Wo, wenn nicht hier?

Wo, wenn nicht hier?

Von der Nichtexistenz der hochfränkischen Provinz

Von Maria Brömel & Jacqueline Burak

Öde Kleinstädte, engstirnige Menschen, hochgeklappte Gehsteige, Tristesse - das ist Provinz. Wer sie in Hochfranken sucht, findet allerdings ziemlich Unprovinzielles. Drei Beispiele.

Schwarzenbach an der Saale. 27 Ortsteile zwischen Frankenwald und Fichtelgebirge, gut 7.000 Einwohner, eine Kleinstadt eben. Jedoch eine bemerkenswerte, denn sie ist nicht nur Sitz eines Textilgiganten und das Mekka der Donaldisten, sondern auch ein Ort mit vielen kreativen Köpfen.

Martin Ehrenberger ist einer davon. Er ist Geschäftsführer von Blackriver – einer bekannten Größe in der Skater-Szene. Das Unternehmen vertreibt seit sechzehn Jahren von Schwarzenbach an der Saale aus handproduzierte Fingerboards – Miniaturskateboards, die mit Zeige- und Mittelfinger gefahren werden. In Schwarzenbach sitzen Produktion, Verwaltung und Vertrieb des Funsport-Ausrüsters. „Wir stellen hier Boards, Achsen und Holzrampen her“, sagt Ehrenberger, „dazu kommt ihre Veredelung.“

Dass ein so szene-affines Unternehmen wie Blackriver in einer hochfränkischen Kleinstadt zu Hause ist, findet Martin Ehrenberger gar nicht seltsam. Er sieht nicht die Provinz; er sieht Vorteile. Dass jeder jeden kennt zum Beispiel. Unternehmer müssten sich nicht erst jahrelang ein Netzwerk aufbauen. „Ich bin hier handlungsfähiger“, auch dank der kurzen Wege. „In zehn Minuten bin ich bei meinem Holzlieferanten oder Metallgeschäft. In Berlin bräuchte ich dafür schon mal den ganzen Nachmittag.“

Ehrenberger weiß, wovon er spricht. In Berlin hat er nicht nur gelebt, Blackriver führt auch einen Laden in der Hauptstadt. „Er ist unser Außenthermometer.“ Über ihn sondiert Blackriver, wie die Kunden ticken, was sie wollen. Ein Umzug nach Berlin komme trotzdem nicht in Frage. Warum auch – der Hauptvertrieb der Blackriver-Produkte passiert über das Internet. „Deshalb ist es für unsere Kunden egal, wo wir unsere Base haben. Wenn ich noch mal eine Internetfirma gründen würde, dann auf jeden Fall wieder hier.“

Hochfranken bedeutet für Martin Ehrenberger Freiheit. Die Möglichkeit, Ideen zu entwickeln, und zwar in Ruhe. Als Blackriver-Geschäftsführer ist er seit Jahren viel in Großstädten unterwegs. „Wenn ich wieder in Schwarzenbach ankomme, fällt eine Last von mir ab“, sagt er. Der Trubel der Metropolen kann auf Dauer sehr anstrengend sein.

Etwa sechzig Männer und Frauen repräsentieren Blackriver in der Öffentlichkeit. Sie sind Teamfahrer und zeigen überall auf der Welt, was Fingerboarding auf höchstem Niveau ist. Wenn sie Martin Ehrenberger in Schwarzenbach besuchen, wollen die meisten gar nicht mehr weg. „Die bekommen einen Naturflash.“ Die Leute, die aus ganz Deutschland zu Fingerboarding- oder Skateboard-Events anreisen, seien überrascht, was im Outback alles passiert, sagt Ehrenberger. „Mir haben schon ein paar gesagt, dass sie so eine Party wie hier

noch nicht mal in Berlin erlebt haben.“

Hof ist eine Industriestadt, der die Grenznähe und der Niedergang der Textilindustrie zugesetzt haben. Hof ist aber auch eine stolze Stadt mit dem schönsten Park und dem wichtigsten Nachwuchs-Filmfestival Deutschlands, dem ältesten und skurrilsten Handwerkerfest der Welt und den besten Würsten des Universums. In Hof zu leben kann richtig Spaß machen, in Hof Unternehmer zu sein, auch.

Ulrich Zapf hat in Hamburg und München gelebt, in London, Madrid, Boston und Caracas. Dann hat ihn das Familienunternehmen zurück nach Hof, in die Heimat gebracht. Ulrich Zapf ist Geschäftsführer von Zapf Rohre + Hülsen in Hof. Die Rückkehr haben manche seiner Kollegen nicht verstanden, Zapf aber hat die Chancen gesehen, beruflich wie privat. „Der Umgang hier ist familiärer“, sagt er. „Man fühlt sich aufgehoben. Der zeitliche und nervliche Aufwand ist geringer.“ Gleichzeitig sei man nicht aus der Welt. Nürnberg, München und Berlin sind nah genug, um schnell dort zu sein und fern genug, um als Unternehmen in Hof von bezahlbaren Arbeitsplätzen und niedrigen Mieten und Grundstückspreisen zu profitieren.

„Als Unternehmer ist man im Umkreis auch bekannt“, sagt Zapf. Entscheidungen würden schneller getroffen, Verhandlungen mit Ämtern seien persönlicher, an der Politik sei man näher dran. „Ich bin auch in der Industrie- und Handelskammer tätig“, sagt Zapf. „Das wäre in den Metropolen nicht möglich oder nicht so schnell.“

Zapfs Freunde aus der Stadt beneiden ihn heute um die hochfränkische Lebensqualität. „Ich höre oft: Wie klasse habt ihr’s hier!“ In den Metropolen kann sich kaum einer ein Einfamilien- oder Reihenhaus leisten. „Die Landschaft ist auch ein großes Thema.“ Dazu kommen ganz simple Dinge: Wenn Zapf mit seiner Familie essen geht, ob mit Kind oder Hund, ist das richtige Restaurant schnell gefunden, eine Reservierung meist unnötig. In Großstädten ist das anders.

„Klar, als junger Mensch will man erst mal weg“, sagt Zapf. Man will am Puls der Zeit sein, mitten in der Stadt. „Aber dann geht man doch immer in die gleichen Bars. Am Ende ist es egal, ob man hundert zur Auswahl hat oder zehn“.

Helmbrechts. Die Stadt hat achteinhalbtausend Einwohner, ein paar Kreisverkehre, einen dominanten Kirchturm, einen Endbahnhof. Eine Kleinstadt, die düpiert, wenn man sie für provinziell halten möchte. In Helmbrechts sitzen innovative Textil- und Kunststoffunternehmen, jeden Herbst kommen erstklassiges Kabarett, Jazz, Blues und Tango in die Stadt, im Textilmuseum wird am längsten Schal der Welt gewebt, fast vier Kilometer ist er schon lang. Helmbrechts hat durchaus ein Herz für Ideen.

Mitten in der Stadt steht die Villa Weiss, Baujahr 1860, erbaut von Carl F. Weiss, einem Helmbrechtser Fabrikanten. Hier soll diesen Herbst

neues Leben einkehren: Daniela Haslberger hat die Villa gekauft, um sie aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und in ein Zentrum für Musik zu verwandeln.

Haslberger betreibt mit ihrem Mann zwei Hotels in Niederbayern und kam durch Zufall nach Helmbrechts. „Ich habe guten Kontakt zu Thomas Dobmeier, der hier seit Jahren seine Gesangstechnik in Masterclasses unterrichtet. Er hat mir erzählt, dass er ein Haus für seine Gesangsakademie gefunden habe, das aber für die Akademie allein zu groß wäre.“ Haslberger kam zum Besichtigen und war begeistert. „Das Haus hat mich gefunden“, sagt sie. „Mir war sofort klar: Die Villa muss mit Leben und Musik gefüllt werden.“

Haslberger und Dobmeier entwickelten gemeinsam das Konzept „Musizieren – Verweilen – Ankommen“. Die Villa Weiss soll als Seminarhaus für Musiker geöffnet werden – mit den drei Säulen musikalische Weiterbildung, Hotel mit historischem Ambiente und Akademie für Gesang, in der Thomas Dobmeier lehrt. Zwischen Stuck und historischem Parkett sollen Musiker sich wohlfühlen und ganz auf ihr kreatives Schaffen konzentrieren können. „Für sie ist es wichtig, das Erlernte des Tages am Abend ungestört Revue passieren zu lassen. Das kann in dem verwunschenen Garten oder bei einem Glas Tee oder Wein am Kamin im Gespräch mit den anderen Musikern geschehen“, sagt Haslberger. Lernen und Entspannen verbänden sich in Helmbrechts ideal.

Haslberger hofft in Hochfranken auf Synergien: „Die Musik ist von Bayreuth bis nach Hof bereits gut vertreten und etabliert.“ Das Kulturangebot sei ehrlich und niveauvoll, noch nicht „verwässert“ wie in den Großstädten. In München habe man „an jeder Straßenecke eine Vergleichbarkeit“, sagt Haslberger. Die Menschen dort seien vom Kulturangebot übersättigt, ein Event jage das andere. Der Alltag sei hektischer, der Stress stärker.

Hier sei das Leben einfacher, ruhiger. „Die Leute sind sehr nett und es herrscht eine herzliche Atmosphäre“, sagt Haslberger. Sie spürt hochfränkischen Optimismus: „Jeder will am Aufschwung mitarbeiten, hat den Willen erfolgreich zu sein, sich gegen Vorurteile durchzusetzen und Neues zu schaffen.“

Drei Beispiele, die zeigen: Provinz ist kein geografischer Ort, sie ist eine Einstellung, eine Denkweise. Kleinkarierte Leute gibt es natürlich auch in Hochfranken, ebenso wie in New York, in Hamburg und Berlin. Ob man engstirnig oder aufgeschlossen denkt, ob man kleinbürgerlich oder weltoffen lebt, das wird nicht von Äußerem bestimmt, es ist eine persönliche Entscheidung.

Martin Ehrenberger, Ulrich Zapf und Daniela Haslberger entschuldigen sich nicht dafür, in Schwarzenbach an der Saale, in Hof und in Helmbrechts zu sein. Sie sind keine Menschen, die sich für zweitbeste Lösungen entscheiden. Jeder von ihnen ist genau an dem Ort, an dem aus seinen Ideen etwas Großes wurde. Wo, wenn nicht hier.

Text schließen

Arzberg

Arzberg, 479 m hoch über dem Meeresspiegel gelegen hat rd. 5500 Einwohner. Deutschlands älteste Nagelfabrik, die Herstellung feinster Elisen-Lebkuchen und eine moderne Fleisch- und Wurstwarenfabrikation bilden das Hauptgewerbe der Stadt. Aus westlicher Richtung ist Arzberg über die Autobahn A9 und die Bundesstraße 303, die sogenannte Fichtelgebirgsstraße, bequem und schnell erreichbar. Aus Richtung Nord und Süd gelangt man über die Autobahn A93 und die Bundesstraßen B15 und B303 in den Ort. Arzberg besitzt einen Bahnhof an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger-Prag. Der Grenzübergang Schirnding zu Tschechien ist nur ca. 5 Kilometer entfernt. Deshalb ist Arzberg der ideale Ausganspunkt für Fahrten in das böhmische Bäderdreieck Franzensbad, Marienbad und Karlsbad. Aber auch in den Kernstock des Fichtelgebirges und in den Naturpark Steinwald ist es nicht weit. Die naturnahe Mittelgebirgslandschaft bietet vielzählige Freizeitmöglichkeiten zu allen Jahreszeiten für die ganze Familie: Skisport, ganz gleich ob alpin oder nordisch erschließen etwa im Bereich von Ochsenkopf, Kornberg oder Mehlmeisel die einmalige Winterlandschaft. Die charakteristischen Felsenlabyrinthe des Fichtelgebirges sind über ein engmaschiges Wanderwegenetz erreichbar.

Arzberg
Text schließen

Münchberg

Münchberg, das ist keine Großstadt, allerdings eine Kleinstadt groß in ihrer Bedeutung, denn Münchberg, das ist:
1. das Tor zum Fichtelgebirge und Frankenwald
2. eine gewachsene und anerkannte Stadt der Textilindustrie
3. ein vielbeachtetes kulturelles Zentrum
4. eine weithin ausgewiesene Schulstadt
und zusätzlich eingebunden in eine entwickelte Infrastruktur.

Die Stadt Münchberg bietet auch ein weitgestreutes Angebot für nahezu alle Bedürfnisse der Freizeitgestaltung. Münchberg ist mit knapp 11.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Hof. Die flächenmäßige Ausdehnung von 68,79 qkm umfasst neben dem reinen Stadtbereich auch zahlreiche Ortsteile. Münchberg selbst, eingebettet inmitten der Münchberger Gneishochfläche, bildet das Tor zu Fichtelgebirge und Frankenwald, zwei Höhenzüge, die das Umland natürlich begrenzen. Somit gerät unsere Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Ausflüge und Erkundungen in diese waldreichen, von herrlichen Tälern durchzogenen, stets erholsamen Mittelgebirgszüge Nordostoberfrankens.

Zudem ist Münchberg gewachsene und anerkannte Heimstätte der Textilindustrie, die, entstanden aus der früher hier betriebenen Hausweberei, zahlreiche Textilbetriebe beherbergt, welche den Namen unserer Stadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntmachen. Münchberger Textilien und deren Herstellungsfirmen genießen einen hervorragenden Ruf. Mit Recht können wir behaupten, dass Münchberg einer der kulturellen Mittelpunkte des Landkreises Hof ist. So sind z.B. die Münchberger Sommerkonzerte oder die Bachtage weit bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Kunstbeflissene halten sich gerne im Bürgerzentrum auf, wo regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen stattfinden. Sehenswert ist der im Stadtpark gelegene GeoPark, der seine Besucher anhand von Schautafeln über den Aufbau und die Gesteinsvorkommen der Münchberger Gneismasse und der umliegenden Gebirgszüge informiert. Bei einem Spaziergang durch den Waldlehrpfad im Stadtwald erfährt man spielerisch viel Wissenswertes über den Wald im Fichtelgebirge.

Stolz sind wir in Münchberg auch auf unsere schulischen Einrichtungen: Unter anderem nehmen der Campus Münchberg der Hochschule Hof, die Staatl. Berufsschule für Textilberufe, die Staatl. Fachschule für Textiltechnik sowie die Staatl. Fachschule für Textilbetriebswirtschaft eine herausragende Stellung in Bayern ein, sind sie doch die einzigen Einrichtungen dieser Art in unserem Bundesland und unterstreichen damit unsere unmittelbare Verbindung zu allen Belangen der Textilindustrie.

Münchberg
Text schließen

Bad Steben

Naturverbunden, romantisch und herzlich - so präsentiert sich die Marktgemeinde Bad Steben. Kraft tanken,ausspannen und einfach das Leben genießen gelingt spielend. Hier verbinden sich Tradition und Moderne: Das stilvolle Kurzentrum mit der Säulenwandelhalle aus dem frühen 20. Jahrhundert ist von einem blumenreichen, großzügigen Kurpark umgeben. Harmonisch fügen sich die neue Therme und die moderne Spielbank Bad Steben in das verträumte Gesamtbild des Ortes ein. Die alte Wehrkirche St.Walburga und die Lutherkirche gehören zu den kulturhistorischen bzw. architektonischen Kleinodien der weiteren Region. Bereits der große Naturforscher Alexander von Humboldt, der mehrere Jahre in Bad Steben gelebt hat und hier eine Bergbau-Schule gründete, schrieb: „Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder!"

Besonders sehenswert ist auch das Grafik Museum Stiftung Schreiner im Kurhaus. Die Sammlung setzt wichtige Akzente in der Präsentation zeitgenössischer Grafik. Abends wird das Kurhaus zur glanzvollen Bühne für Konzerte, Theater, Kabarett und Lesungen. Freunde des Spiels verbringen einen anregenden Abend in der Spielbank Bad Steben, wo das Glück in modernem Ambiente bei Roulette, Black Jack oder beim Automatenspiel gefordert wird. Darüber hinaus bieten zahlreiche Feste sowie die beiden großen Kirchweihmärkte eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten.

Das Motto in Bad Steben lautet: „mit allen Sinnen genießen."
Im luxuriösen Wellness-Zentrum der Therme Bad Steben locken wohltuende Sinneserlebnisse. Herrlicher Badespaß, wohltuende Saunafreuden, Gesundheitsvorsorge und kulinarische Erlebnisse bereiten hier Entspannung für Körper und Seele.

Bad Steben hat mehr zu bieten - Bad Steben ist ein Ort für alle Generationen!
Bad Steben ist auch ein Ort für Familien: Von Kinderkrippe über Kindergarten bis hin zum Hort stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. In einer modernen, großzügigen und erst vor kurzem sanierten Grundschule lernen die Kinder beinahe spielerisch. In zahlreichen Sportvereinen und Organisationen haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bzw. einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Jeder der fünf Ortsteile verfügt über einen Kinderspielplatz und Bus, Bahn sowie Taxi ermöglichen ohne eigenes Auto zueinander oder hinaus in die Welt zu kommen. Und auch im Herbst des Lebens ist Bad Steben ein Ort, der mit betreutem Wohnen, ambulanten Pflegediensten und einer stationären Pflegeeinrichtung alles zu bieten hat um die „goldenen Jahre" genießen zu können. Hier fühlen sich die Generationen wohl!

Bad Steben
Text schließen

Höchstädt

Die Gemeinde Höchstädt, im Herzen des Fichtelgebirges gelegen, wurde erstmals im Jahre 1298 urkundlich erwähnt. Jedoch ist Höchstädt sicher älter; das Dorf wurde an einer alten Handelsstraße errichtet, die bereits im 11. Jhd. bestand. Bis zur Mitte des 19. Jhd. hatte sich der langgezogene Ortskern mit den Ortsteilen Braunersgrün, Rügersgrün, Witzlebensmühle und Tännig gebildet. Geprägt wird das Ortsbild vor allem durch die Peter-und-Paul-Kirche in der Mitte und dem Rohrer´schen Schloßgut im Oberen Dorf, welches noch als Schloßmuseum besichtigt werden kann. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, wie auch der neue grenzüberschreitende Radweg, laden zu ausgiebigen Touren durch die schöne Mitte des Fichtelgebirges ein. Über die Anbindung an die A 93 ist Höchstädt gut zu erreichen.

Höchstädt
Text schließen

Rindfleischwurst

Hofer Rindfleischwurst ist eine rohe Streichwurst. In ihrer Konsistenz ist sie etwas gröber als eine Teewurst, jedoch feiner als eine Mettwurst. Als Hauptbestandteil enthält sie viel (mageres) Rindfleisch und ist deshalb besonders hochwertig. Der feine Geschmack erhält durch das Anräuchern über Buchenholz eine rauchige, schinkenähnliche Note. Diese feine Wurstspezialität wird nur in der Stadt und im Landkreis Hof / Saale hergestellt. Sie ist in Name und Herkunftsbezeichnung als regionaltypisches Produkt mit geographischer Ursprungsbezeichnung markenrechtlich geschützt.

Hofer Rindfleischwurst besitzt im abgegrenzten geographischen Gebiet von Stadt und Landkreis Hof eine über 50-jährige Tradition. Als ihr Erfinder gilt Metzgermeister Hans Militzer, der 1950 erstmals die Rezeptur der Rindfleischwurst entwickelte. Diese Tradition setzte sein ehemaliger Geselle Gottfried Rädlein fort, der die Rindfleischwurst von 1962 bis 1993 im eigenen Betrieb in Hof produzierte und diese weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte. Wegen seines äußerst fettarmen Ausgangsmaterials war und ist die Hofer Rindfleischwurst ein besonderes gut bekömmliches Produkt, das seinerzeit sogar von Ärzten für den Verzehr empfohlen wurde.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Zutaten: Rindfleisch, Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürze, Buchenholzrauch
Text schließen

Quärkla

Der Quärkla ist ein fettarmer Sauermilchkäse, der nach einer längeren Reifezeit glasig-gelb wird und einen deftig-würzigen Geschmack annimmt. Im Fichtelgebirge und im Frankenwald wird er in einigen bäuerlichen Direktvermarktungsbetrieben sowie von vielen Hausfrauen noch selber hergestellt. Man isst ihn gerne mit Kümmel gewürzt zum kräftigen Landbrot. Besonders beliebt ist er als Kelleressen zum frischen Bier.

Die Herstellung des Quärkla oder Kuhkäses erinnert an die Rezeptur des bekannteren Harzer Käses. Man benötig dazu einen guten Bauernquark. Früher wurde Quark aus Rohmilch oder Vorzugsmilch in vielen Haushalten noch selber hergestellt. Heutige Hygienebestimmungen lassen aber den Verkauf der unbehandelten Milch nicht mehr zu. Man lässt den Quark gut abtropfen, formt kleine, handtellergroße Laibe daraus und legt sie auf ein mit Pergament bedecktes Holzbrett, deckt sie mit einem Küchentuch ab und lässt sie in der nicht zu warmen Küche mehrere Tage reifen. Zwischendurch werden die kleinen Käse mehrmals gewendet. Nach einer Woche schichtet man sie in eine Schüssel, deckt sie mit einem Tuch ab und stellt sie kalt.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Text schließen

Fränkische Bratwurst

Jeder kennt sie und (fast) alle liebe sie. Sie schmeckt nach unbeschwerten Stunden, ob als schnelle Zwischenmalzeit einfach auf die Hand, ob zur gemütlichen Brotzeit oder mit Kraut und Bratkartoffeln zum Mittagessen, ob auf der Kerwa, dem Bierkeller oder verlockend duftend vom Grill an einem warmen Sommerabend: die Bratwurst verführt und weckt alle Sinne. Mit gewissem Recht wird die Bratwurst seit jeher als der oberfränkische Wurstklassiker schlechthin geführt. In keiner Region ist die Geschichte der herzhaften Wurst präsenter, nirgendwo ist ihre Vielfalt größer als hier. Bratwürste sind das Aushängeschild nahezu aller oberfränkischen Metzgereien und die Leibspeise der Franken schlechthin.
Die meisten oberfränkischen Bratwürste sind relativ dick und von mittlerer Länge (15 - 20 mm Durchmesser, ca. 20 - 25 cm Länge). In Coburg beträgt das Bratwurstmaß traditionell sogar stolze 31 cm. Wie die Hofer sind sie allerdings deutlich dünner als z.B. die Bamberger mittelgrobe Bratwurst. Gefüllt werden die schmackhaften Würste mit gut ausgewähltem Schweinebauch und magerem Schweinefleisch. In manchen Regionen wird Kalb- oder Rindfleisch dazugegeben. Neben verschiedenen Fragen der Würzbeigabe - ob mit Majoran, nur mit Pfeffer und Kümmel oder aber einem Hauch von Knoblauch und Zitrone - spielt die Konsistenz der Wurstfülle eine besondere kulturgeschichtliche Rolle. So wurde die grobe Bratwurst vor allem in den evangelischen Regionen Oberfrankens angeboten; die mittelgrobe bis feine dagegen stammte aus den katholischen Gebieten.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Fränkische Bratwurst
Text schließen

Hofer Wärschtlamo-Wärscht

Die Tradition der Hofer Wärschtla-Männer geht auf das Jahr 1881 zurück. Ein noch heute bestehender Fleischerbetrieb kam damals auf die Idee, einen Mitarbeiter namens Johann Georg Jahn in der Stadt mit "haßn Hofern" auf Tour zu schicken. Dazu musste aber erst noch der originale Hofer Messing-Wurstkessel erfunden und das typische "Wärschtlamo-Oziezeich" kreiert werden. Mit Fug und Recht darf also der "Jahns-Gerch" als der Stammvater der Hofer Wärschtlamänner bezeichnet werden. Der Wärschtlamo ist also ein Berufsstand, der in Hof eine lange Tradition hat, und den es nur in Hof gibt. In manchen Familien vererbte sich die Ausübung dieses Berufes von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.

Heutzutage ist der Wärschtlamo aus dem kulinarischen Leben der Stadt Hof nicht mehr wegzudenken.
Die meisten Wärschtla-Männer behaupten heute einen festen Standort. Dort stehen sie - meist ungeschützt gegen Wind und Wetter - zu jeder Jahreszeit. Früher waren ihnen jedoch feste Standorte überhaupt verboten, sie mussten "im Umherlaufen" ihre schmackhafte Ware loswerden.

Manche haben sich auf den Verkauf in Betrieben und größeren Bürohäusern spezialisiert. Mit durchdringendem Pfiff pflegen sie ihr Erscheinen kundzutun, wie es schon ihre Stammväter getan haben. Meist schallt dann auch noch der Ruf "Haaß sensa / kalt wernsa" wie ehemals durch das Treppenhaus.

Die typische Berufskleidung des Wärschtlamo ist seit eh und je eine wetterfeste zumeist "lederna Jubbm". Darunter trägt er eine "weisa Scherzn", auf dem Kopf die flachgedrückte "Patschkappn", über die linke Schulter den original Hofer Wurstkessel aus Messing und am linken Arm den Henkelkorb "voller Laabla".

Auch die Zubereitung der Wärschtla besticht durch eine besondere Note: Sie werden nicht im Wasser heiß gemacht, sondern im Dampf erhitzt, das gibt ihnen den besonderen Geschmack und das zum Genuss so anregende Aroma. Beheizt wird der Messingkessel mit glühender Holzkohle.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Hofer Wärschtlamo-Wärscht
Text schließen

Weißenstadt

Im Herzen der Region Fichtelgebirge, im Tal der Eger, liegt das beschauliche Städtchen Weißenstadt. 1299 erstmals urkundlich erwähnt, ist der malerische Ort mit seinem Heilquellenkurbetrieb eine der ältesten Städte der Region und hat sich über Jahrhunderte hinweg zu einem ganz besonderen Flecken Erde entwickelt.

Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 ha der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Der allseits zugängliche See bietet dem Besucher Entspannung, Erholung und eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten. Der bequem begehbare 4 km lange Uferweg zählt bei Jung und Alt zu den meistbesuchten Spazierwegen im Fichtelgebirge und eignet sich auch bestens für Rollstuhlfahrer. Gönnen Sie sich eine Rast auf einer der Ruhebänke um den See und genießen Sie den herrlichen Blick auf den Großen Waldstein und den Schneeberg, dem höchsten Berg Nordbayerns.

In den letzten Jahren führten vor allem unsere interessanten Keller- und Stadtführungen zu großer Beliebtheit, sowie Einkaufsmöglichkeiten von Vollkornspezialitäten und Kräuterspirituosen. Weißenstadt bietet eine ausgeprägte Klimavielfalt. Hangwinde bringen gute Durchlüftung, ausreichend abendliche Abkühlung und gute Frischluftzufuhr. Im Sommer gibt es kaum Wärmebelastung, Kältereize treten häufiger auf (gut für Kurzwecke). Gem. DWD finden Sie ein gutes Bioklima.

In unserem 2007 erbauten Kurzentrum finden Sie unter anderem Radontherapien. Die medizinischen Anwendungen finden in Form von Radonwannenbädern, im Bewegungsbecken, als Inhalationen und Radontrinkkuren statt.

Weißenstadt
Text schließen

Kirchenlamitz

Eingebettet im Tal der Lamitz liegt zwischen Epprechtstein und Kornberg die Stadt Kirchenlamitz. Stattliche Bürgerhäuser und drei Kirchen prägen das Ortsbild. Große Parkanlagen und Gewässer bieten dem Besucher Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung.
Sie erreichen Kirchenlamitz bequem mit der Eisenbahn aus allen Richtungen oder mit dem Auto über die A9 bzw. A 93. Zu Fuß benutzen Sie den Fränkischen Gebirgsweg. Sehenswert ist der alte, von Granit geprägte Ortskern oder die Burgruine Epprechtstein, in deren Umfeld Sie verlassene Steinbrüche und Deutschlands größtes Granitlabyrinth finden. Viele Vereine und gesellschaftliche Organisationen laden Sie gerne zu ihren Veranstaltungen ein.
Gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege führen Sie zu markanten Plätzen und in die entfernten Ortsteile. Dabei berühren Sie alte Burgen, Seen und kleine Schlösser. Ausgedehnte Touren unternehmen Sie zu den Gipfeln des Fichtelgebirges, zu kulturell bemerkenswerten Plätzen und in eine herrliche Naturlandschaft.

Text schließen

Hohenberg a.d. Eger

Am östlichen Rand des Fichtelgebirges liegt das alte Sechsämterstädtchen Hohenberg an der Eger. Eine trutzige, turmbewehrte Markgrafenburg prägt das Stadtbild. Von den Türmen und dem nahe gelegenen Steinberg (653 m) bietet sich eine herrliche Fernsicht weit ins Egerland bis hin zum Erzgebirge.

Einst stand auf der Burg die Wiege der nordostbayerischen Porzellanindustrie. Karl Magnus Hutschenreuther gründete hier 1814 die erste Porzellanfabrik. Heute sorgen die Ökologische Bildungsstätte und eine Jugendherberge für Leben innerhalb der ehrwürdigen Mauern. Romantische Partien an der Eger laden zu Spaziergängen ein. Ein Besuch im Porzellanikon wird für viele zum Erlebnis. Zahlreiche gut markierte Rad- und Wanderwege führen in die schönsten Winkel des Sechsämterlandes und ins benachbarte Egerland.

Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn (Haltestelle Schirnding) oder mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 leicht zu erreichen.

Hohenberg a.d. Eger
<b>Martin Ehrenberger</b><br /> <br /> „Wenn ich noch mal eine Internetfirma gründen würde, dann auf jeden Fall wieder hier.“

Martin Ehrenberger

„Wenn ich noch mal eine Internetfirma gründen würde, dann auf jeden Fall wieder hier.“

<b>Ulrich Zapf</b><br /> <br /> „Ich höre oft: Wie klasse habt ihr’s hier!“

Ulrich Zapf

„Ich höre oft: Wie klasse habt ihr’s hier!“