Hochfranken
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31.01.2012


Beschäftigung in Hochfranken wächst - Arbeitslosigkeit steigt saisonüblich

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Agenturbezirk Hof im Januar auf 7.110 Personen angestiegen. „Das ist der niedrigste Januar-Stand seit 35 Jahren, soweit gehen die Aufzeichnungen in Hof zurück“, so Sebastian Peine, Leiter der Agentur für Arbeit Hof. Die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen stieg im Januar gegenüber dem Vormonat witterungsbedingt um 1.322 Personen. Sie blieb damit 13,4 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote betrug 6,0 Prozent, im Januar des Vorjahres lag sie bei 6,8 Prozent. Bereits für das Frühjahr wird wieder mit deutlich sinkenden Arbeitslosenzahlen gerechnet. „Sollte es keine wirtschaftliche Eintrübung geben, ist im Herbst eine „Drei vor dem Komma“ denkbar“, ist Peine optimistisch.

Stellenmarkt
Nach wie vor konnte die Hofer Arbeitsagentur einen hohen Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen verzeichnen. Mit über 1.300 Stellen waren es im Januar 2012 rund 200 mehr als im Vorjahr und 380 mehr als im Vorkrisenjahr 2008. Gesucht wurden Laboranten und Kaufleute ebenso wie gut qualifizierte Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handwerk.

Höchster Beschäftigungsstand seit 2002
Der positive Trend bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Hochfranken setzt sich fort. Mit 85.455 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum Stand Juni 2011 hat der Agenturbezirk Hof gegenüber dem Vorjahresquartal einen Zuwachs von 2,8 Prozent zu verzeichnen. Seit 2005 stieg die Zahl der Beschäftigten sogar um 5,1 Prozent. Höher war der Beschäftigungsstand zuletzt im Jahr 2002 (88.307 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Personen). Sowohl beide Landkreise als auch die Stadt Hof konnten gute Beschäftigungszuwächse erzielen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in der Stadt Hof um 1,5 Prozent zu und stieg von 22.731 auf 23.071 Personen. Seit 2005 war hier ein Anstieg um 2,6 Prozent zu verzeichnen. Den deutlichsten Zuwachs gab es im Landkreis Hof. Hier arbeiten derzeit 33.337 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer, 2010 waren es 31.974. Das entspricht einem Zuwachs von 4,3 Prozent. Seit dem Jahr 2005 gab es ein Plus von 7,7 Prozent. Auch im Landkreis Wunsiedel wuchs die Beschäftigung von 26.097 Personen im Juni 2010 auf 26.562 im 2. Quartal 2011. Seit 2005 stieg die Zahl der Beschäftigten um 3,1 Prozent.

Pendelbewegungen
Unter den rund 85.500 sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern im Agenturbezirk Hof sind rund 17.300 Beschäftigte, die in die Region einpendeln und etwas mehr als 12.800 Auspendler. „Der Einpendlerüberschuss von rund 4.500 Beschäftigten macht die überregionale Attraktivität der Arbeitsplätze in Hochfranken deutlich“, betont Peine.

Wichtige Wirtschaftszweige
36 Prozent der versicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk sind im verarbeitenden Gewerbe tätig. Hier gab es Beschäftigungszuwächse von mehr als 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zum Beispiel bei der Herstellung von Metallerzeugnissen, im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie im Kunststoffbereich. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig mit einem Anteil von 15,6 Prozent ist der Handel und die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. In dieser Branche arbeiteten im Juni 2011 4,4 Prozent mehr Personen als ein Jahr zuvor. Im Bereich Verkehr und Lagerei wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 4,8 Prozent. Deutliche Steigerungen gab es auch im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 2,3 Prozent.

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