Insider mit dem Blick von außen
Insider mit dem Blick von außen

Von Sabrina Kaestner

Wie sehen Menschen die Region, die aus anderen Städten, Regionen oder Ländern nach Hochfranken gekommen sind, um hier zu studieren, zu arbeiten und zu leben?Elena, Timea, Geneash und Yami sind teils gewollt, teils zufällig in Hof gelandet. Sie kommen aus Moskau, Rumänien, Indien und Berlin und haben uns von ihren Erlebnissen und Eindrücken erzählt.

Elena Panova


Elena Panova ist in einem Moskauer Vorort aufgewachsen und hat in der russischen Hauptstadt studiert. Nach Hof kam sie 2011 zufällig: „Ich habe einen Sommer lang als Volunteer in einem Sommercamp in Stuttgart gearbeitet. Danach stand für mich fest – ich will für ein Semester nach Deutschland! Meine Uni hat mir dann Hof vorgeschlagen. Die Hochschule ist eine unserer Partnerunis.“ Zuerst hatte die heute 23-jährige Vorbehalte in eine so kleine Stadt zu gehen, doch Hof hat sie schnell überzeugt. „Hier ist alles zu Fuß erreichbar, die Leute sind nett und die Landschaft ist wunderschön“, so schwärmt sie von der Saalestadt. Auch von der Hochschule war Elena begeistert und blieb gleich ein Semester länger als ursprünglich geplant: „Die zwei Semester in Hof waren einfach toll! Auch, weil ich hier meinen Freund kennen gelernt habe.“ Als sie zurück nach Moskau geht um ihr Studium abzuschließen steht für sie fest, dass sie zum Masterstudium wieder nach Deutschland möchte. Die Wahl fällt auf Hof. „Das Angebot hat einfach gepasst. Der Master Marketing Management hat mich sehr interessiert und meine Erwartungen nicht enttäuscht. Dass ich so gleichzeitig bei meinem Freund in der Nähe sein konnte war ein weiterer Vorteil.“ Mittlerweile hat sie den Master in der Tasche, hierbleiben will sie immer noch. Zusammen mit ihrem Freund und einem Kommilitonen arbeitet sie gerade an einem Businessplan für ihr eigenes Unternehmen. Vier Jahre ist es jetzt her, dass Elena nach Hof kam. Ihr Fazit: „Die Menschen grüßen sich auf der Straße und sogar der Bäcker bei dem ich sonntags meine Semmeln hole kennt mich. Das hat mich Anfangs wirklich überrascht. Dort wo ich herkomme ist eine so familiäre Atmosphäre nicht möglich. Moskau ist dafür einfach viel zu groß. Die Ruhe, das „Jeder-kennt-jeden“ – das gefällt mir hier richtig gut!“

Timea Somlea

Timea Somlea hingegen war von Anfang an klar, ihr Auslandssemester wird sie in Berlin, Wien oder Graz verbringen. Gelandet ist die 27 Jahre alte Rumänin 2009 dann allerdings in Hof: „Der Platz wurde mir von meiner Universität zugeteilt.“ Die Freude darüber war Anfangs eher verhalten. „Doch das Semester hier war dann wirklich toll!“ Von der Hochschule war sie positiv überrascht: „Die Ausrichtung in der Lehre, die Betreuung durch das International Office und auch durch die Professoren ist sehr gut.“ Auch der Kontakt zu den anderen Austauschstudenten war eng: „Wir waren eine große Gruppe, haben viel gefeiert und auch oft Städtetrips gemacht. Von Hof aus sind Berlin, Prag und München in nur zwei bis drei Stunden zu

erreichen.“ Während des Semesters nimmt sie an einer Exkursion zu Viessmann teil und bekommt gleich eine Praktikumstelle angeboten. Timea sagt zu und so bleibt auch sie erst einmal länger in der Saalestadt. Nach dem Bachelorstudium kommt sie wieder nach Hof, für den MBA Marketing. „Während dem Master habe ich mich wirklich sehr stark auf das Studium konzentriert, außerhalb der Hochschule hatte ich kaum Kontakte.“ Mittlerweile arbeitet Timea im Vertrieb bei Vishay in Selb: „Die Arbeit gefällt mir sehr. Der Job ist abwechslungsreich und durch das häufige Reisen komme ich viel rum. Doch für den Feierabend würde ich mir die Möglichkeit wünschen, öfter spontan zu Events, beispielsweise After-Work-Partys gehen zu können, um Leute kennen zu lernen und Anschluss zu finden. Das fehlt mir hier.“ Was ihr hier in der Region gefällt? „Die Ruhe. Aber auch die Möglichkeit schnell woanders sein zu können. Verkehrstechnisch gesehen liegt Hof wirklich super!“ Auch die günstigen Mieten sind ein Vorteil: „Im Vergleich zu meinen Freunden, die in deutschen Großstädten leben, kann ich mit meinem Gehalt hier wirklich gut leben und mir auch öfters die ein oder andere Reise leisten.“ Ihr Eindruck von der Saalestadt: „Die Öffnungszeiten der Geschäfte, Cafés und beispielsweise des Schwimmbads sind alles andere als optimal für mich. Mit meinen Arbeitszeiten ist es mir fast nicht möglich nach der Arbeit noch entspannt das Angebot zu nutzen. Aber ansonsten hat Hof ein hohes Potential und das kulturelle Angebot ist für die Größe der Stadt wirklich gut!“

Ganeash Ram

Ganeash Ram kommt aus dem Süden Indiens, seine Heimatstadt Karur hat 1 Million Einwohner. Er hätte sich wohl kaum einen gegensätzlicheren Ort als neuen Wohnort suchen können. Nach seinem Bachelorstudium im Maschinenbau entschließt er sich für den Master German-Indian Management Studies in Hof. Das Programm ist deutschlandweit einmalig und es ist speziell auf die Ausbildung indischer Ingenieure im Bereich Marketing ausgelegt. Ganeash soll einmal Brücken bauen, zwischen der deutschen und der indischen Wirtschaft und auch zwischen den beiden Kulturen. Er ist erst seit März 2014 in Hof und lacht wenn er von seinem ersten Eindruck erzählt: „Es war kalt! Aber ich mag den Winter und allgemein sind die Temperaturen hier sehr angenehm.“ Überrascht hat ihn auch die Hochschule. Hier geht es deutlich lockerer zu als in Indien: „In legerer Kleidung in die Uni zu gehen ist dort undenkbar. Auch rauchen ist auf dem Campus untersagt.“ Ganeash gefällt es in Hof, die Stadt ist klein und ruhig, seine Lieblingsorte sind der Untreusee und der Theresienstein. „Oft treffe ich zufällig andere Studenten wenn ich durch die Stadt laufe. Das ist schön. Auch dass sich die Menschen auf der Straße grüßen, ob sie sich kennen oder nicht. Grüß Gott war das erste, was ich hier gelernt habe“, erzählt er. Schwer fiel es ihm Anfangs den Bus zu erwischen: „Die sind hier so pünktlich.“

Yami Quiroga

Yami Quiroga ist nicht über die Hochschule nach

Hof gekommen. Die Berlinerin hat in Potsdam Amerikanistik, Religionswissenschaften und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften studiert. Seit Oktober2013 arbeitet die 30-jährige als Area Sales Managerin für die Gebiete Südafrika, Skandinavien, Schweiz und Fernost für Schönwald, eine Marke der BHS tabletop AG. Der Kontakt zum Unternehmen entstand zufällig auf einer Messe: „Ich habe eine Zeit lang als Messehostess gearbeitet, einmal eben auch für die Marke Schönwald. So habe ich von der Stelle erfahren und mir wurde nahe gelegt, es doch einfach mal zu versuchen. Von alleine wäre ich nicht auf die Idee gekommen, ich habe ja einen ganz anderen Hintergrund.“ Nach reiflicher Überlegung bewirbt Yami sich und überzeugt. „Ich finde das wirklich mutig vom Unternehmen, mich als Fachfremde einzustellen.“ Ihre Mitarbeiter und Kollegen haben immer ein offenes Ohr und die Kommunikation war von Anfang an sehr offen. „Meine Freunde in Berlin beneiden mich für mein Leben hier, denn ich habe einen festen Arbeitsvertrag mit geregelten Arbeitszeiten. In der Großstadt ist man wie ein Spielball der hin und her geworfen wird – befristete Arbeitsverträge, unbezahlte Überstunden, eine 50 oder 60 Stunden Woche, ständig muss man flexibel sein – das ist wirklich zermürbend.“ Hier kann der Mensch noch Mensch sein sagt sie, und dass sie stolz ist für BHS zu arbeiten: „Die persönliche Bindung, das hochwertige Produkt, der Beitrag zum Umweltschutz und die ganze Firmenphilosophie, das alles trägt dazu bei.“ Dass Hochfranken nichts für den „Großstadt-Party-Mensch“ ist klar, aber die Kultur- und Freizeitmöglichkeiten in der Region lassen für Yami kaum Wünsche offen. „Ich bin gerne in der Natur, manchmal gehe ich freitags nach der Arbeit gleich im Fichtelgebirge wandern. Und auch das Angebot im Kulturbereich ist hier gut und vor allem erschwinglich.“ Heute muss sie lachen wenn sie an ihre erste Erfahrung in Hochfranken denkt: „Vor meinem ersten Vorstellungsgespräch war ich etwas früher da und wollte in Selb noch Essen gehen. Aber es war Montag und nichts hatte offen. Das war ich aus Berlin nicht gewohnt. Ich dachte nur „Oh Gott, hier soll ich leben?! Das geht doch nicht!“ als ich durch die Stadt fuhr.“ Mittlerweile hat sie sich an die anderen Öffnungszeiten und auch an weitere Unterschiede im Vergleich zur Großstadt gewöhnt und fühlt sich wohl in der Region: „Auch in Hof gefällt es mir gut. Die Saaleauen, der Untreusee, der Theresienstein, aber auch die Architektur, das Multi-Kulti im Bahnhofsviertel und dass alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen ist. Ich lebe gerne hier.“ Aber auch sie findet es schwierig hier Anschluss zu finden: „Um Kontakte muss man sich schon bemühen. Das passiert nicht zufällig. Ist vielleicht auch ein Ding in der Kleinstadt. Hier leben die meisten in ihren festen sozialen Strukturen. Als Zugezogener ist man dann eher der, der den ersten Schritt machen muss.“ Über einen anderen Unterschied zur Großstadt muss Yami dafür aber immer wieder schmunzeln: „In Berlin orientiert sich jeder am U-Bahn-Netz und den um die Stationen herum liegenden Straßen. Wenn ich hier nach dem Weg frage, lautet die Antwort eher ´...an der zweiten Ampel links fahren und dann beim Metzger rechts abbiegen...´. Das finde ich sehr symphatisch.“

Text schließen

Arzberg

Arzberg, 479 m hoch über dem Meeresspiegel gelegen hat rd. 5500 Einwohner. Deutschlands älteste Nagelfabrik, die Herstellung feinster Elisen-Lebkuchen und eine moderne Fleisch- und Wurstwarenfabrikation bilden das Hauptgewerbe der Stadt. Aus westlicher Richtung ist Arzberg über die Autobahn A9 und die Bundesstraße 303, die sogenannte Fichtelgebirgsstraße, bequem und schnell erreichbar. Aus Richtung Nord und Süd gelangt man über die Autobahn A93 und die Bundesstraßen B15 und B303 in den Ort. Arzberg besitzt einen Bahnhof an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger-Prag. Der Grenzübergang Schirnding zu Tschechien ist nur ca. 5 Kilometer entfernt. Deshalb ist Arzberg der ideale Ausganspunkt für Fahrten in das böhmische Bäderdreieck Franzensbad, Marienbad und Karlsbad. Aber auch in den Kernstock des Fichtelgebirges und in den Naturpark Steinwald ist es nicht weit. Die naturnahe Mittelgebirgslandschaft bietet vielzählige Freizeitmöglichkeiten zu allen Jahreszeiten für die ganze Familie: Skisport, ganz gleich ob alpin oder nordisch erschließen etwa im Bereich von Ochsenkopf, Kornberg oder Mehlmeisel die einmalige Winterlandschaft. Die charakteristischen Felsenlabyrinthe des Fichtelgebirges sind über ein engmaschiges Wanderwegenetz erreichbar.

Arzberg
Text schließen

Münchberg

Münchberg, das ist keine Großstadt, allerdings eine Kleinstadt groß in ihrer Bedeutung, denn Münchberg, das ist:
1. das Tor zum Fichtelgebirge und Frankenwald
2. eine gewachsene und anerkannte Stadt der Textilindustrie
3. ein vielbeachtetes kulturelles Zentrum
4. eine weithin ausgewiesene Schulstadt
und zusätzlich eingebunden in eine entwickelte Infrastruktur.

Die Stadt Münchberg bietet auch ein weitgestreutes Angebot für nahezu alle Bedürfnisse der Freizeitgestaltung. Münchberg ist mit knapp 11.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Hof. Die flächenmäßige Ausdehnung von 68,79 qkm umfasst neben dem reinen Stadtbereich auch zahlreiche Ortsteile. Münchberg selbst, eingebettet inmitten der Münchberger Gneishochfläche, bildet das Tor zu Fichtelgebirge und Frankenwald, zwei Höhenzüge, die das Umland natürlich begrenzen. Somit gerät unsere Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Ausflüge und Erkundungen in diese waldreichen, von herrlichen Tälern durchzogenen, stets erholsamen Mittelgebirgszüge Nordostoberfrankens.

Zudem ist Münchberg gewachsene und anerkannte Heimstätte der Textilindustrie, die, entstanden aus der früher hier betriebenen Hausweberei, zahlreiche Textilbetriebe beherbergt, welche den Namen unserer Stadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntmachen. Münchberger Textilien und deren Herstellungsfirmen genießen einen hervorragenden Ruf. Mit Recht können wir behaupten, dass Münchberg einer der kulturellen Mittelpunkte des Landkreises Hof ist. So sind z.B. die Münchberger Sommerkonzerte oder die Bachtage weit bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Kunstbeflissene halten sich gerne im Bürgerzentrum auf, wo regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen stattfinden. Sehenswert ist der im Stadtpark gelegene GeoPark, der seine Besucher anhand von Schautafeln über den Aufbau und die Gesteinsvorkommen der Münchberger Gneismasse und der umliegenden Gebirgszüge informiert. Bei einem Spaziergang durch den Waldlehrpfad im Stadtwald erfährt man spielerisch viel Wissenswertes über den Wald im Fichtelgebirge.

Stolz sind wir in Münchberg auch auf unsere schulischen Einrichtungen: Unter anderem nehmen der Campus Münchberg der Hochschule Hof, die Staatl. Berufsschule für Textilberufe, die Staatl. Fachschule für Textiltechnik sowie die Staatl. Fachschule für Textilbetriebswirtschaft eine herausragende Stellung in Bayern ein, sind sie doch die einzigen Einrichtungen dieser Art in unserem Bundesland und unterstreichen damit unsere unmittelbare Verbindung zu allen Belangen der Textilindustrie.

Münchberg
Text schließen

Bad Steben

Naturverbunden, romantisch und herzlich - so präsentiert sich die Marktgemeinde Bad Steben. Kraft tanken,ausspannen und einfach das Leben genießen gelingt spielend. Hier verbinden sich Tradition und Moderne: Das stilvolle Kurzentrum mit der Säulenwandelhalle aus dem frühen 20. Jahrhundert ist von einem blumenreichen, großzügigen Kurpark umgeben. Harmonisch fügen sich die neue Therme und die moderne Spielbank Bad Steben in das verträumte Gesamtbild des Ortes ein. Die alte Wehrkirche St.Walburga und die Lutherkirche gehören zu den kulturhistorischen bzw. architektonischen Kleinodien der weiteren Region. Bereits der große Naturforscher Alexander von Humboldt, der mehrere Jahre in Bad Steben gelebt hat und hier eine Bergbau-Schule gründete, schrieb: „Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder!"

Besonders sehenswert ist auch das Grafik Museum Stiftung Schreiner im Kurhaus. Die Sammlung setzt wichtige Akzente in der Präsentation zeitgenössischer Grafik. Abends wird das Kurhaus zur glanzvollen Bühne für Konzerte, Theater, Kabarett und Lesungen. Freunde des Spiels verbringen einen anregenden Abend in der Spielbank Bad Steben, wo das Glück in modernem Ambiente bei Roulette, Black Jack oder beim Automatenspiel gefordert wird. Darüber hinaus bieten zahlreiche Feste sowie die beiden großen Kirchweihmärkte eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten.

Das Motto in Bad Steben lautet: „mit allen Sinnen genießen."
Im luxuriösen Wellness-Zentrum der Therme Bad Steben locken wohltuende Sinneserlebnisse. Herrlicher Badespaß, wohltuende Saunafreuden, Gesundheitsvorsorge und kulinarische Erlebnisse bereiten hier Entspannung für Körper und Seele.

Bad Steben hat mehr zu bieten - Bad Steben ist ein Ort für alle Generationen!
Bad Steben ist auch ein Ort für Familien: Von Kinderkrippe über Kindergarten bis hin zum Hort stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. In einer modernen, großzügigen und erst vor kurzem sanierten Grundschule lernen die Kinder beinahe spielerisch. In zahlreichen Sportvereinen und Organisationen haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bzw. einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Jeder der fünf Ortsteile verfügt über einen Kinderspielplatz und Bus, Bahn sowie Taxi ermöglichen ohne eigenes Auto zueinander oder hinaus in die Welt zu kommen. Und auch im Herbst des Lebens ist Bad Steben ein Ort, der mit betreutem Wohnen, ambulanten Pflegediensten und einer stationären Pflegeeinrichtung alles zu bieten hat um die „goldenen Jahre" genießen zu können. Hier fühlen sich die Generationen wohl!

Bad Steben
Text schließen

Höchstädt

Die Gemeinde Höchstädt, im Herzen des Fichtelgebirges gelegen, wurde erstmals im Jahre 1298 urkundlich erwähnt. Jedoch ist Höchstädt sicher älter; das Dorf wurde an einer alten Handelsstraße errichtet, die bereits im 11. Jhd. bestand. Bis zur Mitte des 19. Jhd. hatte sich der langgezogene Ortskern mit den Ortsteilen Braunersgrün, Rügersgrün, Witzlebensmühle und Tännig gebildet. Geprägt wird das Ortsbild vor allem durch die Peter-und-Paul-Kirche in der Mitte und dem Rohrer´schen Schloßgut im Oberen Dorf, welches noch als Schloßmuseum besichtigt werden kann. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, wie auch der neue grenzüberschreitende Radweg, laden zu ausgiebigen Touren durch die schöne Mitte des Fichtelgebirges ein. Über die Anbindung an die A 93 ist Höchstädt gut zu erreichen.

Höchstädt
Text schließen

Rindfleischwurst

Hofer Rindfleischwurst ist eine rohe Streichwurst. In ihrer Konsistenz ist sie etwas gröber als eine Teewurst, jedoch feiner als eine Mettwurst. Als Hauptbestandteil enthält sie viel (mageres) Rindfleisch und ist deshalb besonders hochwertig. Der feine Geschmack erhält durch das Anräuchern über Buchenholz eine rauchige, schinkenähnliche Note. Diese feine Wurstspezialität wird nur in der Stadt und im Landkreis Hof / Saale hergestellt. Sie ist in Name und Herkunftsbezeichnung als regionaltypisches Produkt mit geographischer Ursprungsbezeichnung markenrechtlich geschützt.

Hofer Rindfleischwurst besitzt im abgegrenzten geographischen Gebiet von Stadt und Landkreis Hof eine über 50-jährige Tradition. Als ihr Erfinder gilt Metzgermeister Hans Militzer, der 1950 erstmals die Rezeptur der Rindfleischwurst entwickelte. Diese Tradition setzte sein ehemaliger Geselle Gottfried Rädlein fort, der die Rindfleischwurst von 1962 bis 1993 im eigenen Betrieb in Hof produzierte und diese weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte. Wegen seines äußerst fettarmen Ausgangsmaterials war und ist die Hofer Rindfleischwurst ein besonderes gut bekömmliches Produkt, das seinerzeit sogar von Ärzten für den Verzehr empfohlen wurde.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Zutaten: Rindfleisch, Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürze, Buchenholzrauch
Text schließen

Quärkla

Der Quärkla ist ein fettarmer Sauermilchkäse, der nach einer längeren Reifezeit glasig-gelb wird und einen deftig-würzigen Geschmack annimmt. Im Fichtelgebirge und im Frankenwald wird er in einigen bäuerlichen Direktvermarktungsbetrieben sowie von vielen Hausfrauen noch selber hergestellt. Man isst ihn gerne mit Kümmel gewürzt zum kräftigen Landbrot. Besonders beliebt ist er als Kelleressen zum frischen Bier.

Die Herstellung des Quärkla oder Kuhkäses erinnert an die Rezeptur des bekannteren Harzer Käses. Man benötig dazu einen guten Bauernquark. Früher wurde Quark aus Rohmilch oder Vorzugsmilch in vielen Haushalten noch selber hergestellt. Heutige Hygienebestimmungen lassen aber den Verkauf der unbehandelten Milch nicht mehr zu. Man lässt den Quark gut abtropfen, formt kleine, handtellergroße Laibe daraus und legt sie auf ein mit Pergament bedecktes Holzbrett, deckt sie mit einem Küchentuch ab und lässt sie in der nicht zu warmen Küche mehrere Tage reifen. Zwischendurch werden die kleinen Käse mehrmals gewendet. Nach einer Woche schichtet man sie in eine Schüssel, deckt sie mit einem Tuch ab und stellt sie kalt.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Text schließen

Fränkische Bratwurst

Jeder kennt sie und (fast) alle liebe sie. Sie schmeckt nach unbeschwerten Stunden, ob als schnelle Zwischenmalzeit einfach auf die Hand, ob zur gemütlichen Brotzeit oder mit Kraut und Bratkartoffeln zum Mittagessen, ob auf der Kerwa, dem Bierkeller oder verlockend duftend vom Grill an einem warmen Sommerabend: die Bratwurst verführt und weckt alle Sinne. Mit gewissem Recht wird die Bratwurst seit jeher als der oberfränkische Wurstklassiker schlechthin geführt. In keiner Region ist die Geschichte der herzhaften Wurst präsenter, nirgendwo ist ihre Vielfalt größer als hier. Bratwürste sind das Aushängeschild nahezu aller oberfränkischen Metzgereien und die Leibspeise der Franken schlechthin.
Die meisten oberfränkischen Bratwürste sind relativ dick und von mittlerer Länge (15 - 20 mm Durchmesser, ca. 20 - 25 cm Länge). In Coburg beträgt das Bratwurstmaß traditionell sogar stolze 31 cm. Wie die Hofer sind sie allerdings deutlich dünner als z.B. die Bamberger mittelgrobe Bratwurst. Gefüllt werden die schmackhaften Würste mit gut ausgewähltem Schweinebauch und magerem Schweinefleisch. In manchen Regionen wird Kalb- oder Rindfleisch dazugegeben. Neben verschiedenen Fragen der Würzbeigabe - ob mit Majoran, nur mit Pfeffer und Kümmel oder aber einem Hauch von Knoblauch und Zitrone - spielt die Konsistenz der Wurstfülle eine besondere kulturgeschichtliche Rolle. So wurde die grobe Bratwurst vor allem in den evangelischen Regionen Oberfrankens angeboten; die mittelgrobe bis feine dagegen stammte aus den katholischen Gebieten.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Fränkische Bratwurst
Text schließen

Hofer Wärschtlamo-Wärscht

Die Tradition der Hofer Wärschtla-Männer geht auf das Jahr 1881 zurück. Ein noch heute bestehender Fleischerbetrieb kam damals auf die Idee, einen Mitarbeiter namens Johann Georg Jahn in der Stadt mit "haßn Hofern" auf Tour zu schicken. Dazu musste aber erst noch der originale Hofer Messing-Wurstkessel erfunden und das typische "Wärschtlamo-Oziezeich" kreiert werden. Mit Fug und Recht darf also der "Jahns-Gerch" als der Stammvater der Hofer Wärschtlamänner bezeichnet werden. Der Wärschtlamo ist also ein Berufsstand, der in Hof eine lange Tradition hat, und den es nur in Hof gibt. In manchen Familien vererbte sich die Ausübung dieses Berufes von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.

Heutzutage ist der Wärschtlamo aus dem kulinarischen Leben der Stadt Hof nicht mehr wegzudenken.
Die meisten Wärschtla-Männer behaupten heute einen festen Standort. Dort stehen sie - meist ungeschützt gegen Wind und Wetter - zu jeder Jahreszeit. Früher waren ihnen jedoch feste Standorte überhaupt verboten, sie mussten "im Umherlaufen" ihre schmackhafte Ware loswerden.

Manche haben sich auf den Verkauf in Betrieben und größeren Bürohäusern spezialisiert. Mit durchdringendem Pfiff pflegen sie ihr Erscheinen kundzutun, wie es schon ihre Stammväter getan haben. Meist schallt dann auch noch der Ruf "Haaß sensa / kalt wernsa" wie ehemals durch das Treppenhaus.

Die typische Berufskleidung des Wärschtlamo ist seit eh und je eine wetterfeste zumeist "lederna Jubbm". Darunter trägt er eine "weisa Scherzn", auf dem Kopf die flachgedrückte "Patschkappn", über die linke Schulter den original Hofer Wurstkessel aus Messing und am linken Arm den Henkelkorb "voller Laabla".

Auch die Zubereitung der Wärschtla besticht durch eine besondere Note: Sie werden nicht im Wasser heiß gemacht, sondern im Dampf erhitzt, das gibt ihnen den besonderen Geschmack und das zum Genuss so anregende Aroma. Beheizt wird der Messingkessel mit glühender Holzkohle.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Hofer Wärschtlamo-Wärscht
Text schließen

Weißenstadt

Im Herzen der Region Fichtelgebirge, im Tal der Eger, liegt das beschauliche Städtchen Weißenstadt. 1299 erstmals urkundlich erwähnt, ist der malerische Ort mit seinem Heilquellenkurbetrieb eine der ältesten Städte der Region und hat sich über Jahrhunderte hinweg zu einem ganz besonderen Flecken Erde entwickelt.

Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 ha der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Der allseits zugängliche See bietet dem Besucher Entspannung, Erholung und eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten. Der bequem begehbare 4 km lange Uferweg zählt bei Jung und Alt zu den meistbesuchten Spazierwegen im Fichtelgebirge und eignet sich auch bestens für Rollstuhlfahrer. Gönnen Sie sich eine Rast auf einer der Ruhebänke um den See und genießen Sie den herrlichen Blick auf den Großen Waldstein und den Schneeberg, dem höchsten Berg Nordbayerns.

In den letzten Jahren führten vor allem unsere interessanten Keller- und Stadtführungen zu großer Beliebtheit, sowie Einkaufsmöglichkeiten von Vollkornspezialitäten und Kräuterspirituosen. Weißenstadt bietet eine ausgeprägte Klimavielfalt. Hangwinde bringen gute Durchlüftung, ausreichend abendliche Abkühlung und gute Frischluftzufuhr. Im Sommer gibt es kaum Wärmebelastung, Kältereize treten häufiger auf (gut für Kurzwecke). Gem. DWD finden Sie ein gutes Bioklima.

In unserem 2007 erbauten Kurzentrum finden Sie unter anderem Radontherapien. Die medizinischen Anwendungen finden in Form von Radonwannenbädern, im Bewegungsbecken, als Inhalationen und Radontrinkkuren statt.

Weißenstadt
Text schließen

Kirchenlamitz

Eingebettet im Tal der Lamitz liegt zwischen Epprechtstein und Kornberg die Stadt Kirchenlamitz. Stattliche Bürgerhäuser und drei Kirchen prägen das Ortsbild. Große Parkanlagen und Gewässer bieten dem Besucher Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung.
Sie erreichen Kirchenlamitz bequem mit der Eisenbahn aus allen Richtungen oder mit dem Auto über die A9 bzw. A 93. Zu Fuß benutzen Sie den Fränkischen Gebirgsweg. Sehenswert ist der alte, von Granit geprägte Ortskern oder die Burgruine Epprechtstein, in deren Umfeld Sie verlassene Steinbrüche und Deutschlands größtes Granitlabyrinth finden. Viele Vereine und gesellschaftliche Organisationen laden Sie gerne zu ihren Veranstaltungen ein.
Gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege führen Sie zu markanten Plätzen und in die entfernten Ortsteile. Dabei berühren Sie alte Burgen, Seen und kleine Schlösser. Ausgedehnte Touren unternehmen Sie zu den Gipfeln des Fichtelgebirges, zu kulturell bemerkenswerten Plätzen und in eine herrliche Naturlandschaft.

Text schließen

Hohenberg a.d. Eger

Am östlichen Rand des Fichtelgebirges liegt das alte Sechsämterstädtchen Hohenberg an der Eger. Eine trutzige, turmbewehrte Markgrafenburg prägt das Stadtbild. Von den Türmen und dem nahe gelegenen Steinberg (653 m) bietet sich eine herrliche Fernsicht weit ins Egerland bis hin zum Erzgebirge.

Einst stand auf der Burg die Wiege der nordostbayerischen Porzellanindustrie. Karl Magnus Hutschenreuther gründete hier 1814 die erste Porzellanfabrik. Heute sorgen die Ökologische Bildungsstätte und eine Jugendherberge für Leben innerhalb der ehrwürdigen Mauern. Romantische Partien an der Eger laden zu Spaziergängen ein. Ein Besuch im Porzellanikon wird für viele zum Erlebnis. Zahlreiche gut markierte Rad- und Wanderwege führen in die schönsten Winkel des Sechsämterlandes und ins benachbarte Egerland.

Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn (Haltestelle Schirnding) oder mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 leicht zu erreichen.

Hohenberg a.d. Eger
<b>Elena Panova</b><br /> <br /> "Die Ruhe, das Jeder-kennt-jeden - das gefällt mir hier richtig gut!"

Elena Panova

"Die Ruhe, das Jeder-kennt-jeden - das gefällt mir hier richtig gut!"

<b>Timea Somlea</b><br /> <br /> „Im Vergleich zu meinen Freunden, die in deutschen Großstädten leben, kann ich mit meinem Gehalt hier wirklich gut leben und mir auch öfters die ein oder andere Reise leisten.“

Timea Somlea

„Im Vergleich zu meinen Freunden, die in deutschen Großstädten leben, kann ich mit meinem Gehalt hier wirklich gut leben und mir auch öfters die ein oder andere Reise leisten.“

<b>Yami Quiroga</b><br /> <br /> "Die Saaleauen, der Untreusee, der Theresienstein, die Architektur, das Multi-Kulti im Bahnhofsviertel - alles zu Fuss oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Ich lebe gerne hier."

Yami Quiroga

"Die Saaleauen, der Untreusee, der Theresienstein, die Architektur, das Multi-Kulti im Bahnhofsviertel - alles zu Fuss oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Ich lebe gerne hier."

<b>Ganeash Ram</b><br /> <br /> „Es ist schön, dass sich die Menschen auf der Straße grüßen, ob sie sich kennen oder nicht. Grüß Gott war das erste, was ich hier gelernt habe.“

Ganeash Ram

„Es ist schön, dass sich die Menschen auf der Straße grüßen, ob sie sich kennen oder nicht. Grüß Gott war das erste, was ich hier gelernt habe.“