweg. Sehenswert ist der alte, von Granit geprägte Ortskern oder die Burgruine Epprechtstein, in deren Umfeld Sie verlassene Steinbrüche und Deutschlands größtes Granitlabyrinth finden. Viele Vereine und gesellschaftliche Organisationen laden Sie gerne zu ihren Veranstaltungen ein.
Gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege führen Sie zu markanten Plätzen und in die entfernten Ortsteile. Dabei berühren Sie alte Burgen, Seen und kleine Schlösser. Ausgedehnte Touren unternehmen Sie zu den Gipfeln des Fichtelgebirges, zu kulturell bemerkenswerten Plätzen und in eine herrliche Naturlandschaft.

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Hohenberg a.d. Eger

Am östlichen Rand des Fichtelgebirges liegt das alte Sechsämterstädtchen Hohenberg an der Eger. Eine trutzige, turmbewehrte Markgrafenburg prägt das Stadtbild. Von den Türmen und dem nahe gelegenen Steinberg (653 m) bietet sich eine herrliche Fernsicht weit ins Egerland bis hin zum Erzgebirge.

Einst stand auf der Burg die Wiege der nordostbayerischen Porzellanindustrie. Karl Magnus Hutschenreuther gründete hier 1814 die erste Porzellanfabrik. Heute sorgen die Ökologische Bildungsstätte und eine Jugendherberge für Leben innerhalb der ehrwürdigen Mauern. Romantische Partien an der Eger laden zu Spaziergängen ein. Ein Besuch im Porzellanikon wird für viele zum Erlebnis. Zahlreiche gut markierte Rad- und Wanderwege führen in die schönsten Winkel des Sechsämterlandes und ins benachbarte Egerland.

Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn (Haltestelle Schirnding) oder mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 leicht zu erreichen.

Hohenberg a.d. Eger
„Unser Schloss ist um 70 Prozent leichter als ein herkömmliches Bügel- oder Faltschloss aus Stahl.“<br /> Suse Brand

„Unser Schloss ist um 70 Prozent leichter als ein herkömmliches Bügel- oder Faltschloss aus Stahl.“
Suse Brand

Textilien statt Stahl: Vorteile von Textilbeton gegenüber klassischem Stahlbeton sind geringes Gewicht, Korrosionsbeständigkeit und Wasserundurchlässigkeit sowie eine extrem hohe Zugfestigkeit.

Textilien statt Stahl: Vorteile von Textilbeton gegenüber klassischem Stahlbeton sind geringes Gewicht, Korrosionsbeständigkeit und Wasserundurchlässigkeit sowie eine extrem hohe Zugfestigkeit.

Der flexible Textilstrang soll bei der Sicherung von Gegenständen wie Fahrrädern und Booten Anwendung finden.

Der flexible Textilstrang soll bei der Sicherung von Gegenständen wie Fahrrädern und Booten Anwendung finden.

Technische Vliesstoffe werden vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt. Durch sein geringes Gewicht leistet das Material einen enormen Beitrag zum Leichtbau.

Technische Vliesstoffe werden vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt. Durch sein geringes Gewicht leistet das Material einen enormen Beitrag zum Leichtbau.