 Die Luisenburg Festspiele in WunsiedelDeutschlands schönste und älteste Naturbühne liegt unter hohen Fichten und Tannen zwischen pittoresken Granitblöcken. Im romantischen Felsenlabyrinth bieten deutsche Bühnen-, Film- und Fernsehstars Live-Theater: vom Märchenstück bis zur Oper, von der Antike bis zur Moderne, vom bayerischen Lustspiel bis zu Shakespeares Dramen, von den Klassikern bis zu zeitgenössischen Autoren. Die Luisenburg Festspiele ziehen alljährlich von Juni bis Mitte August über 100.000 Besucher an. Der Spielplan umfasst Klassiker, Opern und Operretten sowie Kinderaufführungen. Die Aufführungen finden jedes Jahr in der Zeit von Juni bis August statt. Wissenswertes aus der Geschichte der Luisenburg1692 - Erstmalige Erwähnung von „Spielen“ auf der Luisenburg in dem Buch „Das teutsche Paradeis“ von Magister Will Creussen. 1730-1766 - Schülervorführungen im Rokoko-Stil auf dem Margarethenstein (große Festplatte mit ca. 50 m Umfang in der Nähe des heutigen Apfelbrunnens, im Zuge der Granitgewinnung später abgebaut). Aus dieser Zeit stammt ein im Stadtarchiv aufbewahrter „Schäferaktus“ von Rektor Chr. A. Peuschel. 1790-1820 - Erschließung des Felsenlabyrinths. 1797/95 - Aufführung von Singspielen bei sog. Honoratiorenfesten auf dem kleinen Theaterplatz beim Labyrintheingang. 1805 - Festakt aus Anlaß des Besuches der Preußischen Königin Luise vor der Klingerhöhle und am Luisensitz. Die frühere Los- bzw. Luxburg heißt von nun an Luisenburg. 1833 - Eine fahrende Schauspielertruppe bringt Schillers „Räuber“ zur Aufführung. 1845 - Großes Sommerfest mit Vorführungen auf dem heutigen Festspielplatz. 1881-1884 - Schüleraufführungen des Wunsiedler Realschulprofessors Ludwig Hacker. 1890 - Erstaufführung des „Losburg Festpiels“ von Prof. Ludwig Hacker aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums der Erschließung des Labyrinths. Fassungsvermögen des damaligen Zuschauerraumes: 700 Sitz- und 300 Stehplätze.  1905 - Errichtung einer hölzernen Zuschauertribüne, Einweihung in Gegenwart von Prinz Ludwig von Bayern (später Ludwig III.). 1906 - Die Stadt Wunsiedel nimmt die Festspiele in eigene Verwaltung. 1912 - Errichtung einer steinernen Zuschauertribüne mit einem Kostenaufwand von 33000 GM nach einem Entwurf von Prof. Buschbeck mit Einrichtung der unterirdischen Garderobenräume, Planenüberdachung und rund 1240 Sitzplätzen. 1914 - Erste Künstlerfestspiele auf der Luisenburg unter Hofschauspieler Fritz Basil, München. Mitwirkende u. a. Werner Krauß, Helene Thiemig. 1924/25 - Letzte Aufführung des „Losburg Festspiels“. 1926 - Wiederaufnahme der Künstler-Festspiele (Fritz Basil, München, Dr. Beug, Konstanz). 1928-1933 - Bespielung durch die Bayer. Landesbühne (Prof. Otto Kustermann). 1934-1941 - Leitung der Spiele: Intendant Egon Schmidt. 1937 - Besucherzahl übersteigen erstmals die 100.000er-Grenze, Sonderzüge aus Sachsen, Thüringen, dem Egerland usw.  1951 - Wiedereröffnung nach dem 2. Weltkrieg, Bespielung durch das Bayer. Staatsschauspiel München. 1956-1963 - Künstlerische Leitung: Friedrich Siems. 1964-1978 - Künstlerische Leitung: Dr. Christian Mettin. 1965 - Ausbau der Innenräume. 1969/70 - Ausbau des Zuschauerraumes – Erweiterung von bisher 1642 auf 1769 Sitzplätze durch rückwärtige Auskragung – amphitheatralische Anordnung der Sitzreihen – Schaffung zusätzlicher Eingänge. 1977 - Rekordbesuch von 142.802 Zuschauern. 1979-1984 - Künstlerische Leitung: Hans-Joachim Heyse. 1985-1999 - Künstlerische Leitung: Prof. Hans Peter Doll 2004 - Michael Lerchenberg übernimmt die Leitung der Festspiele  |