Die (textile) Welt ist nicht genug

Die (textile) Welt ist nicht genug

„Wir mussten uns neue Kompetenzen aufbauen“

Von Götz Gemeinhardt (Text), Peter Beckstein, Willy Maisel GmbH (Fotos)

Anfang der 1990er Jahre: Zum ersten Mal treffen sich Fußballklubs zu einer Art Merchandisingmesse. Die Willy Maisel GmbH aus Konradsreuth bei Hof nimmt als Aussteller teil und gewinnt ihren ersten Kunden aus der Bundesliga – die SG Wattenscheid 09. „Viele wussten nicht, was Merchandising ist“, sagt Willy Maisel, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt. „Plötzlich hieß das Produkt nicht mehr T-Shirt mit Druck als Werbegeschenk, sondern Merchandisingartikel, also Wiederverkaufsartikel.“ Als Borussia Dortmund 1997 die Champions League gewinnt, liefert Maisels World of Textiles (WOT) das komplette textile Fanpaket. „Einer meiner Höhepunkte war, als ich den ersten Auftrag für Bayern München machen durfte. Zuvor bin ich dort dreimal abgebügelt worden, aber man muss eben immer wieder angreifen, bis man Erfolg hat.“ Bei der Fußball-WM 2002 kommen die T-Shirts für alle Adidas-Mannschaften aus Hochfranken. Heute bestellen Mercedes, Opel, Media-Markt, Jägermeister, Warsteiner etc. bei WOT. „Was mir ganz wichtig ist: Wir arbeiten nicht nur für die Großen. Wir können den Bäcker um die Ecke ab fünf Stück beliefern.“

In Deutschland gehört die Willy Maisel GmbH zu den wichtigsten Textildruckereien und Veredlern – mit einer Tageskapazität von 35.000 Teilen, circa sechs Millionen verkauften Baumwolltaschen und mehreren Millionen T-Shirts jährlich. „Beim Einkauf sind wir weltweit eine Nummer. Wir importieren aus China, Laos, Indien, Bangladesch – immer aus auditierten Betrieben.“ In Konradsreuth arbeiten etwa zweihundert Menschen, im tschechischen Zweigwerk weitere hundert. WOT bildet aus und übernimmt in der Regel. „Wenn sich junge Leute für Technik oder Mode interessieren, kann ich ihnen nur empfehlen, in die Branche einzusteigen. Für Industriekaufleute, Textilveredler, Produktveredler, Ingenieure, Modedesigner sehe ich gewaltiges Potenzial. Es kommen völlig neue Technologien und die Dienstleistung wird immer umfassender: Digitaldruck, Online-Plattformen, Webshops, das ist ein ganz spannendes Feld für Mediendesigner, Programmierer, Marketingleute. Die Textil- und Veredelungsindustrie hat wieder Zukunft in Deutschland.“

Willy Maisel ist Diplomkaufmann und Textilingenieur, hat in Nürnberg und Münchberg studiert. Er spricht englisch, französisch, italienisch, spanisch. Seit dem Tod seines Vaters 1983 ist er selbständiger Unternehmer: „Ich war 23. Das wünsche ich keinem. Gott sei Dank habe ich früh begonnen, mit meinem Vater zusammenzuarbeiten, aber das ist eine ganz ungewöhnliche Generationsübergabe, von einem Tag auf den anderen in Verantwortung.“ Vater Waldemar stellt in den 60er Jahren die Weichen in Richtung Promotion- und Werbeartikel. Zuvor produziert die 1923 vom Großvater gegründete Willy Maisel GmbH Topflappen, Staub- und Betttücher und Fallschirmstoffe. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist sie der größte Biberbetttuchhersteller für Hertie und den Otto Versand. Bahnbrechend ist 1975 die Einführung der Baumwolltasche als Werbeträger. Der sechzehnjährige Willy wird nach Indien geschickt, um einen Lieferanten zu suchen, dessen Taschen in Deutschland bedruckt werden können. „Gleichzeitig hat mein Vater als Ingenieur mit einem Maschinenbauer eine Maschine entwickelt,

die mit einem Bügelspannsystem ausgerüstet war. Wir hatten also einen direkten Einkauf und die technologische Marktführerschaft beim Bedrucken, weil wir die Taschen einfach auflegen, spannen und wieder ablegen konnten. Das Geheimnis dieser Maschine hatten wir zehn Jahre, wir haben in der Spitze bis zwölf Millionen Baumwolltaschen pro Jahr verkauft. Dann kam noch der Ökologiegedanke ins Spiel; die Baumwolltasche ist als Promotionartikel mit umweltfreundlichem Charakter nicht mehr wegzudenken.“

Amerika hat Willy Maisel geprägt, er besucht viele Messen und erkennt das Potenzial, das im Merchandising steckt. Das Studium lehrt ihn, technologisch vorauszudenken, innovativ zu sein. Als weiteren Erfolgsfaktor nennt er seinen Instinkt, bezeichnet sich als Bauchunternehmer. 1983 liegt der Umsatz bei sieben Millionen D-Mark, heute bei rund 25 Millionen Euro. „Die Achtziger waren ein beispielloses Wachstumsjahrzehnt, in dem es um zügigen Kapazitätsaufbau ging. In den Neunzigern führte hoher Wettbewerbsdruck zu Investitionen in neue Technologien, wie die Stickerei. In der Kundenstruktur und im Produktportfolio gab es mehrere gravierende Umbrüche, die Mut erfordert haben. Als in der Baumwolltaschenfertigung acht neue Roboter rund um die Uhr gelaufen sind, hatten die Mitarbeiter Angst um ihre Jobs. Wir mussten aber noch zwanzig Leute einstellen, weil wir produktiver geworden sind.“ Wandel und Wechsel bleiben die Konstanten in der textilen Welt. War die Online-Wertschöpfung von WOT vor drei Jahren gleich null, erwirtschaften Webshops aktuell 25 Prozent des Umsatzes. Baumwolltaschen vertreibt das neue Label MY COTTON auf einer eigenen Plattform inklusive Konfigurator. World of Textiles ist europaweiter Workwear-Lieferant von Opel, hat die komplette Kollektion entworfen, einen sechssprachigen Webshop aufgebaut, produziert, lagert und versendet die Ware.

Ein Erfolgsmodell, das ein Zehntel des Umsatzes ausmacht. „Immer wieder müssen wir uns neue Kompetenzen erschließen, weil die Kunden das von uns erwarten. Das Produkt an sich – sehr schön, aber bitte dann die digitalen Lösungen gleich dazu.“ Den nächsten internen Generationswechsel treibt Maisel voran, hat ein Drittel des Gesellschaftskapitals schon an seine beiden Töchter übertragen. „Sie signalisieren, dass sie es gerne machen würden, also gebe ich ihnen die Chance. Viele machen den Fehler, bis 70 oder 75 im Unternehmen zu sitzen. Ende Fünfzig sollte man die Sache eingeleitet haben.“ Wenn er seine Textilwelt verlässt, engagiert sich der Präsident des FFC Hof für den Frauenfußball, will den Sport voranbringen, mit dem Team in die Regional-, vielleicht irgendwann in die zweite Liga. Er reist weltweit, ist Italienliebhaber, isst gern gut, nennt den Wein als Hobby und sammelt gerne Pilze. Hochfranken schätzt Willy Maisel als idealen Standort mit hoher Lebensqualität. „Wir sind stolz darauf, in Hochfranken zu den Top-Arbeitgebern der Textilindustrie zu gehören. Das haben wir uns hart erkämpft. Auch in Zukunft sollen hochqualifizierte junge Leute die Chance haben, bei uns zu arbeiten. Und wir werden den technologischen Fortschritt weiter vorantreiben.“

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Arzberg

Arzberg, 479 m hoch über dem Meeresspiegel gelegen hat rd. 5500 Einwohner. Deutschlands älteste Nagelfabrik, die Herstellung feinster Elisen-Lebkuchen und eine moderne Fleisch- und Wurstwarenfabrikation bilden das Hauptgewerbe der Stadt. Aus westlicher Richtung ist Arzberg über die Autobahn A9 und die Bundesstraße 303, die sogenannte Fichtelgebirgsstraße, bequem und schnell erreichbar. Aus Richtung Nord und Süd gelangt man über die Autobahn A93 und die Bundesstraßen B15 und B303 in den Ort. Arzberg besitzt einen Bahnhof an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger-Prag. Der Grenzübergang Schirnding zu Tschechien ist nur ca. 5 Kilometer entfernt. Deshalb ist Arzberg der ideale Ausganspunkt für Fahrten in das böhmische Bäderdreieck Franzensbad, Marienbad und Karlsbad. Aber auch in den Kernstock des Fichtelgebirges und in den Naturpark Steinwald ist es nicht weit. Die naturnahe Mittelgebirgslandschaft bietet vielzählige Freizeitmöglichkeiten zu allen Jahreszeiten für die ganze Familie: Skisport, ganz gleich ob alpin oder nordisch erschließen etwa im Bereich von Ochsenkopf, Kornberg oder Mehlmeisel die einmalige Winterlandschaft. Die charakteristischen Felsenlabyrinthe des Fichtelgebirges sind über ein engmaschiges Wanderwegenetz erreichbar.

Arzberg
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Münchberg

Münchberg, das ist keine Großstadt, allerdings eine Kleinstadt groß in ihrer Bedeutung, denn Münchberg, das ist:
1. das Tor zum Fichtelgebirge und Frankenwald
2. eine gewachsene und anerkannte Stadt der Textilindustrie
3. ein vielbeachtetes kulturelles Zentrum
4. eine weithin ausgewiesene Schulstadt
und zusätzlich eingebunden in eine entwickelte Infrastruktur.

Die Stadt Münchberg bietet auch ein weitgestreutes Angebot für nahezu alle Bedürfnisse der Freizeitgestaltung. Münchberg ist mit knapp 11.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis Hof. Die flächenmäßige Ausdehnung von 68,79 qkm umfasst neben dem reinen Stadtbereich auch zahlreiche Ortsteile. Münchberg selbst, eingebettet inmitten der Münchberger Gneishochfläche, bildet das Tor zu Fichtelgebirge und Frankenwald, zwei Höhenzüge, die das Umland natürlich begrenzen. Somit gerät unsere Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Ausflüge und Erkundungen in diese waldreichen, von herrlichen Tälern durchzogenen, stets erholsamen Mittelgebirgszüge Nordostoberfrankens.

Zudem ist Münchberg gewachsene und anerkannte Heimstätte der Textilindustrie, die, entstanden aus der früher hier betriebenen Hausweberei, zahlreiche Textilbetriebe beherbergt, welche den Namen unserer Stadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntmachen. Münchberger Textilien und deren Herstellungsfirmen genießen einen hervorragenden Ruf. Mit Recht können wir behaupten, dass Münchberg einer der kulturellen Mittelpunkte des Landkreises Hof ist. So sind z.B. die Münchberger Sommerkonzerte oder die Bachtage weit bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Kunstbeflissene halten sich gerne im Bürgerzentrum auf, wo regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen stattfinden. Sehenswert ist der im Stadtpark gelegene GeoPark, der seine Besucher anhand von Schautafeln über den Aufbau und die Gesteinsvorkommen der Münchberger Gneismasse und der umliegenden Gebirgszüge informiert. Bei einem Spaziergang durch den Waldlehrpfad im Stadtwald erfährt man spielerisch viel Wissenswertes über den Wald im Fichtelgebirge.

Stolz sind wir in Münchberg auch auf unsere schulischen Einrichtungen: Unter anderem nehmen der Campus Münchberg der Hochschule Hof, die Staatl. Berufsschule für Textilberufe, die Staatl. Fachschule für Textiltechnik sowie die Staatl. Fachschule für Textilbetriebswirtschaft eine herausragende Stellung in Bayern ein, sind sie doch die einzigen Einrichtungen dieser Art in unserem Bundesland und unterstreichen damit unsere unmittelbare Verbindung zu allen Belangen der Textilindustrie.

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Bad Steben

Naturverbunden, romantisch und herzlich - so präsentiert sich die Marktgemeinde Bad Steben. Kraft tanken,ausspannen und einfach das Leben genießen gelingt spielend. Hier verbinden sich Tradition und Moderne: Das stilvolle Kurzentrum mit der Säulenwandelhalle aus dem frühen 20. Jahrhundert ist von einem blumenreichen, großzügigen Kurpark umgeben. Harmonisch fügen sich die neue Therme und die moderne Spielbank Bad Steben in das verträumte Gesamtbild des Ortes ein. Die alte Wehrkirche St.Walburga und die Lutherkirche gehören zu den kulturhistorischen bzw. architektonischen Kleinodien der weiteren Region. Bereits der große Naturforscher Alexander von Humboldt, der mehrere Jahre in Bad Steben gelebt hat und hier eine Bergbau-Schule gründete, schrieb: „Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder!"

Besonders sehenswert ist auch das Grafik Museum Stiftung Schreiner im Kurhaus. Die Sammlung setzt wichtige Akzente in der Präsentation zeitgenössischer Grafik. Abends wird das Kurhaus zur glanzvollen Bühne für Konzerte, Theater, Kabarett und Lesungen. Freunde des Spiels verbringen einen anregenden Abend in der Spielbank Bad Steben, wo das Glück in modernem Ambiente bei Roulette, Black Jack oder beim Automatenspiel gefordert wird. Darüber hinaus bieten zahlreiche Feste sowie die beiden großen Kirchweihmärkte eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten.

Das Motto in Bad Steben lautet: „mit allen Sinnen genießen."
Im luxuriösen Wellness-Zentrum der Therme Bad Steben locken wohltuende Sinneserlebnisse. Herrlicher Badespaß, wohltuende Saunafreuden, Gesundheitsvorsorge und kulinarische Erlebnisse bereiten hier Entspannung für Körper und Seele.

Bad Steben hat mehr zu bieten - Bad Steben ist ein Ort für alle Generationen!
Bad Steben ist auch ein Ort für Familien: Von Kinderkrippe über Kindergarten bis hin zum Hort stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. In einer modernen, großzügigen und erst vor kurzem sanierten Grundschule lernen die Kinder beinahe spielerisch. In zahlreichen Sportvereinen und Organisationen haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bzw. einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Jeder der fünf Ortsteile verfügt über einen Kinderspielplatz und Bus, Bahn sowie Taxi ermöglichen ohne eigenes Auto zueinander oder hinaus in die Welt zu kommen. Und auch im Herbst des Lebens ist Bad Steben ein Ort, der mit betreutem Wohnen, ambulanten Pflegediensten und einer stationären Pflegeeinrichtung alles zu bieten hat um die „goldenen Jahre" genießen zu können. Hier fühlen sich die Generationen wohl!

Bad Steben
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Höchstädt

Die Gemeinde Höchstädt, im Herzen des Fichtelgebirges gelegen, wurde erstmals im Jahre 1298 urkundlich erwähnt. Jedoch ist Höchstädt sicher älter; das Dorf wurde an einer alten Handelsstraße errichtet, die bereits im 11. Jhd. bestand. Bis zur Mitte des 19. Jhd. hatte sich der langgezogene Ortskern mit den Ortsteilen Braunersgrün, Rügersgrün, Witzlebensmühle und Tännig gebildet. Geprägt wird das Ortsbild vor allem durch die Peter-und-Paul-Kirche in der Mitte und dem Rohrer´schen Schloßgut im Oberen Dorf, welches noch als Schloßmuseum besichtigt werden kann. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, wie auch der neue grenzüberschreitende Radweg, laden zu ausgiebigen Touren durch die schöne Mitte des Fichtelgebirges ein. Über die Anbindung an die A 93 ist Höchstädt gut zu erreichen.

Höchstädt
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Rindfleischwurst

Hofer Rindfleischwurst ist eine rohe Streichwurst. In ihrer Konsistenz ist sie etwas gröber als eine Teewurst, jedoch feiner als eine Mettwurst. Als Hauptbestandteil enthält sie viel (mageres) Rindfleisch und ist deshalb besonders hochwertig. Der feine Geschmack erhält durch das Anräuchern über Buchenholz eine rauchige, schinkenähnliche Note. Diese feine Wurstspezialität wird nur in der Stadt und im Landkreis Hof / Saale hergestellt. Sie ist in Name und Herkunftsbezeichnung als regionaltypisches Produkt mit geographischer Ursprungsbezeichnung markenrechtlich geschützt.

Hofer Rindfleischwurst besitzt im abgegrenzten geographischen Gebiet von Stadt und Landkreis Hof eine über 50-jährige Tradition. Als ihr Erfinder gilt Metzgermeister Hans Militzer, der 1950 erstmals die Rezeptur der Rindfleischwurst entwickelte. Diese Tradition setzte sein ehemaliger Geselle Gottfried Rädlein fort, der die Rindfleischwurst von 1962 bis 1993 im eigenen Betrieb in Hof produzierte und diese weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte. Wegen seines äußerst fettarmen Ausgangsmaterials war und ist die Hofer Rindfleischwurst ein besonderes gut bekömmliches Produkt, das seinerzeit sogar von Ärzten für den Verzehr empfohlen wurde.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Zutaten: Rindfleisch, Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürze, Buchenholzrauch
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Quärkla

Der Quärkla ist ein fettarmer Sauermilchkäse, der nach einer längeren Reifezeit glasig-gelb wird und einen deftig-würzigen Geschmack annimmt. Im Fichtelgebirge und im Frankenwald wird er in einigen bäuerlichen Direktvermarktungsbetrieben sowie von vielen Hausfrauen noch selber hergestellt. Man isst ihn gerne mit Kümmel gewürzt zum kräftigen Landbrot. Besonders beliebt ist er als Kelleressen zum frischen Bier.

Die Herstellung des Quärkla oder Kuhkäses erinnert an die Rezeptur des bekannteren Harzer Käses. Man benötig dazu einen guten Bauernquark. Früher wurde Quark aus Rohmilch oder Vorzugsmilch in vielen Haushalten noch selber hergestellt. Heutige Hygienebestimmungen lassen aber den Verkauf der unbehandelten Milch nicht mehr zu. Man lässt den Quark gut abtropfen, formt kleine, handtellergroße Laibe daraus und legt sie auf ein mit Pergament bedecktes Holzbrett, deckt sie mit einem Küchentuch ab und lässt sie in der nicht zu warmen Küche mehrere Tage reifen. Zwischendurch werden die kleinen Käse mehrmals gewendet. Nach einer Woche schichtet man sie in eine Schüssel, deckt sie mit einem Tuch ab und stellt sie kalt.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

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Fränkische Bratwurst

Jeder kennt sie und (fast) alle liebe sie. Sie schmeckt nach unbeschwerten Stunden, ob als schnelle Zwischenmalzeit einfach auf die Hand, ob zur gemütlichen Brotzeit oder mit Kraut und Bratkartoffeln zum Mittagessen, ob auf der Kerwa, dem Bierkeller oder verlockend duftend vom Grill an einem warmen Sommerabend: die Bratwurst verführt und weckt alle Sinne. Mit gewissem Recht wird die Bratwurst seit jeher als der oberfränkische Wurstklassiker schlechthin geführt. In keiner Region ist die Geschichte der herzhaften Wurst präsenter, nirgendwo ist ihre Vielfalt größer als hier. Bratwürste sind das Aushängeschild nahezu aller oberfränkischen Metzgereien und die Leibspeise der Franken schlechthin.
Die meisten oberfränkischen Bratwürste sind relativ dick und von mittlerer Länge (15 - 20 mm Durchmesser, ca. 20 - 25 cm Länge). In Coburg beträgt das Bratwurstmaß traditionell sogar stolze 31 cm. Wie die Hofer sind sie allerdings deutlich dünner als z.B. die Bamberger mittelgrobe Bratwurst. Gefüllt werden die schmackhaften Würste mit gut ausgewähltem Schweinebauch und magerem Schweinefleisch. In manchen Regionen wird Kalb- oder Rindfleisch dazugegeben. Neben verschiedenen Fragen der Würzbeigabe - ob mit Majoran, nur mit Pfeffer und Kümmel oder aber einem Hauch von Knoblauch und Zitrone - spielt die Konsistenz der Wurstfülle eine besondere kulturgeschichtliche Rolle. So wurde die grobe Bratwurst vor allem in den evangelischen Regionen Oberfrankens angeboten; die mittelgrobe bis feine dagegen stammte aus den katholischen Gebieten.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Fränkische Bratwurst
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Hofer Wärschtlamo-Wärscht

Die Tradition der Hofer Wärschtla-Männer geht auf das Jahr 1881 zurück. Ein noch heute bestehender Fleischerbetrieb kam damals auf die Idee, einen Mitarbeiter namens Johann Georg Jahn in der Stadt mit "haßn Hofern" auf Tour zu schicken. Dazu musste aber erst noch der originale Hofer Messing-Wurstkessel erfunden und das typische "Wärschtlamo-Oziezeich" kreiert werden. Mit Fug und Recht darf also der "Jahns-Gerch" als der Stammvater der Hofer Wärschtlamänner bezeichnet werden. Der Wärschtlamo ist also ein Berufsstand, der in Hof eine lange Tradition hat, und den es nur in Hof gibt. In manchen Familien vererbte sich die Ausübung dieses Berufes von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.

Heutzutage ist der Wärschtlamo aus dem kulinarischen Leben der Stadt Hof nicht mehr wegzudenken.
Die meisten Wärschtla-Männer behaupten heute einen festen Standort. Dort stehen sie - meist ungeschützt gegen Wind und Wetter - zu jeder Jahreszeit. Früher waren ihnen jedoch feste Standorte überhaupt verboten, sie mussten "im Umherlaufen" ihre schmackhafte Ware loswerden.

Manche haben sich auf den Verkauf in Betrieben und größeren Bürohäusern spezialisiert. Mit durchdringendem Pfiff pflegen sie ihr Erscheinen kundzutun, wie es schon ihre Stammväter getan haben. Meist schallt dann auch noch der Ruf "Haaß sensa / kalt wernsa" wie ehemals durch das Treppenhaus.

Die typische Berufskleidung des Wärschtlamo ist seit eh und je eine wetterfeste zumeist "lederna Jubbm". Darunter trägt er eine "weisa Scherzn", auf dem Kopf die flachgedrückte "Patschkappn", über die linke Schulter den original Hofer Wurstkessel aus Messing und am linken Arm den Henkelkorb "voller Laabla".

Auch die Zubereitung der Wärschtla besticht durch eine besondere Note: Sie werden nicht im Wasser heiß gemacht, sondern im Dampf erhitzt, das gibt ihnen den besonderen Geschmack und das zum Genuss so anregende Aroma. Beheizt wird der Messingkessel mit glühender Holzkohle.

Quelle: www.genussregion-oberfranken.de

Hofer Wärschtlamo-Wärscht
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Weißenstadt

Im Herzen der Region Fichtelgebirge, im Tal der Eger, liegt das beschauliche Städtchen Weißenstadt. 1299 erstmals urkundlich erwähnt, ist der malerische Ort mit seinem Heilquellenkurbetrieb eine der ältesten Städte der Region und hat sich über Jahrhunderte hinweg zu einem ganz besonderen Flecken Erde entwickelt.

Der Weißenstädter See ist mit ca. 50 ha der größte See im Herzen des Fichtelgebirges. Der allseits zugängliche See bietet dem Besucher Entspannung, Erholung und eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten. Der bequem begehbare 4 km lange Uferweg zählt bei Jung und Alt zu den meistbesuchten Spazierwegen im Fichtelgebirge und eignet sich auch bestens für Rollstuhlfahrer. Gönnen Sie sich eine Rast auf einer der Ruhebänke um den See und genießen Sie den herrlichen Blick auf den Großen Waldstein und den Schneeberg, dem höchsten Berg Nordbayerns.

In den letzten Jahren führten vor allem unsere interessanten Keller- und Stadtführungen zu großer Beliebtheit, sowie Einkaufsmöglichkeiten von Vollkornspezialitäten und Kräuterspirituosen. Weißenstadt bietet eine ausgeprägte Klimavielfalt. Hangwinde bringen gute Durchlüftung, ausreichend abendliche Abkühlung und gute Frischluftzufuhr. Im Sommer gibt es kaum Wärmebelastung, Kältereize treten häufiger auf (gut für Kurzwecke). Gem. DWD finden Sie ein gutes Bioklima.

In unserem 2007 erbauten Kurzentrum finden Sie unter anderem Radontherapien. Die medizinischen Anwendungen finden in Form von Radonwannenbädern, im Bewegungsbecken, als Inhalationen und Radontrinkkuren statt.

Weißenstadt
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Kirchenlamitz

Eingebettet im Tal der Lamitz liegt zwischen Epprechtstein und Kornberg die Stadt Kirchenlamitz. Stattliche Bürgerhäuser und drei Kirchen prägen das Ortsbild. Große Parkanlagen und Gewässer bieten dem Besucher Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung.
Sie erreichen Kirchenlamitz bequem mit der Eisenbahn aus allen Richtungen oder mit dem Auto über die A9 bzw. A 93. Zu Fuß benutzen Sie den Fränkischen Gebirgsweg. Sehenswert ist der alte, von Granit geprägte Ortskern oder die Burgruine Epprechtstein, in deren Umfeld Sie verlassene Steinbrüche und Deutschlands größtes Granitlabyrinth finden. Viele Vereine und gesellschaftliche Organisationen laden Sie gerne zu ihren Veranstaltungen ein.
Gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege führen Sie zu markanten Plätzen und in die entfernten Ortsteile. Dabei berühren Sie alte Burgen, Seen und kleine Schlösser. Ausgedehnte Touren unternehmen Sie zu den Gipfeln des Fichtelgebirges, zu kulturell bemerkenswerten Plätzen und in eine herrliche Naturlandschaft.

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Hohenberg a.d. Eger

Am östlichen Rand des Fichtelgebirges liegt das alte Sechsämterstädtchen Hohenberg an der Eger. Eine trutzige, turmbewehrte Markgrafenburg prägt das Stadtbild. Von den Türmen und dem nahe gelegenen Steinberg (653 m) bietet sich eine herrliche Fernsicht weit ins Egerland bis hin zum Erzgebirge.

Einst stand auf der Burg die Wiege der nordostbayerischen Porzellanindustrie. Karl Magnus Hutschenreuther gründete hier 1814 die erste Porzellanfabrik. Heute sorgen die Ökologische Bildungsstätte und eine Jugendherberge für Leben innerhalb der ehrwürdigen Mauern. Romantische Partien an der Eger laden zu Spaziergängen ein. Ein Besuch im Porzellanikon wird für viele zum Erlebnis. Zahlreiche gut markierte Rad- und Wanderwege führen in die schönsten Winkel des Sechsämterlandes und ins benachbarte Egerland.

Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn (Haltestelle Schirnding) oder mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 leicht zu erreichen.

Hohenberg a.d. Eger
Die (textile) Welt ist nicht genug
Die Willy Maisel GmbH in den 70er Jahren auf der Werbemittelmesse psi.

Die Willy Maisel GmbH in den 70er Jahren auf der Werbemittelmesse psi.

Die (textile) Welt ist nicht genug
Symbole für Macht, Einfluss und Glück: Die beiden Löwen waren ein Geschenk von Lieferanten aus China. Weibchen und Männchen müssen in vier Metern Abstand zueinander stehen, damit sie positiven Einfluss auf Unternehmen und Personen ausüben können, heißt es. Dreht man an der Kugel im Löwenmaul, soll sich ein Wunsch erfüllen. Willy Maisel sagt, er habe dreimal gedreht, einmal sei ein Wunsch in Erfüllung gegangen, zweimal nicht.

Symbole für Macht, Einfluss und Glück: Die beiden Löwen waren ein Geschenk von Lieferanten aus China. Weibchen und Männchen müssen in vier Metern Abstand zueinander stehen, damit sie positiven Einfluss auf Unternehmen und Personen ausüben können, heißt es. Dreht man an der Kugel im Löwenmaul, soll sich ein Wunsch erfüllen. Willy Maisel sagt, er habe dreimal gedreht, einmal sei ein Wunsch in Erfüllung gegangen, zweimal nicht.