Trotz einer Phase tiefer Struktureinbrüche schlägt hier auch heute noch das Herz der deutschen Porzellanindustrie. Von hier stammen ein Drittel aller in Deutschland hergestellten Porzellanprodukte. Hier hat das Gros der bekannten Marken seinen Sitz, sind die großen Namen und Weltmarktführer zu Hause, ob im Bereich der gehobenen Tischkultur, des Luxusporzellans oder der Hotelausstattung.
Aufgrund des bewährten Know-hows gewinnt die neue Sparte der Technischen Keramik als Hochleistungswerkstoff mit den besonderen mechanischen, elektrischen, thermischen und biologisch-chemischen Eigenschaften eine immer größere Bedeutung in Hochfranken, etwa für Bremsscheiben von Autos oder für künstliche Gelenke für den Menschen. Allein die Produktion des weltweit führenden Unternehmens CeramTec in Marktredwitz umfasst heute weit über 10.000 verschiedene Komponenten, ein breites Feld für den Einsatz spezieller „Ceramic Experts“, die mittlerweile für jede Anforderung eine optimale Lösung finden. Nicht zu vergessen sind die Hersteller von Ofenkacheln oder Schleifkörpern. In Selb hat der deutsche Keramikverband seinen Geschäftssitz.
Die führende Rolle der hochfränkischen Porzellankultur unterstreicht heute ein wohl einzigartiger Komplex von vier Porzellanmuseen in Selb-Plößberg und Hohenberg/Eger sowie die historische „Porzellanstraße“. Das Staatliche Berufliche Schulzentrum für Produktgestaltung und Prüftechnik in Selb zählt zu den bedeutendsten Ausbildungsstätten der Branche.
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