Positive Meldungen gibt es vom Projekt "Erika-Fuchs-Haus" in Schwarzenbach a.d. Saale. Wie Bürgermeister Alexander Eberl mitteilt, biegt das Museums-Projekt zu Ehren der langjährigen Übersetzerin der Micky-Maus auf die Zielgerade ein. Die Finanzierung des mittlerweile auf rund 4,3 Mio. € Gesamtvolumen angewachsenen Projektes könne als gesichert angesehen werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Voraussichtlich werde der für die Stadt verbleibende Eigenanteil bei den gewünschten 10 % verbleiben. Zuwendungsbescheide liegen bereits vom Bayerischen Kulturfonds, der Bayerischen Landesstiftung und der Bayerischen Sparkassenstiftung vor. Aus dem Bereich der Oberfrankenstiftung, dem Programm "Stadtumbau West", dem europäischen Leader-Programm sowie der Bayerischen Landesstelle für nichtstaatliche Museen sind entsprechende Mittel konkret in Aussicht gestellt.
Das Planungsbüro Burkhardt, Preisträger des von der Stadt für das Projekt ausgelobten Wettbewerbers, hat zwischenzeitlich detaillierte Pläne erarbeitet und eine fundierte Kostenberechnung vorgelegt. Geeignete Fachplaner wurden ebenfalls eingeschaltet. Weit fortgeschritten ist darüber hinaus das Ausstellungskonzept, das die Berliner Agentur "molitor" entwickelt hat und das auf über 500 m² Leben und Werk von Dr. Erika Fuchs präsentiert.
Nachdem der Stadtrat kürzlich in nicht öffentlicher Sitzung über das Projekt umfassend informiert wurde, möchte die Stadtverwaltung nun die Bürger ins Boot holen. Bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 16. Februar 2012, um 19 Uhr im Schwarzenbacher "Sportzentrum Turnerheim" werden Ausstellungsplaner, Architekt und Stadt das geplante Museum vorstellen und für Fragen Rede und Antwort stehen.
Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Bürger auch mithelfen, einen passenden Untertitel für das Museum zu suchen. "Frau Dr. Erika Fuchs ist zwar Kennern sofort ein Begriff, für die Bewerbung des Hauses brauchen wir jedoch die Verknüpfung zu Donald bzw. Entenhausen.", so Eberl.
Nach der Bürgerinformation möchte das Stadtoberhaupt so schnell als möglich den Durchführungsbeschluss im Stadtrat herbeiführen: "Die Grundstimmung im Gremium ist durchaus positiv und wir wollen daher versuchen, im Frühsommer mit dem Bau zu beginnen, um dann Ende 2013 oder Anfang 2014 die Eröffnung feiern zu können." Eberl würde sich freuen, wenn die Museumsidee breit von der Bevölkerung mitgetragen wird: "Unser Wunsch ist es, dass die Schwarzenbacher mit Stolz auf das Projekt verweisen und bei allen Auswärtsbesuchen Gäste ins "deutsche Entenhausen" einladen. Das Haus soll ein wichtiger Kristallisationspunkt werden, der neue Perspektiven für die Altstadt, für den Tourismus und die Entwickung der Stadt insgesamt eröffnet."