Grenzstreifen

Grenzstreifen

Hochfranken liegt grenznah, denkt, fühlt und lebt aber grenzenlos. Gut sichtbar wird das in den Kinos in Selb, Hof und Plauen.

Von Maria Brömel

Jeder kennt Das Leben der Anderen und Go Trabi Go. Good Bye, Lenin! vielleicht noch und Sonnenallee. Abseits des Mainstreamkinos gibt es allerdings viel mehr Filme, die Grenzgeschichten erzählen. Von Hüben und Drüben und der Frage, welche Brücken von hier nach dort führen. Filme über sehr reale Ländergrenzen und Filme über virtuelle Grenzen, die Grenzen in uns. Hochfranken, Heimat der großen Hofer Filmtage, hat gleich zwei Kino-Ereignisse, die diese Filme zeigen – die Grenzlandfilmtage in Selb und die Deutsch-Deutschen Filmtage in Hof und Plauen. Das ist kein Zufall.

„Wir hatten einen kleinen Raum für die Vorführungen und nur zwei, drei Filme“, erzählt Steffi Behncke. „Wir dachten eigentlich, das ist eine einmalige Sache“, sagt Jürgen Stader. Zusammen stellten sie 2009 die ersten Deutsch-Deutschen Filmtage auf die Beine. Aber dann kamen die Menschen, die die Filme sehen wollten, und das waren mehr als die beiden erwartet hatten, viel mehr. „Uns war schnell klar: Das müssen wir wieder machen.“ Heute haben sich die Deutsch-Deutschen Filmtage zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Partnerstädte Hof und Plauen entwickelt. Jedes Jahr im November zeigen sie Spiel- und Dokumentarfilme über die innerdeutsche Grenze – ihren Bau, ihre Existenz und ihr Ende. Regisseure und Zeitzeugen kommen in das Hofer Central Kino und das Plauener Capitol und erzählen. Die Deutsch-Deutschen Filmtage sind Erinnerungskultur, ein Teil des regionalen Gedächtnisses. Sie müssen in Hof und Plauen stattfinden – davon sind Steffi Behncke (Kulturreferat Stadt Plauen) und Jürgen Stader (Hauptverwaltung Stadt Hof) fest überzeugt. Nirgendwo sonst wurde die Wende so wie hier erlebt.

Plauen war die erste Stadt, in der die Menschen im Oktober 1989 so zahlreich auf die Straße gingen, dass die DDR-Sicherheitskräfte die Demonstration nicht mehr auflösen konnten. Hof war das Ziel der Prager Züge, die Tausende DDR-Flüchtlinge in die Freiheit brachten, und nach dem Fall der Mauer die erste Anlaufstelle für unzählige DDR-Bürger auf dem Weg in den Westen. Der Jubel über die Grenzöffnung und die Trabi-Staus in der Stadt mischten sich im Herbst 1989 zu einem unvergleichlichen Gefühl. „Was wir bei den Deutsch-Deutschen Filmtagen zeigen, das ist nicht nur Weltgeschichte, das ist nicht nur Deutsche Geschichte“, sagt Jürgen Stader, „das ist Regional- und Heimatgeschichte.“

Heimatgeschichte ist ein Begriff, der sehr langweilig klingt, aber in diesem Fall extrem Spannendes meint. Was vor 26 Jahren passiert ist, lässt einen nicht kalt. Die Filme über Mauer und Wende auch nicht. „Die Leute sitzen nach den Vorführungen oft einfach da und können erst mal gar nichts sagen“, so Steffi Behncke. Natürlich ist es altmodisch, eine Botschaft zu haben – die Deutsch-Deutschen Filmtage haben trotzdem eine: „Wir wollen, dass nicht vergessen wird. Und wir wollen zeigen, wie

wichtig es ist, für Freiheit und Demokratie auf die Straße zu gehen.“ Manchmal klappt das gut. Eine Achtklässlerin sagt auf dem Weg aus dem Kino: „Jetzt weiß ich endlich, was es bedeutet, dass das Land geteilt war.“

Vergangenheit zu verstehen ist der erste Schritt, die Gegenwart zu gestalten. So abgedroschen das klingt, es stimmt. Natürlich folgte auf die Euphorie der Wende die Ernüchterung, als vieles anders kam als gedacht. „Alle wollten die Wiedervereinigung“, sagt Steffi Behncke, „aber sie haben sich was anderes darunter vorgestellt.“ In ihrer Heimatstadt Plauen seien manche enttäuscht. Bei ihnen keime der Gedanke, dass früher in der DDR nicht alles so schlecht gewesen sei. „Wenn ich das höre, sage ich: Wir waren eingesperrt. Wir konnten nicht sagen, was wir wollten. Alles wurde überwacht. Also kommt und schaut Euch diese Filme an, redet mit den Zeitzeugen, dann denkt ihr vielleicht anders.“

Anders denken heute im Grunde alle; anders als vor 26 Jahren jedenfalls. Im Bewusstsein von Steffi Behncke und Jürgen Stader ist das Verhältnis von Hochfranken zum Vogtland heute vor allem eines geworden: normal. „Es hat gedauert, aber das Ossi-Wessi-Gerede ist vorbei. Wir gehen aufeinander zu, von gleich zu gleich, ohne Unterschiede.“

Auf andere zugehen konnte Hochfranken jahrzehntelang nur in zwei Himmelsrichtungen, heute sind es vier. Aus der Freiheitsbewegung ist längst Bewegungsfreiheit geworden. „Wir nutzen sie nur noch nicht genug“, sagt Jürgen Stader. Wichtig wäre die Bereitschaft, noch mehr über den eigenen Tellerrand zu schauen, auf allen Seiten.

Während die Deutsch-Deutschen Filmtage eine Brücke über die frühere innerdeutsche Grenze schlagen, werfen die Grenzlandfilmtage in Selb den Blick nach Osteuropa. Während die Deutsch-Deutschen Filmtage Vergangenheit aufarbeiten, widmen sich die Grenzlandfilmtage der Gegenwart, vielleicht sogar der Zukunft, denn sie sind Plattform für junge Filmemacher und neue Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme.

„Grenzlandfilmtage – der Name ist für uns Programm“, sagt Festivalleiterin Dagmar Franke. Immer noch. Schließlich liegt Selb auch heute noch an der Grenze zu Tschechien, auch wenn man sie seit acht Jahren, seit es keine Grenzkontrollen mehr gibt, kaum mehr spürt. „Die Filme thematisieren Grenzen.“ Das können Ländergrenzen sein, die aktuelle Flüchtlingsproblematik, aber auch Grenzlinien im Leben, die zum Beispiel Anderssein und Toleranz berühren. „Wir zeigen Kriminelle, Schrille, Verrückte. Grenzen in zwischenmenschlichen Beziehungen, zwischen Mann und Frau.“

Seit 1977 gibt es die Grenzlandfilmtage. Sie gelten als kleines, familiäres Festival. Die Filme kommen heute aus über dreißig Ländern, die meisten aus Deutschland, zum Beispiel von Filmhochschülern, die sich um den Selber Nachwuchspreis bewerben.

Im Programm sind auch Filme aus Frankreich, Italien, Belgien und der Schweiz. Traditionell stark vertreten ist aber der Osten – Polen, Ukraine, Russland, Tschechien und der Südosten – Albanien, Bulgarien. „Wir haben das Image, dass wir speziell osteuropäische Filme zeigen“, sagt Dagmar Franke, „und das pflegen wir auch. Gleichzeitig muss man sehen: Die Welt öffnet sich in alle Richtungen.“

Wer die Grenzlandfilmtage besucht, hat bereits eine Grenze überwunden – die vom Mainstreamkino zu Filmen, die kaum laufen würden, wenn es Festivals wie in Selb nicht gäbe. Das Publikum ist jung und alt, aus Hochfranken und der ganzen Welt und in nur einem wirklich geeint: In dem Interesse, etwas Anderes zu sehen. Nicht nur zu Hause vor dem Fernseher zu sitzen, sondern aufzustehen, ins Kino zu gehen, sich auf unkonventionelle Geschichten einzulassen, auf einen ungewohnten Blick. Das erfordert Offenheit, Neugierde, die man hat oder nicht, und zwar im ganzen Leben. „Alles beginnt mit der Sehnsucht, etwas Neues zu erleben. Und dann muss man sich ein bisschen Mühe geben, sich mal was anschauen, mal wo hinfahren, bereit sein, nicht immer das Gleiche zu tun, sich zu bewegen.“ Dagmar Franke, die aus der Nähe von Berlin stammt und seit zwanzig Jahren in Selb lebt, hat diese Haltung nicht nur selbst, sie attestiert sie auch den Menschen in der Region. Natürlich gibt es für Hochfranken noch Trennlinien, aber sie sind längst keine Hindernisse mehr. „Die jungen Leute hier haben eh keine Scheu vor Grenzen“, sagt Dagmar Franke. Und bei den Älteren gebe es auch den Wunsch, kennenzulernen, was man früher nicht so leicht kennenlernen konnte. „Viele fahren in die tschechischen Bäder oder erwandern sich die Grenze.“

Gute Kontakte pflegen die Grenzlandfilmtage zu ihren Partnerfestivals in Ungarn und Polen. „Als ich das erste Mal in Polen dabei war, war es saukalt, klirrender Frost, Anfang Dezember“, sagt Dagmar Franke. „Auf dem Weg nach Frankfurt an der Oder ist uns zehnmal die Scheibenwaschanlage eingefroren. Und dann hatte unser Zug einen Lokschaden und wir mussten vier Stunden auf dem Bahnhof warten. Wir sind fast erfroren. Als wir endlich in Białystok ankamen, das ist nahe an der weißrussischen Grenze, war alles tief verschneit und wunderschön.“

Manchmal braucht es schon ein bisschen Kraft, Grenzen zu überwinden, aber es lohnt sich. Eine Grenze ist immer das Ende von etwas, aber auch immer der Anfang von etwas Neuem. Hochfranken hat seine Grenzerfahrungen. Aber jeden Tag arbeiten in Oberfranken, Sachsen und Böhmen viele Leute bewusst oder unbewusst daran, dass das Dreiländereck zusammenwächst. Die Deutsch-Deutschen Filmtage in Hof und Plauen und die Grenzlandfilmtage in Selb sind Teil davon. Sie halten Vergangenheit präsent, machen Grenzen und ihre Überwindung sichtbar. Sie sind wie Hochfranken selbst: Mit den Füßen nahe an der Grenze, im Kopf grenzenlos.

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Arzberg

Arzberg, 479 m hoch über dem Meeresspiegel gelegen hat rd. 5500 Einwohner. Deutschlands älteste Nagelfabrik, die Herstellung feinster Elisen-Lebkuchen und eine moderne Fleisch- und Wurstwarenfabrikation bilden das Hauptgewerbe der Stadt. Aus westlicher Richtung ist Arzberg über die Autobahn A9 und die Bundesstraße 303, die sogenannte Fichtelgebirgsstraße, bequem und schnell erreichbar. Aus Richtung Nord und Süd gelangt man über die Autobahn A93 und die Bundesstraßen B15 und B303 in den Ort. Arzberg besitzt einen Bahnhof an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger-Prag. Der Grenzübergang Schirnding zu Tschechien ist nur ca. 5 Kilometer entfernt. Deshalb ist Arzberg der ideale Ausganspunkt für Fahrten in das böhmische Bäderdreieck Franzensbad, Marienbad und Karlsbad. Aber auch in den Kernstock des Fichtelgebirges und in den Naturpark Steinwald ist es nicht weit. Die naturnahe Mittelgebirgslandschaft bietet vielzählige Freizeitmöglichkeiten zu allen Jahreszeiten für die ganze Familie: Skisport, ganz gleich ob alpin oder nordisch erschließen etwa im Bereich von Ochsenkopf, Kornberg oder Mehlmeisel die einmalige Winterlandschaft. Die charakteristischen Felsenlabyrinthe des Fichtelgebirges sind über ein engmaschiges Wanderwegenetz erreichbar.

Arzberg
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Münchberg

Münchberg, das ist keine Großstadt, allerdings eine Kleinstadt groß in ihrer Bedeutung, denn Münchberg, das ist:
1. das Tor zum Fichtelgebirge und Frankenwald
2. eine gewachsene und anerkannte Stadt der Textilindustrie
3. ein vielbeachtetes kulturelles Zentrum
4. eine weithin ausgewiesene Schulstadt
und zusätzlich eingebunden in eine entwickelte Infrastruktur.

Die Stadt Münchberg bietet auch ein weitgestreutes Angebot für nahezu alle Bedürfnisse der Freizeitgestaltung. Münchberg ist mit knapp 11.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Hof. Die flächenmäßige Ausdehnung von 68,79 qkm umfasst neben dem reinen Stadtbereich auch zahlreiche Ortsteile. Münchberg selbst, eingebettet inmitten der Münchberger Gneishochfläche, bildet das Tor zu Fichtelgebirge und Frankenwald, zwei Höhenzüge, die das Umland natürlich begrenzen. Somit gerät unsere Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Ausflüge und Erkundungen in diese waldreichen, von herrlichen Tälern durchzogenen, stets erholsamen Mittelgebirgszüge Nordostoberfrankens.

Zudem ist Münchberg gewachsene und anerkannte Heimstätte der Textilindustrie, die, entstanden aus der früher hier betriebenen Hausweberei, zahlreiche Textilbetriebe beherbergt, welche den Namen unserer Stadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntmachen. Münchberger Textilien und deren Herstellungsfirmen genießen einen hervorragenden Ruf. Mit Recht können wir behaupten, dass Münchberg einer der kulturellen Mittelpunkte des Landkreises Hof ist. So sind z.B. die Münchberger Sommerkonzerte oder die Bachtage weit bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Kunstbeflissene halten sich gerne im Bürgerzentrum auf, wo regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen stattfinden. Sehenswert ist der im Stadtpark gelegene GeoPark, der seine Besucher anhand von Schautafeln über den Aufbau und die Gesteinsvorkommen der Münchberger Gneismasse und der umliegenden Gebirgszüge informiert. Bei einem Spaziergang durch den Waldlehrpfad im Stadtwald erfährt man spielerisch viel Wissenswertes über den Wald im Fichtelgebirge.

Stolz sind wir in Münchberg auch auf unsere schulischen Einrichtungen: Unter anderem nehmen der Campus Münchberg der Hochschule Hof, die Staatl. Berufsschule für Textilberufe, die Staatl. Fachschule für Textiltechnik sowie die Staatl. Fachschule für Textilbetriebswirtschaft eine herausragende Stellung in Bayern ein, sind sie doch die einzigen Einrichtungen dieser Art in unserem Bundesland und unterstreichen damit unsere unmittelbare Verbindung zu allen Belangen der Textilindustrie.

Münchberg
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Bad Steben

Naturverbunden, romantisch und herzlich - so präsentiert sich die Marktgemeinde Bad Steben. Kraft tanken,ausspannen und einfach das Leben genießen gelingt spielend. Hier verbinden sich Tradition und Moderne: Das stilvolle Kurzentrum mit der Säulenwandelhalle aus dem frühen 20. Jahrhundert ist von einem blumenreichen, großzügigen Kurpark umgeben. Harmonisch fügen sich die neue Therme und die moderne Spielbank Bad Steben in das verträumte Gesamtbild des Ortes ein. Die alte Wehrkirche St.Walburga und die Lutherkirche gehören zu den kulturhistorischen bzw. architektonischen Kleinodien der weiteren Region. Bereits der große Naturforscher Alexander von Humboldt, der mehrere Jahre in Bad Steben gelebt hat und hier eine Bergbau-Schule gründete, schrieb: „Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder!"

Besonders sehenswert ist auch das Grafik Museum Stiftung Schreiner im Kurhaus. Die Sammlung setzt wichtige Akzente in der Präsentation zeitgenössischer Grafik. Abends wird das Kurhaus zur glanzvollen Bühne für Konzerte, Theater, Kabarett und Lesungen. Freunde des Spiels verbringen einen anregenden Abend in der Spielbank Bad Steben, wo das Glück in modernem Ambiente bei Roulette, Black Jack oder beim Automatenspiel gefordert wird. Darüber hinaus bieten zahlreiche Feste sowie die beiden großen Kirchweihmärkte eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten.

Das Motto in Bad Steben lautet: „mit allen Sinnen genießen."
Im luxuriösen Wellness-Zentrum der Therme Bad Steben locken wohltuende Sinneserlebnisse. Herrlicher Badespaß, wohltuende Saunafreuden, Gesundheitsvorsorge und kulinarische Erlebnisse bereiten hier Entspannung für Körper und Seele.

Bad Steben hat mehr zu bieten - Bad Steben ist ein Ort für alle Generationen!
Bad Steben ist auch ein Ort für Familien: Von Kinderkrippe über Kindergarten bis hin zum Hort stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. In einer modernen, großzügigen und erst vor kurzem sanierten Grundschule lernen die Kinder beinahe spielerisch. In zahlreichen Sportvereinen und Organisationen haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bzw. einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Jeder der fünf Ortsteile verfügt über einen Kinderspielplatz und Bus, Bahn sowie Taxi ermöglichen ohne eigenes Auto zueinander oder hinaus in die Welt zu kommen. Und auch im Herbst des Lebens ist Bad Steben ein Ort, der mit betreutem Wohnen, ambulanten Pflegediensten und einer stationären Pflegeeinrichtung alles zu bieten hat um die „goldenen Jahre" genießen zu können. Hier fühlen sich die Generationen wohl!

Bad Steben
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Höchstädt

Die Gemeinde Höchstädt, im Herzen des Fichtelgebirges gelegen, wurde erstmals im Jahre 1298 urkundlich erwähnt. Jedoch ist Höchstädt sicher älter; das Dorf wurde an einer alten Handelsstraße errichtet, die bereits im 11. Jhd. bestand. Bis zur Mitte des 19. Jhd. hatte sich der langgezogene Ortskern mit den Ortsteilen Braunersgrün, Rügersgrün, Witzlebensmühle und Tännig gebildet. Geprägt wird das Ortsbild vor allem durch die Peter-und-Paul-Kirche in der Mitte und dem Rohrer´schen Schloßgut im Oberen Dorf, welches noch als Schloßmuseum besichtigt werden kann. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, wie auch der neue grenzüberschreitende Radweg, laden zu ausgiebigen Touren durch die schöne Mitte des Fichtelgebirges ein. Über die Anbindung an die A 93 ist Höchstädt gut zu erreichen.

Höchstädt
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Rindfleischwurst

Hofer Rindfleischwurst ist eine rohe Streichwurst. In ihrer Konsistenz ist sie etwas gröber als eine Teewurst, jedoch feiner als eine Mettwurst. Als Hauptbestandteil enthält sie viel (mageres) Rindfleisch und ist deshalb besonders hochwertig. Der feine Geschmack erhält durch das Anräuchern über Buchenholz eine rauchige, schinkenähnliche Note. Diese feine Wurstspezialität wird nur in der Stadt und im Landkreis Hof / Saale hergestellt. Sie ist in Name und Herkunftsbezeichnung als regionaltypisches Produkt mit geographischer Ursprungsbezeichnung markenrechtlich geschützt.

Hofer Rindfleischwurst besitzt im abgegrenzten geographischen Gebiet von Stadt und Landkreis Hof eine über 50-jährige Tradition. Als ihr Erfinder gilt Metzgermeister Hans Militzer, der 1950 erstmals die Rezeptur der Rindfleischwurst entwickelte. Diese Tradition setzte sein ehemaliger Geselle Gottfried Rädlein fort, der die Rindfleischwurst von 1962 bis 1993 im eigenen Betrieb in Hof produzierte und diese weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte. Wegen seines äußerst fettarmen Ausgangsmaterials war und ist die Hofer Rindfleischwurst ein besonderes gut bekömmliches Produkt, das seinerzeit sogar von Ärzten für den Verzehr empfohlen wurde.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Zutaten: Rindfleisch, Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürze, Buchenholzrauch
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Quärkla

Der Quärkla ist ein fettarmer Sauermilchkäse, der nach einer längeren Reifezeit glasig-gelb wird und einen deftig-würzigen Geschmack annimmt. Im Fichtelgebirge und im Frankenwald wird er in einigen bäuerlichen Direktvermarktungsbetrieben sowie von vielen Hausfrauen noch selber hergestellt. Man isst ihn gerne mit Kümmel gewürzt zum kräftigen Landbrot. Besonders beliebt ist er als Kelleressen zum frischen Bier.

Die Herstellung des Quärkla oder Kuhkäses erinnert an die Rezeptur des bekannteren Harzer Käses. Man benötig dazu einen guten Bauernquark. Früher wurde Quark aus Rohmilch oder Vorzugsmilch in vielen Haushalten noch selber hergestellt. Heutige Hygienebestimmungen lassen aber den Verkauf der unbehandelten Milch nicht mehr zu. Man lässt den Quark gut abtropfen, formt kleine, handtellergroße Laibe daraus und legt sie auf ein mit Pergament bedecktes Holzbrett, deckt sie mit einem Küchentuch ab und lässt sie in der nicht zu warmen Küche mehrere Tage reifen. Zwischendurch werden die kleinen Käse mehrmals gewendet. Nach einer Woche schichtet man sie in eine Schüssel, deckt sie mit einem Tuch ab und stellt sie kalt.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

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Fränkische Bratwurst

Jeder kennt sie und (fast) alle liebe sie. Sie schmeckt nach unbeschwerten Stunden, ob als schnelle Zwischenmalzeit einfach auf die Hand, ob zur gemütlichen Brotzeit oder mit Kraut und Bratkartoffeln zum Mittagessen, ob auf der Kerwa, dem Bierkeller oder verlockend duftend vom Grill an einem warmen Sommerabend: die Bratwurst verführt und weckt alle Sinne. Mit gewissem Recht wird die Bratwurst seit jeher als der oberfränkische Wurstklassiker schlechthin geführt. In keiner Region ist die Geschichte der herzhaften Wurst präsenter, nirgendwo ist ihre Vielfalt größer als hier. Bratwürste sind das Aushängeschild nahezu aller oberfränkischen Metzgereien und die Leibspeise der Franken schlechthin.
Die meisten oberfränkischen Bratwürste sind relativ dick und von mittlerer Länge (15 - 20 mm Durchmesser, ca. 20 - 25 cm Länge). In Coburg beträgt das Bratwurstmaß traditionell sogar stolze 31 cm. Wie die Hofer sind sie allerdings deutlich dünner als z.B. die Bamberger mittelgrobe Bratwurst. Gefüllt werden die schmackhaften Würste mit gut ausgewähltem Schweinebauch und magerem Schweinefleisch. In manchen Regionen wird Kalb- oder Rindfleisch dazugegeben. Neben verschiedenen Fragen der Würzbeigabe - ob mit Majoran, nur mit Pfeffer und Kümmel oder aber einem Hauch von Knoblauch und Zitrone - spielt die Konsistenz der Wurstfülle eine besondere kulturgeschichtliche Rolle. So wurde die grobe Bratwurst vor allem in den evangelischen Regionen Oberfrankens angeboten; die mittelgrobe bis feine dagegen stammte aus den katholischen Gebieten.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Fränkische Bratwurst
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Hofer Wärschtlamo-Wärscht

Die Tradition der Hofer Wärschtla-Männer geht auf das Jahr 1881 zurück. Ein noch heute bestehender Fleischerbetrieb kam damals auf die Idee, einen Mitarbeiter namens Johann Georg Jahn in der Stadt mit "haßn Hofern" auf Tour zu schicken. Dazu musste aber erst noch der originale Hofer Messing-Wurstkessel erfunden und das typische "Wärschtlamo-Oziezeich" kreiert werden. Mit Fug und Recht darf also der "Jahns-Gerch" als der Stammvater der Hofer Wärschtlamänner bezeichnet werden. Der Wärschtlamo ist also ein Berufsstand, der in Hof eine lange Tradition hat, und den es nur in Hof gibt. In manchen Familien vererbte sich die Ausübung dieses Berufes von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.

Heutzutage ist der Wärschtlamo aus dem kulinarischen Leben der Stadt Hof nicht mehr wegzudenken.
Die meisten Wärschtla-Männer behaupten heute einen festen Standort. Dort stehen sie - meist ungeschützt gegen Wind und Wetter - zu jeder Jahreszeit. Früher waren ihnen jedoch feste Standorte überhaupt verboten, sie mussten "im Umherlaufen" ihre schmackhafte Ware loswerden.

Manche haben sich auf den Verkauf in Betrieben und größeren Bürohäusern spezialisiert. Mit durchdringendem Pfiff pflegen sie ihr Erscheinen kundzutun, wie es schon ihre Stammväter getan haben. Meist schallt dann auch noch der Ruf "Haaß sensa / kalt wernsa" wie ehemals durch das Treppenhaus.

Die typische Berufskleidung des Wärschtlamo ist seit eh und je eine wetterfeste zumeist "lederna Jubbm". Darunter trägt er eine "weisa Scherzn", auf dem Kopf die flachgedrückte "Patschkappn", über die linke Schulter den original Hofer Wurstkessel aus Messing und am linken Arm den Henkelkorb "voller Laabla".

Auch die Zubereitung der Wärschtla besticht durch eine besondere Note: Sie werden nicht im Wasser heiß gemacht, sondern im Dampf erhitzt, das gibt ihnen den besonderen Geschmack und das zum Genuss so anregende Aroma. Beheizt wird der Messingkessel mit glühender Holzkohle.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Hofer Wärschtlamo-Wärscht
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Weißenstadt

Im Herzen der Region Fichtelgebirge, im Tal der Eger, liegt das beschauliche Städtchen Weißenstadt. 1299 erstmals urkundlich erwähnt, ist der malerische Ort mit seinem Heilquellenkurbetrieb eine der ältesten Städte der Region und hat sich über Jahrhunderte hinweg zu einem ganz besonderen Flecken Erde entwickelt.

Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 ha der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Der allseits zugängliche See bietet dem Besucher Entspannung, Erholung und eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten. Der bequem begehbare 4 km lange Uferweg zählt bei Jung und Alt zu den meistbesuchten Spazierwegen im Fichtelgebirge und eignet sich auch bestens für Rollstuhlfahrer. Gönnen Sie sich eine Rast auf einer der Ruhebänke um den See und genießen Sie den herrlichen Blick auf den Großen Waldstein und den Schneeberg, dem höchsten Berg Nordbayerns.

In den letzten Jahren führten vor allem unsere interessanten Keller- und Stadtführungen zu großer Beliebtheit, sowie Einkaufsmöglichkeiten von Vollkornspezialitäten und Kräuterspirituosen. Weißenstadt bietet eine ausgeprägte Klimavielfalt. Hangwinde bringen gute Durchlüftung, ausreichend abendliche Abkühlung und gute Frischluftzufuhr. Im Sommer gibt es kaum Wärmebelastung, Kältereize treten häufiger auf (gut für Kurzwecke). Gem. DWD finden Sie ein gutes Bioklima.

In unserem 2007 erbauten Kurzentrum finden Sie unter anderem Radontherapien. Die medizinischen Anwendungen finden in Form von Radonwannenbädern, im Bewegungsbecken, als Inhalationen und Radontrinkkuren statt.

Weißenstadt
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Kirchenlamitz

Eingebettet im Tal der Lamitz liegt zwischen Epprechtstein und Kornberg die Stadt Kirchenlamitz. Stattliche Bürgerhäuser und drei Kirchen prägen das Ortsbild. Große Parkanlagen und Gewässer bieten dem Besucher Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung.
Sie erreichen Kirchenlamitz bequem mit der Eisenbahn aus allen Richtungen oder mit dem Auto über die A9 bzw. A 93. Zu Fuß benutzen Sie den Fränkischen Gebirgsweg. Sehenswert ist der alte, von Granit geprägte Ortskern oder die Burgruine Epprechtstein, in deren Umfeld Sie verlassene Steinbrüche und Deutschlands größtes Granitlabyrinth finden. Viele Vereine und gesellschaftliche Organisationen laden Sie gerne zu ihren Veranstaltungen ein.
Gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege führen Sie zu markanten Plätzen und in die entfernten Ortsteile. Dabei berühren Sie alte Burgen, Seen und kleine Schlösser. Ausgedehnte Touren unternehmen Sie zu den Gipfeln des Fichtelgebirges, zu kulturell bemerkenswerten Plätzen und in eine herrliche Naturlandschaft.

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Hohenberg a.d. Eger

Am östlichen Rand des Fichtelgebirges liegt das alte Sechsämterstädtchen Hohenberg an der Eger. Eine trutzige, turmbewehrte Markgrafenburg prägt das Stadtbild. Von den Türmen und dem nahe gelegenen Steinberg (653 m) bietet sich eine herrliche Fernsicht weit ins Egerland bis hin zum Erzgebirge.

Einst stand auf der Burg die Wiege der nordostbayerischen Porzellanindustrie. Karl Magnus Hutschenreuther gründete hier 1814 die erste Porzellanfabrik. Heute sorgen die Ökologische Bildungsstätte und eine Jugendherberge für Leben innerhalb der ehrwürdigen Mauern. Romantische Partien an der Eger laden zu Spaziergängen ein. Ein Besuch im Porzellanikon wird für viele zum Erlebnis. Zahlreiche gut markierte Rad- und Wanderwege führen in die schönsten Winkel des Sechsämterlandes und ins benachbarte Egerland.

Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn (Haltestelle Schirnding) oder mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 leicht zu erreichen.

Hohenberg a.d. Eger
Schauplatz der Grenzlandfilmtage: Das Kino-Center Selb.

Schauplatz der Grenzlandfilmtage: Das Kino-Center Selb.

"Die Leute sitzen nach den Vorführungen oft einfach da und können erst mal gar nichts sagen." Steffi Behncke

"Die Leute sitzen nach den Vorführungen oft einfach da und können erst mal gar nichts sagen." Steffi Behncke

"Das Ossi-Wessi-Gerede ist vorbei. Wir gehen aufeinander zu, von gleich zu gleich, ohne Unterschiede." Jürgen Stader

"Das Ossi-Wessi-Gerede ist vorbei. Wir gehen aufeinander zu, von gleich zu gleich, ohne Unterschiede." Jürgen Stader

"Wir zeigen Kriminelle, Schrille, Verrückte. Grenzen in zwischenmenschlichen Beziehungen, zwischen Mann und Frau." Dagmar Franke

"Wir zeigen Kriminelle, Schrille, Verrückte. Grenzen in zwischenmenschlichen Beziehungen, zwischen Mann und Frau." Dagmar Franke

"Zug in die Freiheit": Am 1.Oktober 1989 und in den Tagen danach kamen insgesamt 14 Züge mit DDR-Flüchtlingen aus der Prager Botschaft am Hofer Hauptbahnhof an. <br /> <br /> Foto: Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

"Zug in die Freiheit": Am 1.Oktober 1989 und in den Tagen danach kamen insgesamt 14 Züge mit DDR-Flüchtlingen aus der Prager Botschaft am Hofer Hauptbahnhof an.

Foto: Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Der Grenzübergang bei Ullitz war 1989 einer der ersten innerdeutschen Grenzübergänge, der geöffnet wurde. <br /> Foto: Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Der Grenzübergang bei Ullitz war 1989 einer der ersten innerdeutschen Grenzübergänge, der geöffnet wurde.
Foto: Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth